Vor sechs Jahren präsentierte VW in Genf die Neuauflage der Auto-Ikone Scirocco. Damit hauchte der Volkswagen-Konzern nach dem Käfer-Remake Beetle auch dem jungen Wilden aus den 70er- und 80er-Jahren neues Leben ein. Seit 2008 ist die dritte Version des Sportcoupés auf dem Markt – Zeit für ein Facelift für den Wagen mit dem Namen eines Wüstenwindes. Jetzt nennt VW auch Preise: Los geht es ab 23.900 Euro für den 1,4-Liter-TSI mit 125 PS, die sportliche Sperrspitze Scirocco R mit 280 PS und DSG kostet 38.075 Euro. Das Motto des neuen Scirocco, der genau 40 Jahre nach der Präsentation erscheint, lautet: stärker und sparsamer. Äußerlich orientiert sich das Auto nicht von ungefähr am neuen Golf GTI, denn VW will mit dem Scirocco vor allem sportlich orientierte Käufer ansprechen. Die Front wirkt flacher, wozu der in Wagenfarbe gehaltene Frontspoiler beiträgt. Wie sein Konzernbruder hat auch der Scirocco ein dreigeteiltes Element im Stoßfänger. Darin sind Blinker, Nebellichter und in der Basisausführung auch das Tagfahrlicht untergebracht. Bei den Scheinwerfern haben die Käufer die Wahl zwischen H7- oder Bi-Xenon-Leuchten. Bei Letzteren wurde das LED-Tagfahrlicht unterhalb der Leuchte verbaut. Am Heck setzt VW im aufgehübschten Scirocco nur noch LED-Leuchten ein.
In der Klappe des überarbeiteten Hecks fungiert das schwenkbare Zeichen als schmutzgeschützter Griff. Vorne trägt der Scirocco das Logo auf der Haube – und ist neben XL1 und Beetle damit einer der wenigen VW, der dies darf.
Hommage an den Ur-Scirocco
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VW Scirocco und VW-Neuheiten bis 2020
Im Innenraum greift Volkswagen Elemente aus dem Ur-Scirocco auf. So trägt der neue Wagen drei Zusatzinstrumente über der Mittelkonsole: Neben der Öltemperatur- und Ladedruckanzeige thront dort auch eine Stoppuhr. Serienmäßig sind mit Leder bezogene Sportsitze und ein Lederlenkrad. Dem Fahrer springt serienmäßig ein Parklenkassistent zur Seite. Grundsätzlich überarbeitet wurde die Motorenpalette: Alle sechs Aggregate sind neu und erfüllen die Euro-6-Norm. Die Benzinmotoren sind allesamt als Turbodirekteinspritzer konzipiert und – wie auch die Diesel – stärker als ihre Vorgänger.
Der Scirocco R hat 280 PS unter der Haube.
Bild: Werk
Gleichzeitig geben sie sich mit weniger Sprit zufrieden: Nach Werksangaben genehmigen sich die Triebwerke bis zu 19 Prozent weniger Kraftstoff. Bis zum 220-PS-Scirocco haben alle Wagen serienmäßig ein Start-Stopp-System an Bord und rekuperieren Kraft beim Bremsen. Bei 125 PS beginnt die Motorenpalette, sie reicht bis zum 280 PS starken, neuen Scirocco R, der zeitgleich auf den Markt kommt. Am geizigsten geht der 1,4-Liter-Diesel mit Sprit um: Er verbraucht nach Werksangaben nur 4,1 Liter auf 100 Kilometer. Der neue Scirocco wird in Lissabon gefertigt und kommt in Europa im August auf den Markt.
VW Scirocco und VW-Neuheiten bis 2020
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Spätestens 2018 kommt bei VW ein neuer Scirocco. Die vierte Generation könnte dann sogar schon auf der selben Basis wie der Golf VIII stehen. 2014 wird es ein Facelift des aktuellen Scirocco geben. Hier sehen Sie ...
Bild: Andrei Avarvarii
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... weitere Neuheiten des VW-Konzerns für die kommenden Jahre:
"Sportsvan" heißt der Nachfolger des biederen Golf Plus, er kommt 2014. Auf Basis des Golf VII erhält er eine völlig neue Karosserie – weniger betulich, weniger ...
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... gedrungen, weniger nutzfahrzeugmäßig. Der Radstand bleibt gleich, doch 150 Millimeter mehr Höhe ermöglichen eine aufrechtere Sitzposition mit größerer Beinfreiheit vor allem im Fond. Die bessere Rundumsicht hilft im dichten Kolonnenverkehr, die bessere Übersichtlichkeit erleichtert das Ein- und Ausparken.
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2015 wagt VW einen erneuten Angriff in der Luxus-Klasse. Pate für den neuen Phaeton steht diesmal der neue Audi A8, der 2016 und damit erst einige Monate nach dem Phaeton auf den Markt kommt. Die Alukarosserie verspricht deutliche Verbesserungen in Bezug auf Raumangebot und Gewicht.
Bild: RADOVAN VARICAK / MOTOR FORECAST
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Neben dem Konzernbruder Audi A8 heißen die Gegner hier vor allem BMW 7er und Mercedes S-Klasse. Eine Variante mit langem Radstand ist wieder fest eingeplant, und selbst der zwischenzeitlich aus dem Programm genommene W12 steht mit 550 PS und 625 Nm auf Abruf bereit. Unverzichtbar auch der Plug-in-Hybrid mit einem 252 PS starken 3.0-V6-Benziner.
