Im neuen Portal für die Elektroauto-Förderung vom Staat häufen sich die Anträge – hier können Sie Ihren Antrag stellen. Wer sich Chancen auf eine Förderung ausrechnet, sollte sich um die Voraussetzungen und technischen Details zum Förderantrag kümmern. Gefördert wird der Kauf neuer batterieelektrischer Fahrzeuge – auch von Plug-in-Hybriden sowie für die neue Kategorie der Range Extender.
Außerdem will die Regierung die Installation von Wallboxen an Mehrfamilienhäusern fördern, dafür ist eine halbe Milliarde Euro an Fördergeld vorgesehen. Kürzlich wurde auch die Treibhausgas-Quote bis 2040 verlängert. Angesichts der neuen Förderung nimmt das Interesse an neuen E-Autos zu – auch steigt das Angebot an Elektroautos unter 30.000 Euro schon jetzt deutlich an.

E-Auto-Prämienrechner

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Berechnet die voraussichtliche Förderung anhand bekannter Regeln

Kinder im Haushalt
Rechner basiert auf Informationen aus dem Bundesumweltministerium (BMUKN)

Wer bekommt die maximale Förderung?

Die Prämie gilt für elektrische Neuwagen und Plug-in-Hybride sowie für Autos mit Range Extender – abhängig vom Einkommen. Der Bund zielt auf Menschen mit "kleinem oder mittlerem Haushaltseinkommen", damit sie ein neues Elektroauto kaufen oder leasen können. Den Plänen nach können "rund die Hälfte der Haushalte, die privat einen Neuwagen anschaffen" mit einer Förderung rechnen, so das Umweltministerium. AUTO BILD liefert die Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Kaufprämie!

Wie entwickeln sich die E-Auto-Käufe?

Die Nachfrage nach E-Autos steigt deutlich, der Anteil an batterieelektrischen Fahrzeugen liegt bei einem Viertel der Neuzulassungen – im Gesamtjahr 2025 waren es noch 19,3 Prozent. Dazu kommen 11 Prozent neue Plug-in-Hybride. Förderberechtigte Käufer sind auf der sicheren Seite, da die Förderung rückwirkend für alle neuen Elektroautos, Plug-in-Hybride und E-Autos mit Range Extender gewährt wird, die seit 1. Januar 2026 zugelassen wurden.

Für welche Einkommenshöhen gibt es E-Auto-Förderung?

Bezuschusst werden Kauf und Leasing von reinen Elektroautos sowie Plug-in-Hybridfahrzeugen (PHEV). Die Mindesthaltedauer beträgt jeweils 36 Monate ab Erstzulassung. Die Einkommensgrenze liegt bei maximal 80.000 Euro Bruttojahreseinkommen, also vor Steuern und Abgaben. Dazu gehören aber auch absetzbare Beträge wie Werbungskosten, Vorsorgeausgaben und außergewöhnliche Belastungen.
Ungefähr kann man ein Nettoeinkommen von rund 4800 Euro für Ledige und 5400 Euro bei Paaren ansetzen. Pro Kind steigt die Berechtigungsgrenze um weitere 5000 Euro – für maximal zwei Kinder, sodass Haushalte mit maximal 90.000 Euro Einkommen (vor Steuern) förderberechtigt sind.
Die Förderung soll sich laut Bundesumweltministerium am "Median von Neuwagenkäufern" orientieren. Wer sich für ein E-Auto interessiert, kann sich auch auf die Steuerfreiheit für neue E-Fahrzeuge verlassen – sie gilt bis 2035.

Wie hoch fällt die Prämie aus?

Es gibt drei Förderstufen für batterieelektrische Fahrzeuge:
  • Die Basisförderung für reine Elektroautos beträgt 3000 Euro, sie gilt für Haushalte zwischen 60.001 und maximal 80.000 Euro Einkommen.
  • Weiter aufgestockt wird die Förderung für Haushalte mit einem Einkommen zwischen 45.001 und maximal 60.000 Euro. Damit steigt die Förderung auf 4000 Euro.
  • Nochmals aufgestockt wird die Förderung für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 45.000 Euro. Dann steigt die Förderung auf 5000 Euro.
  • Innerhalb dieser Einkommensgrenzen bekommen Haushalte mit zwei Kindern (je Kind gibt es 500 Euro extra) maximal weitere 1000 Euro Zuschuss, mit jedem Kind steigt das zugrundeliegende Einkommen um 5000 Euro – bei zwei Kindern also auf 90.000 Euro. Also steigen die Förderstufen auf 4000, 5000 oder maximal 6000 Euro.

