Auf dem Goodwood Festival of Speed 2021 zeigt Polestar erstmals einen frühen Prototyp des Polestar 5. Eine eher ungewöhnliche Strategie bei einem Auto, das erst 2024 auf den Markt kommen soll. Aber auch ein deutliches Zeichen dafür, dass die Aussage von Polestar-Chef Thomas Ingenlath keine leeren Worte waren: 2020 stellte er die vorangegangene Studie Precept als "Absichtserklärung für die Zukunft" vor. Und nun – zwei Jahre später – gibt es endlich konkretere Informationen!
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Diese wurden im Rahmen des ersten Polestar Days bekannt gegeben. Am 9. November 2023 fanden sich für diesen Anlass Führungskräfte, Kunden und die Presse in Los Angeles, Kalifornien ein. Zu diesem Anlass reihte Polestar die gesamte zukünftige Modellpalette und einige Prototypen auf: Polestar 3, Polestar 4, Polestar Precept, das Polestar Electric Roadster Concept, Polestar Synergy und natürlich auch den Polestar 5.
Bei dieser Gelegenheit wurde nicht nur das Design des Polestar 5 komplett ohne Tarnung präsentiert, es wurden ebenfalls Details über die Leistung und eine Technik, die ultraschnelles Laden ermöglichen soll, verraten.

Design: viel Ähnlichkeit zum Prototyp

Schon 2021 beim ersten Live-Blick auf den Polestar-5-Prototyp fiel direkt die enorme Ähnlichkeit zur Studie Precept auf. Selbst durch die Tarnfolie wirkte das Auto schlicht und elegant. Wie nun aber zu erkennen ist, wird der Polestar 5 über keine Selbstmördertüren verfügen – anders als der Prototyp.
Ein Ausblick auf den Polestar 5 (links) und den Polestar 6.
Bild: Polestar

Ansonsten kommt der Polestar 5 mit einem großen Panoramadach und einer charakteristischen Rückleuchtensignatur, wie es für die Marke üblich ist. Jedoch lassen sich noch normale Seitenspiegel erkennen und keine Kameras, wie beim Precept. Aber wer weiß, vielleicht lässt Polestar den Kunden am Ende im Konfigurator die Wahl zwischen klassisch und futuristisch.

Innenraum: Serienversion könnte das Interieur der Studie übernehmen

Reinsetzen ist zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht drin, doch schon die Studie Precept lieferte einen guten Ausblick auf die Serienversion des Polestar 5. Auffällig sind das neue Lenkrad mit Touchflächen und das riesige Infotainment-Display, das dem kühlen Innenraum eine gute Prise technisches Flair verleiht.
Polestar Precept !! SPERRFRIST 25. Februar 2020 12:15 Uhr !!
So dürfte es auch im Polestar 5 aussehen: Das Interieur der Studie Precept wirkte schon sehr seriennah.
Bild: Polestar

Die Infotainment-Software basiert auf Android und wurde zusammen mit Google entwickelt. Ergänzt wird das Ganze von einem 12,3 Zoll großen digitalen Tacho. Ob es die Schalensitze genau so in die Serie schaffen, darf bezweifelt werden.

Antrieb: fast 900 PS Polestar 5

Der Polestar 5 wird mit zwei Elektromotoren angetrieben – beide zusammen sollen 641 kW (872 PS) und maximal 900 Nm Drehmoment leisten. Der Akku des Polestar 5 dürfte eine Kapazität von mehr als 100 kWh bekommen – damit sollte je nach Fahrweise eine Reichweite von rund 600 Kilometern nach WLTP realistisch sein.
Mit einer speziellen Technologie soll das Laden von fünf Minuten eine Reichweite von 160 Kilometern bringen.
Bild: Polestar

Ladetechnologie: 160 km in fünf Minuten

Beim Polestar Day wurde ebenfalls verkündet, dass die Marke mit StoreDot – einem Entwickler von Lithium-Ionen-Batterien – zusammenarbeitet. Aus diesem Gemeinschaftsprojekt soll 2024 ein Prototyp des Polestar 5 entstehen, der innerhalb von nur fünf Minuten genug laden kann, um eine Reichweite von 160 Kilometern zu erreichen. Man darf gespannt sein.