Kaufberatung VW Golf Sportsvan

VW Golf Sportsvan: Kaufberatung

Reife Leistung des Golf Sportsvan

In einer Zeit, in der die einst so beliebten Vans immer mehr durch SUVs ersetzt werden, hat es der VW Golf Sportsvan nicht leicht. AUTO BILD AUTO TEST zeigt, dass er mehr kann, als sein gemütlicher Charakter vermuten lässt.
Sollen sie ruhig spotten, die Kollegen. Seniorenauto ist noch das Netteste, was ich auf der Fotoproduktion zum Golf Sportsvan zu hören bekomme. Dann schlägt sich überraschend Fotografin Lena Willgalis auf meine Seite: "Also wenn ich mir einen Golf kaufen müsste, dann den." Endlich hat's jemand verstanden! Der Sportsvan schafft es problemlos, das gesamte Fotoequipment mit Leichtigkeit einzupacken. Spätestens beim Sitzbild im Fond bin ich, der über zwei Meter große Autor dieser Zeilen, vom Platzangebot überzeugt. Was kann falsch sein, an einem Auto, welches Platzverhältnisse im S-Klasse-Format, gepaart mit einem überaus praktischen Kofferraum, bietet und dabei auf SUV-Allüren oder unnötig große Motoren verzichtet? Schauen wir mal.

Gebrauchtwagen mit Garantie

8.479 €

Volkswagen Golf Sportsvan 1.2 TSI Trendline Einparkhilf, Benzin

100.866 km
81 kW (110 PS)
01/2015
Zum Inserat
Benzin, 5.1 l/100km (komb.) CO2 117 g/km*
8.777 €

Volkswagen Golf Sportsvan 1.6 TDI Comfortline Win, Diesel

140.700 km
81 kW (110 PS)
08/2014
Zum Inserat
Diesel, 4 l/100km (komb.) CO2 105 g/km*
8.980 €

Volkswagen Golf Sportsvan 1.6 TDI Golf VII Sportsvan Comfortline, Diesel

128.853 km
81 kW (110 PS)
11/2014
Zum Inserat
Diesel, 3.9 l/100km (komb.) CO2 103 g/km*
9.400 €

Volkswagen Golf Sportsvan 1.6 TDI Comfortline, Diesel

128.322 km
81 kW (110 PS)
11/2014
Zum Inserat
Diesel, 3.9 l/100km (komb.) CO2 101 g/km*
9.410 €

Volkswagen Golf Sportsvan 1.6 TDI Golf VII Sportsvan Trendline, Diesel

118.650 km
81 kW (110 PS)
11/2014
Zum Inserat
Diesel, 3.9 l/100km (komb.) CO2 101 g/km*
9.490 €

Volkswagen Golf Sportsvan 1.4 TSI Comfortline C, Benzin

127.171 km
110 kW (150 PS)
12/2014
Zum Inserat
Benzin, 5.6 l/100km (komb.) CO2 132 g/km*
9.755 €

Volkswagen Golf Sportsvan 1.6 TDI TRENDLINE EPH, Diesel

105.713 km
81 kW (110 PS)
10/2014
Zum Inserat
Diesel, 3.9 l/100km (komb.) CO2 103 g/km*
Volkswagen Golf Sportsvan 1.2 TSI Trendline Einparkhilf, Benzin +

18311 Ribnitz-Damgarten, Autohaus Neu GmbH Ribnitz-Damgarten

Volkswagen Golf Sportsvan 1.6 TDI Comfortline Win, Diesel +

59075 Hamm, Autohaus W. POTTHOFF GmbH

Volkswagen Golf Sportsvan 1.6 TDI Golf VII Sportsvan Comfortline, Diesel +

21335 Lüneburg, Autozentrum Uelzener Straße - Dannacker & Laudien GmbH

Volkswagen Golf Sportsvan 1.6 TDI Comfortline, Diesel +

55469 Simmern (Hunsrück), Scherer GmbH & Co. KG Simmern

Volkswagen Golf Sportsvan 1.6 TDI Golf VII Sportsvan Trendline, Diesel +

99880 Waltershausen, AHG GmbH Niederlassung Waltershausen

Volkswagen Golf Sportsvan 1.4 TSI Comfortline C, Benzin +

26180 Rastede, Nord-Automobile e.K.

Volkswagen Golf Sportsvan 1.6 TDI TRENDLINE EPH, Diesel +

96450 Coburg, Autohaus Willy Ernst GmbH

Das Fahrgefühl gleicht dem der restlichen Golf-Brüder

Der Sportsvan ist kein Dynamikwunder, gerät aber auch bei zügiger Kurvenfahrt nicht ins Straucheln.

