Spritspartipps im Winter: So reduziert man den Benzinverbrauch
Geringerer Verbrauch bei Kälte: Mit diesen 11 Tipps sparen Sie Geld
Im Winter steigt der Verbrauch und damit die Kosten für Benzin, Diesel und Ladestrom. Hier kommen elf Spartipps!
Bild: dpa
Inhaltsverzeichnis
- Gewicht sparen, Auto abspecken
- Luftwiderstand reduzieren, Aerodynamik verbessern
- Motor im Stand warmlaufen lassen: unsinnig und verboten
- Motor immer gut warten lassen
- Kurzstrecken vermeiden, Kaltlauf frisst Sprit
- Richtiges Warmfahren: zügig, aber nicht hochtourig
- Hohes Tempo vermeiden
- Refendruck auf Stand halten
- Zur richtigen Zeit und am richtigen Ort tanken
- Kleinverbraucher erhöhen den Verbrauch
- Tipps fürs Energiesparen im E-Auto
Zwar sinken die Spritpreise aktuell, doch die ebenfalls sinkenden Temperaturen treiben sowohl Spritkosten als auch Ladestrom in die Höhe: Bei Kälte steigt der Energiebedarf im Auto aus mehreren Gründen deutlich an. Immerhin lässt einer der Preistreiber des Vorjahres zum Jahreswechsel nach: Mit Beginn 2026 bewegt sich der CO₂-Preis auf fossile Kraftstoffe in einem Korridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne. Das bedeutet: Er kann den Liter Benzin oder Diesel um bis zu drei Cent verteuern – muss es aber nicht.
Was man selbst beeinflussen kann: Mit dem richtigen Verhalten an Bord lässt sich der Verbrauch spürbar senken. Gerade im Winter ist das zwar nicht immer angenehm, doch einige wirksame Möglichkeiten gibt es. AUTO BILD liefert zehn Tipps zum Kraftstoffsparen – plus einen für E-Auto-Fahrer.
Wer das Auto von Eis und Schnee befreit, handelt nicht nur sicherheitsbewusst – er reduziert auch Gewicht und Luftwiderstand. Beides senkt den Verbrauch.
Verbannen Sie daher nicht benötigte Dinge aus dem Innenraum, denn extra Gewicht erhöht den Verbrauch. Die Liste reicht vom Einkauf bis zum nicht gebrauchten Kindersitz. Ein vollwertiges Ersatzrad bringt 20 Kilo auf die Waage, ein Pannenset für Reifen spart Platz und Gewicht. Die Faustregel: 100 unnötige Kilogramm kosten auf 100 km etwa 0,3 Liter Sprit.
Eine Schneeschicht hat man schnell vom Dach gewischt, das verbessert die Aerodynamik und verringert den Verbrauch. Auch ein nicht benötigter Dachgepäckträger kostet Sprit, der gehört in die Garage.
Während das Auto vom Schnee befreit wird, den Motor laufen zu lassen, ist verboten und bringt nichts: Im Leerlauf wird der Motor nicht warm. Erst unter Last erreicht er zügig Betriebstemperatur. Zudem droht ein Bußgeld von bis zu 80 Euro. (Wie man den Motor effektiv auf Touren bringt, erklären wir in diesem Artikel!).

Im Winter gibt es jede Menge Spritspar-Möglichkeiten.
Bild: dpa
Ein gut gewarteter Motor spart Sprit. Dazu gehören ein sauberer Luftfilter, korrekt eingestellte Zündanlage und gegebenenfalls neue Zündkerzen.
Ebenfalls hinderlich: Wenn der Motor noch kalt ist, arbeitet er nicht effizient und verbraucht deutlich mehr Kraftstoff. Deshalb sollte man Kurzstrecken vermeiden. Eine gute Streckenplanung ist beim Spritsparen eine enorme Hilfe. Hier sind Tipps zum Warmfahren des Motors.
