Renault Arkana im Test

Renault Arkana im Test

Renault Arkana: Test, SUV-Coupé, Motor, Preis, Captur

Der neue Renault Arkana macht das SUV-Coupé erschwinglich

Schicke Schale, volkstümlich serviert: Der Renault Arkana ist das günstigste SUV mit Coupélinie. Was taugt die Eitelkeit zum Discountkurs?
Sie sind der Inbegriff  der Nische: Fließheck-SUVs. Für die einen die unpraktischste Art, einen Möchtegern-Geländewagen zu steuern, für die anderen die schickste Art, Auto zu fahren. So oder so eine teure Art. Seit dem ersten BMW X6 kamen zwar einige Nachahmer auf den Markt, Schnäppchen waren aber nie dabei. Das macht der Renault Arkana jetzt anders.

Die technische Basis stammt vom Captur

Renault Arkana (2021): Neuvorstellung - SUV-Coupé - Motor - Preis

Erstes SUV-Coupé von Renault

Auf Basis des Captur streckt sich der Multi-Crossover auf 4,57 Meter. Das Plus von 34 Zentimetern verschwindet größtenteils im Hinterteil, das hier von einer langen und flach liegenden Scheibe sowie hoch liegendem Heckbürzel dominiert wird. Nach dem Aufschwenken der Heckklappe werden beste Erinnerungen an die klassischen Fließhecks der 80er- und 90er-Jahre wach. Satte 513 Liter fasst der Kofferraum, genug für jeden Großeinkauf oder Sommerurlaub. Nach dem Umklappen der zweigeteilten Bank fordert das schräge Dach dann allerdings Tribut, 1296 Liter maximal sind nur noch müder Klassenschnitt. Auch die Kopffreiheit im Fond ist begrenzt, beim Ein- und Ausstieg droht mit den tiefen Türausschnitten akute Kopfnussgefahr. Die aufpreispflichtige Lordosenstütze kann man sich sparen, den Druck ins Kreuz liefern auch über 1,80 Meter große Hinterbänkler, deren Knie sich in die Vordersitze bohren.

Der altbekannte Motor überzeugt auch im Arkana

Ordentlich gestreckt: Der Arkana gewinnt gegenüber seiner technischen Basis Captur 34 Zentimeter.

©Olaf Itrich / AUTO BILD

Spaß beiseite, beim Platzangebot bleibt der Arkana, was er ist: ein Kompakter. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das Raumangebot auf den Vordersitzen geht in Ordnung, die Anordnung von Schaltern und Displays ergibt – abgesehen von der abgetauchten Heckscheibenheizung – Sinn und ist schnell erlernt. Ein alter Bekannter sitzt beim Arkana unter der Haube. Der 1,33-Liter-Vierzylinder ist in Zusammenarbeit mit Mercedes entstanden und läuft in verschiedenen Leistungsstufen in zahlreichen Modellen beider Konzerne. Zu Recht. Das 140-PS-Aggregat schnurrt kultiviert vor sich hin, das maximale Drehmoment von 260 Nm liegt früh an, die Leistungsentfaltung gelingt angenehm gleichförmig. Bei der Beschleunigungsmessung eilte der Testwagen sogar seinen eigenen Werksangaben auf und davon, spurtete mit 9,4 Sekunden auf 100 km/h 0,4 Sekunden schneller als von Renault versprochen.
Die besten Autopflege-Produkte Zum Angebot

Dr. Wack P21S High End

Preis*: 14,23 Euro

DR. WACK A1 Speed Wax Plus 3

Preis*: 11,05 Euro

Koch Chemie Shine Speed Polish

Preis*: 19,30 Euro

Sonax Xtreme Scheibenreiniger Sommer

Preis*: 6,59 Euro

A1 Polster- und Alcantarareiniger

Preis*: 9,49 Euro

*Preis: Amazon-Preis am 28.07.2021
Eher erwartbar war der Unterschied beim Verbrauch. Statt der angegebenen 5,9 Liter liefen auf der Testrunde 7,5 Liter durch. Immerhin eine Abweichung von 27 Prozent, auf der anderen Seite jedoch trotzdem ein fairer Wert für das hoch bauende SUV. Negativ fällt dagegen das serienmäßige Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe auf. Gerade beim Rangieren braucht es zu lange, bis die gewünschte Fahrstufe bereit ist. Forciertes Anfahren gelingt oft nur mit uneleganten Hüpfern, bei der fünften Beschleunigungsmessung vibriert der ganze Vorderwagen, weil die Kupplung so heiß ist.

An der Kasse hält sich der Arkana angenehm zurück

Einigermaßen günstig: Für den Arkana in der Ausstattung Intens verlangt Renault faire 29.850 Euro.

©Olaf Itrich / AUTO BILD

Stress liegt auch dem Fahrwerk nicht. Aufgrund der eher strammen Abstimmung bleibt der Komfort überschaubar, sportlich ist der Arkana aber auch nicht, der hohe Aufbau entwickelt reichlich Eigenleben. Immer auf Sicherheit bedacht, regelt das ESP früh und rigoros ein, lässt anschließend erst verzögert wieder locker. Doch so ein Kompakt-SUV ist auch als Schrägheck eher was für die gemütliche Tour. Dann bleibt auch Zeit, sich am cleveren Easy-Link-Bediensystem mit Apple- und Android-Anbindung sowie der ordentlichen Verarbeitung zu erfreuen. Dass die verwendeten Materialien eher einfach ausfallen, lässt sich bei dem fairen Preis von 29.850 Euro (zum Angebot: Ersparnis bei carwow.de bis zu 8225 Euro) für den getesteten Intens verschmerzen. Bei BMW und Mercedes gibt es die schrägen SUV-Schönlinge für den Kurs nur als ausgelutschte Gebrauchte. (Unterhaltskosten berechnen? Zum Kfz-Versicherungsvergleich)
Das Fazit: Unter seiner schicken Schale ist der Arkana ein braver Kompakter mit allen Vor- und Nachteilen. Die teils einfache Machart kompensiert er mit einem überzeugenden Motor und natürlich dem fairen Preis. AUTO BILD-Testnote: 3+

Renault Arkana im Test

Renault Arkana TCe 140Renault Arkana TCe 140Renault Arkana TCe 140

Autoren: , Berend Sanders

Fotos: Olaf Itrich / AUTO BILD

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.