VW ID.3 GTI im ersten Check
Aus dem GTX wird der stärkste GTI aller Zeiten
GTI statt GTX: Der sportlichste ID.3 bietet 326 PS, rote Akzente und bis zu 601 Kilometer Reichweite. AUTO BILD macht den ersten Check!
Bild: Volkswagen AG
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Wir hatten uns gerade dran gewöhnt – doch mit dem Facelift heißt der sportlichste ID.3 nicht mehr GTX, sondern GTI. Ganz so überraschend ist diese Entwicklung nicht, denn die sportliche Version des ID.Polo trägt bereits das GTI-Kürzel. Jetzt also auch der große Bruder.
Das Auto basiert auf dem ID.3 Neo. Folglich übernimmt er auch dessen Änderungen. Etwa die neu gestalteten Matrix-LED-Scheinwerfer, die beim GTI mit dem typischen roten Streifen miteinander verbunden sind. Unterhalb der Scheinwerfer verlaufen vertikale LED-Leisten – die hat nur der sportlichste ID.3. Dazu gibt's einen kleinen Frontsplitter, ein GTI-Logo und natürlich das Wabengitter im Stoßfänger, das seitlich zwei rote Akzente trägt, die an die Abschleppösen aus dem Motorsport erinnern sollen.
Apropos erinnern: Die 20-Zoll-Felgen heißen "Wörthersee" – eine Hommage an das große GTI-Treffen. 225er-Reifen sind Serie, optional lassen sich 235er bestellen. Bei der Farbe hat VW sich auf die eigenen Wurzeln besonnen. Das für die sportlichen Modelle typische "Tornadorot" ist mit dem Facelift erhältlich. Zudem kann ein neuer Grauton gewählt werden.

Das ID.3 Neo-Cockpit bekommt eine zusätzliche GTI-Taste unter dem Lenkrad und einen roten Streifen übers Armaturenbrett.
Bild: Volkswagen AG
Abstrahiertes Karo für die Sitze
Kommen wir zum Innenraum: Beim Sitzbezug stand zwar das Schottenkaro "Superclark" Pate, aber leider wurde das Muster stark abstrahiert und auf ein großes Karo reduziert. Sportsitze sind Serie, in den Kopfstützen prangt ein GTI-Logo.
Mit dem ID.3-Facelift sind auch die guten alten Knöpfe im Cockpit zu finden. Eine Besonderheit bleibt dem GTI vorbehalten: Unterhalb des Pralltopfs sitzt eine große, beleuchtete GTI-Taste. Wird die gedrückt, wechselt die Ambientebeleuchtung auf Rot, eine eigene GTI-Ansicht erscheint im digitalen Cockpit (jetzt 10,25 Zoll groß), Antrieb und Fahrwerk schärfen die Sinne und die Launch-Control-Funktion steht zur Verfügung.

Hinten sitzt man für die kompakten Verhältnisse ausreichend angenehm.
Bild: Volkswagen AG
Das lässt sich bei unserem ersten Check im Studio natürlich nicht ausprobieren. Stattdessen schauen wir uns weiter drinnen um. Die Farbgebung ist typisch GTI: Rot und Schwarz. Ein roter Strich zieht sich quer übers Armaturenbrett. Alles ist sehr gefällig auf Sport getrimmt.
Kommen wir zur wichtigsten Info: der Leistung. Laut VW sitzen wir hier im "stärksten GTI aller Zeiten". Der ID.3 GTI leistet 326 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 545 Nm zur Verfügung. Das sind exakt die Leistungsdaten des Vorgängers GTX Performance – er heißt jetzt nur anders. Der GTI soll jedoch mit 5,6 Sekunden einen Hauch schneller von 0 auf 100 km/h sprinten. Schluss ist wie gehabt bei 200 km/h.
Für ausreichend Energie sorgt ein 79-kWh-Akku. Der soll eine Reichweite von 601 Kilometer ermöglichen. Das ist aber noch nicht homologiert. Geladen wird mit maximal 183 kW. Das Laden des Akkus von 10 auf 80 Prozent soll knapp unter 30 Minuten dauern.

Dach und Heckklappe sind mit dem Facelift in Wagenfarbe lackiert.
Bild: Volkswagen AG
Bis der ID.3 GTI auf die Straße kommt, müssen wir uns allerdings noch etwas gedulden. Erst Anfang 2027 soll der Startschuss für den kompakten Elektrosportler erfolgen. Was dann konkret auf dem Preisschild stehen wird, ist noch nicht bekannt. Eine Hausnummer gibt es jedoch schon: um die 50.000 Euro werden es sein.
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