Förderung für rein batterielektrische Fahrzeuge

Förderung für rein batterielektrische Fahrzeuge
85.001 € bis 90.000 €
nicht förderfähig
nicht förderfähig
4000 €
80.001 € bis 85.000 €
nicht förderfähig
3500 €
4000 €
60.001 € bis 80.000 €
3000 €
3500 €
4000 €
45.001 € bis 60.000 €
4000 €
4500 €
5000 €
Bis 45.000 €
5000 €
5500 €
6000 €
Es gibt drei Förderstufen für Plug-in-Hybride und Autos mit Range Extender (max. 60 g CO2/km oder elektrische Reichweite mindestens 80 km):
  • Die Basisförderung für Plug-in-Hybride und Autos mit Range Extender liegt bei 1500 Euro, sie gilt für Haushalte zwischen 60.001 und maximal 80.000 Euro Einkommen.
  • Weiter aufgestockt wird die Förderung für Haushalte mit einem Einkommen zwischen 45.001 und maximal 60.000 Euro. Damit steigt die Förderung auf 2500 Euro.
  • Nochmals aufgestockt wird die Förderung für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 45.000 Euro. Dann steigt die Förderung auf 3500 Euro.
  • Innerhalb dieser Einkommensgrenzen bekommen Haushalte mit zwei Kindern (je Kind gibt es 500 Euro extra) maximal weitere 1000 Euro Zuschuss. Pro Kind steigt das zugrundeliegende Einkommen um 5000 Euro – bei zwei Kindern demnach auf 90.000 Euro. Also steigen die Förderstufen auf 2500, 3500 oder maximal 4500 Euro.

Förderung für Plug-in-Hybride/Range Extender

Förderung für Plug-in-Hybride/Range Extender
85.001 € bis 90.000 €
nicht förderfähig
nicht förderfähig
2500 €
80.001 € bis 85.000 €
nicht förderfähig
2000 €
2500 €
60.001 € bis 80.000 €
1500 €
2000 €
2500 €
45.001 € bis 60.000 €
2500 €
3000 €
3500 €
Bis 45.000 €
3500 €
4000 €
4500 €

Welche Autos werden gefördert?

Förderfähig sind alle reinen E-Modelle, unabhängig vom Hersteller. Als besondere Bedingung für Plug-in-Hybride gilt: Sie dürfen maximal 60 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen und müssen 80 Kilometer rein elektrisch fahren können. In den Genuss der Förderung kommen auch Autos mit Range Extender, also mit kleinem Verbrennungsmotor zum Aufladen der Batterie. Beide Fahrzeugkategorien brauchen eine EU-Konformitätsbescheinigung (CoC-Dokument).
Später soll die Vergabe der Förderung stärker an die Produktion in Europa geknüpft werden, noch gibt es dazu keine EU-Regelungen. Vor Kurzem hat die EU eine neue E-Autokategorie für kleinere Fahrzeuge festgelegt, sie heißt M1E. Der Idee zufolge soll die Förderung in gleicher Höhe von Herstellern oder Händlern ergänzt werden. Pläne dazu sind derzeit noch nicht bekannt. Nur vereinzelt bieten Autohersteller eigene Prämien an. Es wird keine Liste der förderfähigen Autos mehr geben.

Wie weise ich Kinder nach?

Einfach ist der Nachweis von Kindern unter 18 Jahren, wenn sie im gleichen Haushalt wohnen. Dann sind sie über Kinderfreibeträge in der Regel im aktuellen Steuerbescheid hinterlegt. Als Nachweis kann auch ein Kindergeldbescheid gelten oder eine Meldebescheinigung vom Orts- oder Bürgeramt.

Mindesthaltedauer: drei Jahre

Neu ist bei den Förderplänen eine Mindesthaltedauer von drei Jahren, danach darf das geförderte Auto verkauft werden – auch mit Gewinn. Bei der vergangenen Förderung, dem "Umweltbonus", gab es Mitnahmeeffekte: Eine große Zahl von Käufern hatte E-Autos unmittelbar nach Ablauf der Förderfrist mit Gewinn ins Ausland verkauft.

Was ist mit einer Elektro-Gebrauchtwagen-Förderung?