Bild: RADOVAN VARICAK / MOTOR FORECAST
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Der kommende T6 gilt als Evolution des T5, bedient sich also keiner komplett neuen Basis – der Entwicklungsschritt ist vergleichbar mit dem damaligen Wechsel vom Golf V zum Golf VI. Das heißt, dass unter dem Blech keine tiefgreifenden Änderungen zu erwarten sind.
Bild: Avarvarii
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Ewig leben soll der T6 sowieso nicht. Ab 2015 steht er im Laden, doch weil ab 2020 schärfere Fußgängerschutz-und Abgasbestimmungen gelten, dürfte seine Karriere nach fünf Jahren zu Ende gehen. Dann kommt mit dem T7 eine echte Neukonstruktion.
Bild: Avarvarii
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Ebenfalls 2014 erscheint eine höhergelegte Kombi-Variante vom Golf. Der Softroader nimmt sich beim Namen den Passat als Vorbild und wird ebeso Alltrack heißen.
Bild: Avarvarii
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Eine Klasse höher soll der nächste VW Passat Variant noch größer und sparsamer werden. Natürlich gibt es den neuen Passat wie gehabt als Limousine und CC, doch das große Geschäft erhofft sich VW wieder vom Variant, der hierzulande weit über die Hälfte aller Verkäufe auf sich vereint.
Bild: Poblete
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Der Motor ist stärker nach hinten geneigt, die Vorderachse wandert dafür ein Stück nach vorn. Obwohl der hintere Überhang kürzer ausfällt, soll das über 600 Liter große Gepäckabteil voll erhalten bleiben. Ein weiterer MQB-Bonus ist das je nach Modell zwischen 70 und 105 Kilo geringere Gewicht. Geplanter Start: 2014.
Bild: Poblete
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Auf der Sao Paulo Motor Show stellte VW die SUV-Studie Taigun vor. Die Wolfsburger zeigten mit dem Offroad-Knirps, wie sie sich ein kleines SUV vorstellen. Mit seinen Maßen von nur 3,86 Meter Länge und 1,70 Meter Breite und 1,57 Meter Höhe wirkt die Studie besonders kompakt und gedrungen.
Bild: Werk / Ingo Barenschee
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Die Chancen, dass der Taigun in Serie gefertigt wird, stehen laut Volkswagen gut. In diesem Fall könnte das SUV allerdings nicht nur auf dem südamerikanischen Markt, sondern weltweit angeboten werden. Auch den großen ...
Bild: Werk
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Auch den Touareg vernachlässigt VW nicht. Bei der für September 2014 vorgesehenen Modellpflege geht es vor allem um neue Assistenzsysteme, zeitgemäße Infotainment-Angebote aus dem Konzernregal und etwas Kosmetik. Der Dreiliter-V6-TDI leistet künftig 260 statt 245 PS, ein Vierzylinder-TDI könnte den schwächeren Dreiliter-V6-TDI mit 204 PS ablösen.
Bild: Larson
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Im Herbst 2014 fällt der Startschuss für den Tiguan II. Das Kompakt-SUV wird nach und nach zu einer ganzen Familie ausgebaut. Neben dem Grundmodell mit kaum veränderten Abmessungen erwarten wir auch ...
Bild: Larson
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... eine XL-Version mit zehn Zentimeter mehr Achsstand und verstellbaren Rücksitzen und mehr Platz im Fond und im Gepäckraum. Dritter im Bunde, ...
Bild: Larson
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... ab 2016 erhältlich, wird das Coupé, das als sportliche Lifestyle-Variante Richtung BMW X4 schielt. Damit die Coupé-Formel "Mehr Geld für weniger Auto" funktioniert, sollen nicht nur der Preis, sondern auch die Ausstattung und Technik höher positioniert werden. Möglich macht die Modellvielfalt der modulare Querbaukasten, von dem ...
Bild: RADOVAN VARICAK / MOTOR FORECAST
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... auch die sechste Polo-Generation 2015 profitiert. Allerdings könnte sich der Start noch nach hinten verschieben, denn die aktuelle Generation des Polo verkauft sich blendend. Designtechnisch ist heute nur schwer zu sagen, was VW in drei Jahren auf den Markt bringen wird, doch unser Zeichner präsentiert ...
Bild: M. Poblete
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... eine interessante Kombination aus Elementen des Stadtflitzers Up und des neuen VW-Gesichts, dass wir von der Studie Cross Coupé kennen. Der Radstand wächst beim neuen Polo um rund fünf Zentimeter; davon profitiert vor allem die Beinfreiheit im Fond. Am Heck fallen schmal gehaltenen Leuchten auf, deren markante LED-Grafik auch nachts für einen hohen Wiedererkennungswert sorgt.
Bild: M. Poblete
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Der kommenden Polo startet 2016 auch als Crossover. Auf Wunsch mit allem, was dazugehört: Gelände-Optik, Allradantrieb, Schlechtwegepaket, automatisches Doppelkupplungsgetriebe. Wer das nicht braucht, bekommt das geräumige Hochdachmodell auch mit Vorderradantrieb und Handschaltung.