Beginnen wir beim Namen: Der Golf Sportsvan hieß früher Golf Plus. Das war logisch betrachtet sinnvoller und zeigte sein Konzept deutlicher. Auf dem Papier findet sich das Plus zum flachen Golf: rund acht Zentimeter mehr Länge, 15 Zentimeter mehr Höhe. Das Leergewicht ab 1335 Kilogramm liegt in etwa auf Niveau des Golf Variant, der wiederum immerhin 20 Zentimeter länger als der Sportsvan ist. Preislich liegt der Sportsvan-Zuschlag bei rund 1700 Euro, 500 über dem Variant – das macht ihn in der Basis zum teuersten Golf. Die Theorie wäre damit erledigt, es folgt die Praxis, genau hier punktet der Sportsvan. Wer sich hinterm Lenkrad bemüht, das luftige Raumgefühl und die kurze Van-Stupsnase aus der eigenen Wahrnehmung auszublenden, muss sich schon mit Übermut in enge Kurven werfen, um den etwas höheren Schwerpunkt im Vergleich zum herkömmlichen Golf festzustellen. Bis auf die minimal stärkere Seitenneigung entspricht das Fahrgefühl im Sportsvan der gewohnt sehr guten Abstimmung der restlichen Golf-Brüder. Am souveränsten fahren Golf und Sportsvan übrigens beide ab 130 PS, dann sitzt im Heck nicht die simple Verbundlenkerachse, sondern eine aufwendigere Vierlenker-Konstruktion, die gerade in beladenem Zustand mehr Komfort und Präzision bewirkt. Unter anderem kommt so auch der recht hohe Preisunterschied zu den stärkeren Versionen zustande. Der Fahrsicherheit schadet aber auch die einfachere Konstruktion nicht. Mit beiden Aufhängungen ist der Golf Sportsvan recht komfortabel ausgelegt. Der für die Kompaktklasse relativ lange Radstand sorgt für einen ruhigen Geradeauslauf. Das Adaptivfahrwerk für 1045 Euro ist erst ab 130 PS bestellbar und sorgt für eine noch größere Spreizung. Ein Sportmodus, der für mehr Straffheit sorgt ist dann ebenso an Bord wie die Einstellung Comfort, die den Sportsvan gerade auf der Autobahn weich über Wellen wogen lässt – eine feine Sache. (Alles zum VW Golf Sportsvan)
Durch die Bank gefällt beim Fahren die gute Dämmung von Motor- und Fahrgeräuschen. Hier hatte der frühere Golf Plus stärkere Schwächen. Geblieben sind leider die Windgeräusche, die bei höheren Autobahngeschwindigkeiten um die A-Säule entstehen. Ansonsten beschränken sich die aerodynamischen Nachteile der größeren Stirnfläche im Vergleich auf etwas mehr Seitenwindempfindlichkeit und rund 0,3 Liter Mehrverbrauch auf 100 Kilometer.

Lob für die gute Ergonomie und die vielen praktischen Ablagen

Im Vergleich zum herkömmlichen Golf baut der Armaturenträger des Sportsvan etwas höher. So liegen Radio- und Klimabedienung noch einfacher zur Hand.

Im Cockpit finden wir – typisch VW – geradliniges Design und eine tadellose Verarbeitung. Auch die Materialanmutung genügt hohen Ansprüchen. Das größte Lob verdient die gute Ergonomie in Kombination mit den vielen praktischen Ablagen, die sich überall im Innenraum finden. Wo unser Testwagen mit Dynaudio-Soundsystem oben auf dem Armaturenträger einen Zentrallautsprecher für mehr Raumklang besitzt, gibt es ansonsten ein geräumiges Staufach mit Deckel. Eine Fülle an Optionen bieten die Sitze. Simpel, aber solide sind diese in der Basis Trendline. Für 170, respektive 126 Euro lassen sich diese mit Lendenwirbelstützen und einer Höhenverstellung für den Beifahrer aufrüsten, beides ist ab Comfortline serienmäßig. 100 Euro kostet die umklappbare Beifahrersitzlehne mit der der ohnehin schon flexible Golf Sportsvan endgültig zum Kleintransporter wird. Wer es komfortabler mag, kann ab Comfortline 625 Euro anlegen. Dafür gibt es die Ergo-Active-Sitze mit elektrischer Verstellung für die Fahrerseite und verschiebbarer Oberschenkelauflage. Sie sind stets mit hochwertigem Veloursstoff bezogen und zudem beheizbar. Das Beste zum Schluss: Der Fahrersitz verfügt mit dieser Option über eine ordentliche Massagefunktion. Für den Highline kosten die ErgoActive-Sitze nur 265 Euro.