Gebrauchte Elektroautos werden im laufenden Jahr 2026 nicht gefördert. "Alles Weitere wird in 2026/2027 entschieden", sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) beim Vorstellen der Details. Er setzt stattdessen auf die neuen, günstigen E-Autos, die noch für 2026 angekündigt wurden.

So bereiten Sie Ihren Förderantrag vor

Für das Stellen des Antrags auf einkommensabhängige Förderung sind einige Vorbereitungen nötig. Der Antrag wird wie auch bei der letzten Fördermaßnahme vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) bearbeitet. Nötig ist ein sogenanntes BundID-Konto, mit dem man sich eindeutig über id.bund.de/de identifiziert den Antrag bei der bundeseigenen Förderzentrale stellt. Das Konto kann mithilfe der Onlinefunktion des Personalausweises eingerichtet werden. Falls der nicht freigeschaltet ist, funktioniert es auch mit einem gültigen Elster-Zertifikat, wie man es zum Einreichen der Steuererklärung braucht.
Außerdem muss man zwei aktuelle Einkommensteuererklärungen parat haben, sie können bis zu drei Jahre alt sein. Die Förderbehörde rechnet die beiden Jahre zusammen, und errechnet daraus einen Mittelwert, der die Basis für einen Förderbescheid bildet. Wer sich also Chancen auf Fördergeld ausrechnet, sollte – falls noch nicht geschehen – die technischen Voraussetzungen für eine Förderung jetzt schaffen.

Für wie viele Autos wird das Geld reichen?

Je nach Förderhöhe würden die eingeplanten drei Milliarden Euro laut Umweltministerium für 800.000 Autos reichen – verteilt über die Zeit von 2026 bis einschließlich 2029. Damit würde die Zahl der aktuell 2,25 Millionen E-Autos in Deutschland einen deutlichen Sprung machen. Der Umweltminister geht zudem von weiteren 800.000 E-Autos aus, die auch ohne Förderung neu angeschafft werden. Er erwartet einen "exponentiellen Anstieg der E-Auto-Zahl", sagte er beim Verkünden der Förderdetails.

Wie steht die EU zur E-Auto-Förderung in Deutschland?

Nationale Förderprogramme müssen von der EU bewilligt werden, da ist aber mit keinem Widerspruch zu rechnen. Aktuell erarbeitet die EU-Kommission einen Gesetzentwurf, der eine Fertigung in Europa zur Bedingung macht, berichtet die "Financial Times". Konkret müssten förderfähige E-Autos zu mindestens 70 Prozent aus Teilen bestehen, die in Europa gefertigt werden. Damit könnte Europa auf eine "Buy European"-Industriepolitik umschwenken. Dieses Vorgehen haben unter anderem Stellantis und Volkswagen gefordert.

Wie beurteilen Autoexperten die neue E-Auto-Förderung?

Der Verband der Automobilindustrie befürwortet die Kaufprämie für neue Elektroautos. VDA-Präsidentin Hildegard Müller teilte dazu mit: "Das Förderprogramm schafft die benötigte Planungssicherheit für die Verbraucher sowie die deutsche Automobilindustrie." Das Programm würde den Erfolg der E-Mobilität in Deutschland unterstützen. Sie hob die rückwirkende Geltung positiv hervor, forderte aber das baldestmögliche Ausdehnen auf Gebrauchtwagen, spätestens 2027.
Als besonderen Fehler hob Müller hervor, dass als maßgeblicher Stichtag für die Förderung das Zulassungsdatum und nicht das Kaufdatum angesetzt wird. Denn: "Die Verbraucherinnen und Verbraucher brauchen unbedingt bereits beim Kauf des Autos Gewissheit darüber, ob sie die Förderung erhalten." Diesen Webfehler müsse die Koalition beim Förderprogramm 2027 unbedingt beheben.
VDA-Präsidentin Hildegard Müller
Hildegard Müller, Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), setzt beim Erreichen der CO2-Ziele auf die Elektromobilität, bezweifelt aber den positiven Effekt einer Kaufprämie beim Stützen der deutschen Autoindustrie.
Bild: VDA
Müller verweist auf die erforderliche Chancengleichheit aller Hersteller, nicht nur der in Deutschland ansässigen: "Bei Anreizen müssen gleiche Bedingungen für alle gelten, Protektionismus ist nicht der richtige Weg." Als zentral sieht sie die Ladeinfrastruktur an: "Auf keinen Fall dürfen die grundsätzlichen Rahmenbedingungen vernachlässigt werden, wie der Auf- und Ausbau der Lade- und H2-Tankinfrastruktur, der Stromnetze sowie günstiges Laden immer und überall. Hier ist der Nachholbedarf Deutschlands groß, die Politik und die Energiewirtschaft sind hier dringend gefordert."

