Wohnmobil-Test VW Caddy California

VW Caddy California: Wohnmobil-Test

Der Caddy California bietet große Freiheit im kleinen Camper

Klein, kompakt und beliebter denn je: Autocamper. Nun rüstet auch VW Nutzfahrzeuge auf und bietet den neuen Caddy mit Camping-Ausstattung an.
Ein Hochdachkombi ist der perfekte Kompromiss zwischen Pkw und Transporter. Das Urgestein in dieser Klasse ist der VW Caddy. Bereits in der fünften Generation bewegt der kleine Transporter Menschen und Ladung. Die neue Baureihe teilt sich nun den Modularen Querbaukasten aus dem VW-Konzern unter anderem mit dem Golf 8. Ein großer Gewinn für den Caddy, sowohl in puncto Aussehen als auch beim Fahren.

Ohne Wasserversorgung aber mit optionalem Küchenmodul

Der Kocher im oberen Auszug wird durch die Abdeckklappe vor Wind geschützt.

©Volkswagen AG

Das ist er: Multifunktional, voll vernetzt und im vollen Umfang alltagstauglich. Der kleine Camper trägt den Beinamen California, wie seine großen Brüder auf Bulli- und Crafter-Basis. California ist somit nicht einfach ein Ausstattungsname, sondern der Inbegriff von Fernweh. Beim Caddy ist das etwas anders. Für die meisten Kunden wird er wohl eher für die kleinen Urlaube zwischendurch ein treuer Partner sein. Denn der Campingzuwachs von VW kommt ohne Wasserversorgung und Sanitär daher. Zum Kochen steht ein optionales Küchenmodul im Heck mit Gaskocher und Schubladen zur Verfügung. Zur Auswahl stehen kurzer und langer Radstand sowie Varianten mit oder ohne Küchenblock. Neuerdings ist auch der Allradantrieb 4Motion verfügbar. Preislich startet der Caddy California bei 30.000 Euro. Mit langem Radstand und Allrad startet der Campingspaß beim Caddy bei 38.955 Euro. (Überblick: Campervans auf dem Caravan Salon 2021)

Das Panoramadach gewährt Blick in den Sternenhimmel

Das Panoramadach über dem Bett ist ein Highlight in dem Fahrzeug.

©Volkswagen AG

Das hat er: Unser Testfahrzeug besitzt fast alles, was die Sonderausstattungsliste von VW Nutzfahrzeuge hergibt. So summiert sich der Testwagenpreis zum Schluss auf stattliche 54.870,90 Euro. Wobei Extras wie die 17­-Zoll-­Alufelgen namens Colombo schwarz glanzgedreht mit Lasurlack in Goldbeige für 1363 Euro zwar auf Fotos schick aussehen, für Endkunden vermutlich aber eher uninteressant sind. Eine bessere Investition für nur 50 Euro mehr ist die Miniküche mit einem einflammigen Gaskocher und inklusive Wohnmobil­-Zulassung. Für einmalige Campingmomente sorgt das feste Panoramadach mit Blick in den Sternenhimmel bei Nacht! So etwas gibt es selbst bei teuren Reisemobilen nicht. Aufpreis: 976 Euro. Für etwas mehr Wetterunabhängigkeit bietet VW ein passendes Heckzelt.

Technische Daten
Motorisierung 2.0 TDI
Leistung 90 kW (120 PS) bei 2750-4250 U/min
Hubraum 1968 cm3
Drehmoment 320 Nm bei 1600-2500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 185 km/h
Getriebe/Antrieb Sechsgang manuell/Allrad
Tankinhalt/Kraftstoffsorte 50 l/Diesel
Länge/Breite/Höhe 4853/1855/1836 mm
Radstand/Bereifung 2970 mm/215/55 R 17
Leergewicht/Zuladung 1939/561 kg
Zulässiges Gesamtgewicht 2500 kg
Anhängelast (gebremst/ungebremst) 1500/750 kg
Material Wand/Dach/Boden Blech
Liegefläche Heck L x B 1980 x 1070 mm
Herd 1 Flamme
Gasvorrat/Heizung 1 x 1,8 kg/Standheizung
Grundpreis 38.954,65 Euro
Testwagenpreis 54.870,90 Euro

Eine Vielzahl an Sicherheitsassistenten ist an Bord

Höherer Fahrkomfort mit neu konstruierter Hinterachse samt Panhardstab und Schraubenfedern.

©Volkswagen AG

So fährt er: Agil, dynamisch und komfortabel. Ausschlaggebend dafür ist die neu entwickelte Hinterachse. Nun vollbringt eine längslenkergeführte Starrachse mit Panhardstab und Schraubenfedern gute Dienste in Sachen Fahrkomfort. Auch bei schnellen Kurvenwechseln während der Testfahrt bleibt der Caddy ruhig und souverän in der Spur. Die große Kopffreiheit werden vor allem Großgewachsene sehr zu schätzen wissen. Die Sitze selbst bieten auch auf langer Strecke einen guten Seitenhalt. Pluspunkte gibt es zudem für die präzise und leichtgängige Lenkung. Nicht nur den Baukasten teilen sich Caddy und Golf, sondern auch allerlei Technik. Wie aus der Pkw­-Sparte bekannt, gibt es eine Vielzahl an Sicherheitsassistenten. Serienmäßig an Bord sind ein Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrerkennung sowie ein Spurhalteassistent. Als Sonderausstattung verfügbar sind Spurwechselassistent, Verkehrszeichenerkennung, Umfeldbeobachtungssystem, Notfallassistent, Auspark- und Anhängerrangierassistent sowie Distanzregelung. Ein häufig unterschätztes Sicherheitsfeature ist gute Sicht bei Nacht. Mit den LED-Hauptscheinwerfern inklusive Schlechtwetter- und Abbiegelicht sowie dynamischer Leuchtweitenregulierung ist auch bei Dunkelheit beste Sicht gewährleistet. Mit intuitiver Bedienbarkeit und guter Zielführung ist das 2422 Euro teure Navigationssystem Discover Pro mit 10-­Zoll­-Touch­-Farbdisplay durchaus eine gute Wahl bei den Extras.

Wohnmobil-Test VW Caddy California

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Fazit: Die Basis punktet mit Sicherheit, Praktikabilität und Fahrspaß. Der California-Campingausbau ist einfach zu bedienen, selbsterklärend und für kleine Ausflüge absolut ausreichend. Und für das Panoramadach gibt es einen Extrapunkt.
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Autor: Helene Schmidt

Fotos: Helene Schmidt / Reisemobil

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