Deutliche Klassenunterschiede bei den Ausstattungslinien

590 bis 1520 Liter lädt der Sportsvan ein. Auch dazwischen sind dank der neig- und verschiebbaren Rückbank unzählige Kombinationen möglich.

Im Fond geht die Sitzvielfalt weiter. Die Rückbank lässt sich ab Werk um 18 Zentimeter in Längsrichtung verschieben. Auch die Lehnenneigung ist verstellbar, sodass entweder dem Kofferraum die größtmögliche Fläche eingeräumt wird, oder die Hinterbänkler fürstlich thronen können. Wird die asymmetrisch geteilte Rückenlehne umgeklappt, entsteht eine Stufe, die durch den verstellbaren Ladeboden ausgeebnet wird. Eine leicht ansteigende Schräge bleibt aber bestehen. Zum Durchladen lässt sich der Lehnenteil des Mittelplatzes einzeln vorklappen, ab Comfortline sitzt hier zudem eine Mittelarmlehne für den Fond. Sie sehen, schon bei den Sitzen macht VW deutliche Klassenunterschiede, was die Linien angeht. Alle drei bieten vernünftige Ausstattungsmerkmale, die sich je nach Käufergeschmack lohnen können. Andererseits bietet die Preisliste auch viele Einzeloptionen, mit denen sich schon der Trendline prima ausstatten lässt. Die größte Schnittmenge aus guter Grundausstattung und vielfältigen Optionen bietet unterm Strich wohl der Comfortline. Bei der Fahrassistenz raten wir zur Kombination aus aktivem Spurhalteassistenten und Totwinkelwarner für 895 Euro. Unabhängig vom fahrerischen Nutzen gibt es dafür gleich mehrere Gründe. Erstens besitzt der Sportsvan in der Basis nicht mal einen Notbremsassistenten – den hat serienmäßig erst der Comfortline –, zweitens schlagen sich aktive Fahrhelfer positiv auf den Wiederverkaufswert nieder, drittens ist das große Fahrassistenzpaket mit 2540 Euro sehr teuer. Es beinhaltet zusätzlich neben LED-Scheinwerfern mit Fernlichtassistent und Kurvenlicht auch stets den Adaptivtempomaten, automatisch abblendende Spiegel und Verkehrszeichenerkennung. Das lohnt sich erst für Käufer, die ohnehin eine Vollausstattung anstreben.

Unserem Motoren-Tipp wird kein sechster Gang gegönnt

Glückwunsch: Der 150 PS starke 1.5 TSI kommt mit serienmäßigem DSG. In der 130-PS-Version ist nur das Schaltgetriebe erhältlich.

Die größte Schwäche des Golf Sportsvan ist die unflexible Motorenauswahl. Die keinesfalls geizige Basislinie Trendline gibt's nur für die Basismotoren, stärkere Versionen gehen also automatisch mit höheren Ausstattungskosten einher. Automatikoptionen in Form des Doppelkupplungsgetriebes sind praktisch nicht vorhanden, da sie allein an die stärksten Motorisierungen gebunden sind. Dem für uns empfehlenswertesten Motor, dem 1.6 TDI, wird kein sechster Gang gegönnt. Da alle Motoren schon im November 2018 auf Euro 6d-TEMP umgestellt wurden, kann hier kein Grund für die enge Modellpolitik liegen. Vielmehr könnte es am aktuellen Modellwechsel zum Golf VIII liegen, welcher die Euro-6d-TEMP-Homologation einzelner Antriebe nicht mehr lohnenswert genug erscheinen ließ. Für Sportsvan-Interessenten ist das doppelt ärgerlich, da das Modell aller Wahrscheinlichkeit nach keinen Nachfolger finden wird.