Warum Auto-Professor Dudenhöffer gegen die Prämie ist

Gegen die Neuauflage der Kaufprämie hat sich Professor Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des Center of Automotive Research (CAR) in Bochum, ausgesprochen: "Ich glaube, das Ganze ist nicht notwendig", sagt der Autoprofessor. "Elektroautos verkaufen sich von allein. Schade um das Steuergeld." Zuletzt seien die Preise für Elektroautos ohnehin gesunken: "Der Markt und das Elektroauto hat sich etabliert."
Dudenhöffer erwartet, dass sich der Trend auch ohne staatliche Förderung fortsetzt – auch deshalb, weil die Autobauer diese verkaufen müssten, um CO2-Flottenziele einzuhalten und EU-Strafzahlungen zu vermeiden.
Prof. Ferdinand Dudenhöffer CAR Institut Bochum
Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, CAR-Institut Bochum.
Bild: privat
Der Branchenexperte bemängelt die seiner Ansicht nach hohen Kosten fürs HPC-Laden: "Statt neuer Kaufpreisförderung sollte sich Berlin mal die Schnellladepreise anschauen." Das hohe Preisniveau zerstöre das Vertrauen in die Elektromobilität.

THG-Prämie

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Elektrovorteil bietet 2026 eine THG-Prämie von 320 Euro

Elektrovorteil

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Autohandel ZDK fordert Kaufprämie auch für elektrische Gebrauchte

Der ZDK hält eine Förderprämie nur für sinnvoll, wenn sowohl Neu- als auch Gebrauchtwagen gefördert werden. Thomas Peckruhn vom Autohändler- und Werkstätten-Verband ZDK (Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeug-Gewerbe): "Ein Elektroauto-Bonus, der nur für Neuwagen gilt, geht zu Lasten des Gebrauchtwagenhandels", so ZDK-Präsident Thomas Peckruhn zu AUTO BILD. Der Händlerverband setzt sich für die Förderung junger Gebrauchter ein. Werden Neuwagen bezuschusst, schmilzt anschließend die Marge im Gebrauchtwagenhandel, hat der Verband erkannt. Peckruhn: "Der Druck auf die Restwerte ist dann zu stark."
Thomas Peckruhn Vizepräsident ZDK Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe Skoda-Händler
Thomas Peckruhn, Präsident Händlerverband ZDK.
Bild: Uwe Moosburger
Der ZDK-Vizepräsident hält eine Elektro-Gebrauchtwagen-Prämie auch aus politischen Gründen für sinnvoll: "Das wäre sozialer." Er bezieht sich auf den "Bonus Ecologique", der in Frankreich für den Kauf eines gebrauchten E-Autos gewährt wird (Förderhöhe: 1000 Euro). Peckruhn: "Oder legt doch einfach einen Gutschein mit einem Stromguthaben ins Handschuhfach." Der Skoda-Händler hört bei Kundengesprächen immer wieder Beschwerden, dass Autostrom an der Ladesäule so teuer sei wie der Sprit beim Tanken.
Wichtig vor allem: Es müsse jetzt schnell gehen mit der Förderung, so Peckruhn gegenüber AUTO BILD: "Wir beobachten bereits eine Kaufzurückhaltung, die Menschen warten auf die Förderung." Das schade dem Handel, weil die Verkaufszahlen sinken würden.

Händlerverband VAD gegen Neuwagen-Bonus

Auch der neu gegründete Verband der Automobilhändler in Deutschland (VAD) begrüßt den geplanten Gebrauchtwagen-Bonus: "Das wäre für die Privatkunden viel wichtiger als die Prämie für Neuwagen", so ein Verbandssprecher gegenüber AUTO BILD. Die Neuwagen-Förderung hält der Verband hingegen für "ein echtes Strohfeuer".
In den kommenden Jahren stehen 4,6 Milliarden Euro für die E-Auto-Kaufprämie zur Verfügung. Die Höhe der Prämie ist einkommensabhängig, das erscheint nur gerecht. Ob eine "Buy Europe"-Bedingung sinnvoll ist? Ich wäre nicht dafür: In meinen Augen sind E-Autos aus Südkorea und Japan ebenfalls förderfähig.