Der Toyota Land Cruiser ist 70 Jahre alt! Zumindest in seinen Grundzügen, denn 1951 präsentierte Toyota einen Geländewagen mit dem Namen BJ, der ausschließlich vom Militär genutzt wurde. Nach 298 Stück wurde der BJ 1954 in Land Cruiser umbenannt und auch für Privatleute angeboten. In den folgenden Jahren erarbeitete sich der Land Cruiser den Ruf eines zuverlässigen und äußerst haltbaren Offroaders und wird seit nun mehr 70 Jahren in den unterschiedlichsten Ausführungen angeboten. Wem ein konventioneller Land Cruiser dann doch etwas zu langweilig ist oder zu wenig Power hat, der sollte sich den Restomod vom amerikanischen Unternehmen TLC Automotive anschauen!
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Die Firma TLC Automotive ist eine Tochtergesellschaft des Offroad-Spezialisten Icon 4x4. Und während sich Icon 4x4 um den Umbau so ziemlich aller gängigen Offroader kümmert, widmet sich TLC Automotive ausschließlich der japanischen Legende, dem Toyota Land Cruiser. Ausgangspunkt des hier gezeigten FJ62 war ein 1988er Land Crusier, der von Grund auf neu aufgebaut wurde. Das selbstgesteckte Ziel von TLC lautet, den Offroader besser als neu dastehen zu lassen. Doch mit einer "einfachen" Restaurierung ist es nicht getan, denn wie es sich für einen gelungenen Restomod gehört, wurde die Technik grundlegend überarbeitet.
Restomods sind in der Regel automobile Ikonen von Porsche, Alfa, Mercedes, Lancia und vielen weiteren Marken, die von unabhängigen Unternehmen mit modernster Technik in die Neuzeit überführt werden. Diese Restomods haben in den letzten Jahren einen unaufhaltsamen Hype erlebt. Schon längst gibt es nicht mehr ausschließlich Sportwagen, sondern alle möglichen Arten von Fahrzeugen, darunter auch waschechte Geländewagen wie beispielsweise der Chieftain Xtreme auf Basis des Range Rover Classic. Die Auswahl ist schier unendlich.
1988 Toyota Land Cruiser FJ62 Restomod
Bis auf die grobstolligen Offroad-Reifen und die neuen Felgen hat sich optisch nichts verändert.

V8 mit 430 PS statt der serienmäßigen 155 PS

Zurück zum Land Cruiser von TLC Automotive: Das Herzstück des Umbaus ist der Motor! An Stelle des originalen 4,0-Liter-Reihensechszylinders mit 155 PS sitzt jetzt ein für amerikanische Verhältnisse standesgemäßer 6,2-Liter-LS3-V8 unter der Haube, der mit 430 PS fast drei Mal so viel Leistung bietet wie der originale Motor. Logisch, dass weitere Komponenten an die Power angepasst werden mussten. Die Kraftübertragung übernimmt ab sofort eine Viergangautomatik von GM (4L65E) und das Fahrwerk wurde von der Firma "Old Man Emu" beigesteuert.
Besonders wichtig ist TLC, dass der Land Cruiser nicht zu einem Show&Shine-Fahrzeug verkommt, sondern seine Offroad-Fähigkeiten behält und so wurde ein enormer Aufwand betrieben, der auf den ersten Blick gar nicht auffällt. TLC hat die Karosserie des FJ62 auf den Leiterrahmen eines FJ80 gesetzt, da dieser Unterbau nicht nur stärker ist, sondern auch eine hintere Pendelachse besitzt. Das Ergebnis nennt TLC FJ142. Der Clou an dem Umbau ist, dass er optisch nicht auffällt. Mit Ausnahme der grobstolligen 33-Zoll-Offroad-Bereifung von BF Goodrich und den Method-Felgen ist der Restomod optisch bewusst klassisch gehalten.
1988 Toyota Land Cruiser FJ62 Restomod
Statt des originalen 4,0-Liter-Reihensechszylinder steckt im Restomod ein V8 mit 430 PS.

Basispreis des Land Cruiser Restomods ab 125.000 Euro

Im Innenraum hat sich hingegen einiges getan. TLC hat neue Vordersitze (jetzt mit Sitzheizung) und einen neuen Dachhimmel verbaut. Außerdem wurde das Armaturenbrett so bearbeitet, dass ein Infotainmentsystem mit Navi Platz findet und es wurden im gesamten Interieur viele nagelneue OEM-Teile verwendet. Wer jetzt angefixt ist von der Idee eines klassischen Land Cruiser mit dickem V8 und moderner Technik, der muss umgerechnet mindestens 110.000 Euro (125.000 US Dollar) einplanen, denn das ist der Startpreis für die TLC-Restomods. Das hier gezeigte Exemplar kostet mit etwa 155.000 Euro (175.000 US Dollar) noch mal deutlich mehr, ist aber immer noch etwas günstiger als der Range Rover von Chieftain. Der 430 PS starke Xtreme auf Range Rover Classic-Basis schlägt mit mindestens 200.000 Euro zu Buche. Auffallen war eben noch nie günstig!