Suzuki Kizashi: Fahrbericht
Mit Rasse in die Mittelklasse

Weg mit dem Langweiler-Image: Suzuki stürmt mit dem Kizashi in die Mittelklasse. Das knackig gezeichnete Stufenheck soll es mit Skoda Octavia und Opel Insignia aufnehmen und protzt mit Vollausstattung für 26.990 Euro.
Kizashi? Das klingt exotisch und ist es auch. "Vorbote großer Dinge" bedeutet der Name des neuen Suzuki-Flaggschiffs. So viel Selbstbewusstsein sind wir von den Japaner eigentlich gar nicht gewohnt. Mal sehen, was die 4,65-Meter-Limousine im Alltag zu bieten hat. Erster Kizashi-Spielplatz: die Eifel. Feinste Serpentinen, güldenes Oktoberlicht und mehr als 25 Grad Lufttemperatur – eine Umgebung wie gemacht für ambitionierten Sportspaß, den nicht nur das dynamische Design des Suzuk verspricht. 178 PS aus 2,4 Litern Hubraum – da geht doch was.
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Bild: Dennis Voth
Suzuki Kizashi: Geschwindigkeits-Rekord

Bild: Dennis Voth
Der Innenraum des Kizashi gefällt, in Sachen Ergonomie gibt's nichts zu meckern. Alle Schalter sind gut bedienbar und sinnvoll platziert. Einzig die elektrisch einstellbaren Ledersitze (Serie!) mit zu kurzer Beinauflage und dem nicht vorhandenen Seitenhalt nagen am Komforteindruck. Die fehlende Höhenverstellung des Beifahrersitzes – geschenkt! Im Fond lümmeln Passagiere bis 1,80 sehr komfortabel – 2,70 Metern Radstand machen's möglich. Über 1,80 Meter wird die Luft über der Frisur dann aber doch recht dünn. Wer zu fünft reisen möchte, braucht einen schlanken Mittelmann, der mittlere Sitz ist recht schmal geraten.

Bild: Dennis Voth
Fazit: Die Mittelklasse ist Neuland für Suzuki – entsprechend viel haben sich die Japaner vorgenommen. Das Kizashi-Debüt übrzeugt, für knapp 27.000 Euro bekommt man eine top ausgestattete Limousine, die kaum einen sportlichen Vergleich zu scheuen braucht. Mehr als eine Randerscheinung wird das Suzuki-Flaggschiff in der Mittelklasse dennoch nicht werden. Fehlende Diesel-Alternativen und die Abwesenheit einer Kombi-Variante werden dem Suzuki viele Freunde kosten.
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