Pininfarina Bluecar in Genf 2009
Muschel auf Rädern

Seit kurzem bastelt das Designstudio Pininfarina in Kooperation mit dem französischen Unternehmen Bolloré an einem Elektroauto. In Genf zeigen die Partner nun das Ökoauto Bluecar. Es soll schon bald in Serie gehen.
Dieses Auto ist "selbstsicher" und "vertraut in sich, ohne dabei aggressiv zu sein" – das hoffen sie zumindest bei den Pininfarina-Studios, und dort ist das Bluecar schließlich ausgebrütet worden. Es steht nun auf dem Genfer Salon 2009 und soll bereits 2011 in Serie gehen. Mit dem Namen liegt Pininfarina offenbar auf der Höhe der Zeit: Nach "Bluetec" von Mercedes und "Bluemotion" von VW hat sich offenbar die Grundfarbe Blau als Kennzeichen für Öko-Autos eingebürgert. Und so schlägt im Bluecar ein stromgetriebenes Herz, das bis zu 250 Kilometer Reichweite ermöglicht und seinen Saft aus einem Lithium-Ionen-Akku zieht. Die Fahrzeughülle wird aus wiederverwertbarem Kunststoff ausgeführt, ins Dach sind Solarzellen eingebaut. Im Innern garantieren vier bequeme Schalensitze höchsten Transport-Komfort. Die Instrumententafel wird dominiert von einem Touchscreen, das 90 Prozent der Bedien-Features beheimatet; natürlich auch Geschwindigkeit, Reichweite und Ladungs-Status des Akkus.
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Bio-Design ist augenscheinlich schwer in Mode
Doch entscheidend ist für das renommierte Designstudio natürlich das, was man sehen kann: Die Hülle ist "geformt wie eine elastische Muschel, die stabil auf den vier Rädern ruht", dichtet der Pininfarina-Presseschreiber. Schon mal eine Muschel auf Rädern gesehen? In Zukunft werden wir uns wohl häufiger auf solche Viecher einstellen müssen – denn Bio-Design ist schwer in Mode, wie schon 2008 auf dem Pariser Salon zu sehen war, wo Pininfarina eine Studie zeigte. Natürlich will sich Pininfarina genau dort nicht platziert wissen: "Innovative Technologie, frisches Design und unverwechselbare Markensprache sorgen dafür, dass das Bluecar sich von Trendprodukten abhebt", heißt es wohlfeil. Naja. Klare Worte finden wir zumindest bei der Ankündigung, was man mit der geräderten Muschel vorhat: Schon im Jahr 2015 will das Konsortium 60.000 Einheiten davon verkaufen.
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