Die Preise für Neuwagen bewegen sich seit Jahren auf hohem Niveau – sehr zum Unmut der Autokäufer. Zudem ist der Preisunterschied zwischen den unterschiedlichen Antriebsarten gewaltig: Im Schnitt zahlen Kunden für einen Neuwagen mit Elektroantrieb rund 14.000 Euro mehr als für einen Benziner. Das zeigt der neue DAT-Report 2026, die jährliche Marktübersicht der Deutschen Automobiltreuhand (DAT).
Für den DAT-Report 2026 wurden 1292 Neuwagenkäufer befragt. Entscheidend war dabei der tatsächlich gezahlte Kaufpreis – also der Betrag, den die Käufer im Jahr 2025 real für ihr Modell inklusive gewählter Ausstattung bezahlt haben. Demnach kosteten Elektroautos im vergangenen Jahr durchschnittlich 47.160 Euro, Benziner dagegen "nur" 33.150 Euro.

Die besten E-Autos bis 35.000 Euro im Test

Fiat Grande Panda
4.
Fiat
Grande Panda Elektro
2,7
befriedigend
Preis
24.990 EUR
BYD Dolphin Surf
5.
BYD
Dolphin Surf Comfort 43,2 kWh
2,8
befriedigend
Preis
26.990 EUR
Spring DACIA
7.
Dacia
Spring Electric 65
3,1
befriedigend
Preis
19.900 EUR

Diesel teurer als E-Autos

Noch mehr Geld als für Elektroautos gaben Käufer für Diesel-Pkw aus: Der durchschnittliche Kaufpreis lag hier bei 50.030 Euro. Selbstzünder finden sich mittlerweile allerdings fast ausschließlich in höheren Fahrzeugklassen – und die sind naturgemäß teurer. Laut ADAC bieten die Hersteller auf dem deutschen Markt inzwischen keinen einzigen Kleinwagen mehr mit Dieselmotor an. Vor zehn Jahren zählte der Autoclub noch 47 Kleinwagenmodelle mit Selbstzünder.

Experte: "Preisgleichheit in einigen Jahren"

Hoffnung für E-Auto-Käufer bietet die angekündigte Wiederauflage der Elektroauto-Kaufförderung in Höhe von maximal 6000 Euro. (Alle Infos zur neuen E-Auto-Prämie – inklusive Prämienrechner!) Zudem werden die Antriebsbatterien kontinuierlich günstiger. Auch Autoexperte Prof. Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) analysiert monatlich den Preisunterschied zwischen den 20 meistverkauften Benziner- und Elektromodellen – allerdings auf Basis der Grundpreise (inklusive Rabatten), nicht der tatsächlich gezahlten Summen. Zu AUTO BILD sagte er: "Wir laufen in einigen Jahren auf Preisgleichheit hinaus. Auch heute gibt es schon Modelle mit ähnlichen Preisen für die Benziner- und Elektro-Version, wie etwa den Mini Cooper. E-Modell und Benziner kosten in der Grundversion jeweils 28.450 Euro."

E-Auto-Käufer investieren in Ausstattung

Ein weiterer Grund für die deutlichen Preisunterschiede laut DAT-Report: Zwar bietet der Markt inzwischen auch preisgünstigere E-Autos, "doch wer sich 2025 für ein neues E-Auto entschieden hat, war häufig auch bereit, mehr zu investieren – etwa in einen leistungsfähigeren Akku oder eine höhere Ausstattungslinie". Käufer von Benzinern dagegen "suchten und fanden Fahrzeuge, die in einer deutlich niedrigeren Preiskategorie lagen" – bekamen also weniger Auto, zahlten dafür aber auch deutlich weniger Geld.