Auf dem Gebrauchtmarkt bietet die Motorenpalette mehr Vielfalt

Wer also jetzt noch einen Neuwagen im Sportsvan-Format kaufen möchte, sollte sich beeilen oder muss künftig zu den weniger praktischen SUV T-Cross oder Tiguan greifen – wir nehmen den nicht besonders geräumigen T-Roc hier bewusst aus. Wer nicht in einer fahrverbotsgeplagten Großstadt lebt, kann sich aktuell auch auf dem Gebrauchtmarkt nach einem Golf Sportsvan umsehen, wo die Motorenpalette noch mehr Vielfalt bieten würde. Müssten wir uns für einen Neuen entscheiden, sähe er aus wie folgt: Der 1.6 TDI bietet ordentlich Kraft bei geringstem Verbrauch. Ihn gibt es glücklicherweise auch als Comfortlinie, die serienmäßig bereits einige Annehmlichkeiten beinhaltet, für uns wären das Komfortsitze, Brillenfach am Dachhimmel, Multifunktions-Lederlenkrad, Parksensoren und der Notbremsassistent. Als Sonderausstattungen, die sich auch beim Wiederverkauf noch lohnen, würden wir zur Klimaautomatik greifen sowie zum Radio "Composition Media" mit Navi, zu Sitzheizung im Winterpaket und Anhängerkupplung – fertig ist der Allzweck-Golf. Ein kleiner Tipp zum Schluss: Das große Panorama-Schiebedach ist mit vielen Einzeloptionen nicht kombinierbar. Hier lohnt sich der Besuch des Online-Konfigurators.

Kaufberatung VW Golf Sportsvan

VW Golf SportsvanVW Golf SportsvanVW Golf Sportsvan

Modellpalette
1.0 TSI OPF 1.5 TSI ACT OPF 1.5 TSI ACT OPF
Motor / Hubraum R3 Turbo / 999 cm3 R4 Turbo / 1498 cm3 R4 Turbo / 1498 cm3
Getriebe (man. | autom.) 6-Gang | – 6-Gang | – – | 7-G.-Doppelkuppl.
kW (PS) bei 1/min 85 (116) / 5000-5500 96 (130) / 5000-6000 110 (150) / 5000-6000
Nm bei 1/min 200 / 2000-3500 200 / 1400-4000 250 / 1500-3500
Höchstgeschwindigkeit 192 km/h 202 km/h 212 km/h
0–100 km/h 10,5 s 9,6 s 8,8 s
Verbrauch (ECE-Mix) 4,9 l S 5,2 l S 5,3 l S
Abgas CO2 • Norm 112 g/km • Euro 6d-Temp 116 g/km 120 g/km
OPF • SCR-Kat.1) / AdBlue-Tankgröße Ja • – Ja • – Ja • –
Grundpreis 22.590 Euro | – 27.020 Euro | – – | 30.055 Euro
Fazit Für die Stadt locker ausrei- chender Basismotor. Das Drehmoment setzt bullig tief an, nimmt aber bei höherem Tempo spürbar ab. Kein Drehmomentriese, dafür wunderbar elastisch, drehfreudig und dabei laufruhig. Leider keine DSG-Option mehr. Im Alltag sparsamer als der 1.0 TSI. Die zweite Version des 1.5 besitzt noch mal mehr Dampf, was besonders bei zügiger Fahrt auffällt; kaum Mehrverbrauch; nur mit DSG zu kaufen.
Ökotrend-Wertung 3+ 3+ 3+
1.6 TDI SCR 2.0 TDI SCR
Motor / Hubraum R4 Turbo / 1598 cm3 R4 Turbo / 1968 cm3
Getriebe (man. | autom.) 5-Gang | – – | 7-G.-Doppelkuppl.
kW (PS) bei 1/min 85 (116) / 3250-4000 110 (150) / 3500-4000
Nm bei 1/min 250 / 1750-3200 340 / 1750-3000
Höchstgeschwindigkeit 194 km/h 210 km/h
0–100 km/h 11,1 s 9,3 s
Verbrauch (ECE-Mix) 4,3 l D 4,6 l D
Abgas CO2 • Norm 113 g/km 120 g/km
OPF • SCR-Kat.1) / AdBlue-Tankgröße – • Ja / 12 Liter – • Ja / 12 Liter
Grundpreis 25.730 Euro | – – | 32.710 Euro
Fazit Technisch gesehen sind die beiden Diesel identisch, die hubraumreduzierte Version ist minimal sparsamer. Sehr ärgerlich: das am besten ... ... passende Getriebe, die 6-Gang-Schaltbox, gibt es für keinen der Diesel. Es würde das angenehm hohe Drehmoment noch besser nutzen
Ökotrend-Wertung 3 3
1) SCR = Selective Catalytic Reduction: Stickoxide (NOX) werden in Stickstoff (N2) und Wasser (H2O) umgewandelt.



*Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist (www.dat.de).

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