Der verbreitete Irrglaube, sanftes Anfahren spare Sprit, stimmt beim Verbrenner nicht, gilt nur für Elektrofahrzeuge. Entscheidend ist ein zügiges, aber nicht aggressives Warmfahren unter moderater Last. Denn einerseits kostet das Hochdrehen der Gänge übermäßig Kraftstoff – und erhöht beim kalten Motor den Verschleiß. Wer wiederum zu lange beim Anfahren trödelt, zögert die Aufwärmzeit des Motors hinaus, bis der Betriebstemperatur erreicht. Die Betriebstemperatur liegt bei Ottomotoren bei rund 90 Grad. Wenn der Motor warm ist, gilt: Niedrige Drehzahlen fahren, früh hochschalten, erst bei Ruckeln runterschalten.
Sondertipp: Heizung erst einschalten, wenn der Motor warm ist – das verkürzt die Kaltlaufphase.
Meist bringt das Schnellfahren auf der Autobahn keinen messbaren Zeitgewinn (testen Sie das mal, natürlich innerhalb des Tempolimits). Der Luftwiderstand erhöht den Spritverbrauch massiv, denn er wächst im Quadrat zur Geschwindigkeit. Heißt: Der Verbrauch bei Tempo 160 liegt um die Hälfte über dem bei Tempo 100!
Kälte reduziert den Luftdruck im Reifen. Zu niedriger Druck erhöht den Rollwiderstand und damit den Verbrauch. Also: regelmäßig prüfen.
Nicht entscheidend fürs Spritsparen, aber fürs Portemonnaie: Tanken ist abends zwischen 20 und 22 Uhr meist am günstigsten. Abseits der Autobahn sind Preise im Schnitt um 20 Cent pro Liter niedriger. (Hier sind ausführliche Tipps zum günstigen Tanken und zum Jahreswechsel gilt ein besonderer Tank-Kalender.
Jeder Verbraucher an Bord kostet Sprit, weil die Lichtmaschine mehr arbeiten muss. Sitz- und Lenkradheizung (verbraucht bis zu einem Liter auf 100 Kilometer, wie der ADAC vorrechnet) steigern den Verbrauch teils deutlich – also nur bei Bedarf nutzen.
So teuer sind elektrische Verbraucher im Auto
Verbraucher | Leistung | Benzinverbrauch auf 100 km | Zusatzkosten auf 100 km bei Benzinern* | Zusatzkosten pro Stunde bei E-Autos** |
|---|---|---|---|---|
Zuheizer/elektrische Heizung | bis zu 2000 W | bis zu 2 l | bis zu 3,40 Euro | 88 Cent |
Beheizbare Front- und Heckscheibe | 800 W | 0,8 l | 1,36 Euro | 35 Cent |
Lüftung in Mittelstellung | 170 W | 0,17 l | 29 Cent | 7 Cent |
Sitzheizung | 100 W | 0,1 l | 17 Cent | 4 Cent |
Lenkradheizung | 50 W | 0,05 l | 9 Cent | 2 Cent |
Beheizbare Außenspiegel | 40 W | 0,04 l | 7 Cent | 2 Cent |
USB-Anschluss | bis 100 W | 0,1 l | 17 Cent | 4 Cent |
Zigarettenanzünderbelegung | bis 180 W | 0,18 l | 31 Cent | 8 Cent |
Radio | 20 W | 0,02 l | 3 Cent | 1 Cent |
Im Elektroauto fehlt die Abwärme des Verbrennungsmotors. Deshalb sollte der Innenraum möglichst nicht komplett aufgeheizt werden. Stattdessen punktuell wärmen – Sitz- und Lenkradheizung sind effizienter. Ein Verzicht auf die Heizfunktion schont die Antriebsbatterie und erhöht die Reichweite!
Wichtig im Winter: E-Autos mit Wärmepumpe sind effizienter. (Hier gibt es weitere E-Auto-spezifische Energiespartipps!)
Service-Links








