VW ID.Buzz, Dacia Jogger, Kia EV9 & Co.: Kaufberatung Familienautos
Sieben Familienautos in der großen Kaufberatung
Bild: Michael Nehmann / AUTO BILD
Vielfalt bedeutet leben – denn wer keine Wahl hat, muss mit dem ewig Gleichen zufrieden sein. Solche Langeweile droht bei Autos kaum, auch bei den sogenannten Familienautos nicht. Sie eint viel Platz und hohe Variabilität, ansonsten sind sie so verschieden wie die Mitgliedsstaaten der EU. Sieben solcher Raumwagen versammeln wir in unserer großen Kaufberatung.
Große Auswahl bei den Antrieben
Dabei reicht das Spektrum vom günstigen Hochdachkombi Dacia Jogger bis zum luxuriösen Super-SUV BMW X7. Zwischen diesen Polen tummeln sich brave SUV wie der Renault Espace oder der elektrische Mercedes EQB, Großraum-Vans wie der ebenfalls mit Strom betriebene VW ID.Buzz.

Bild: Michael Nehmann / AUTO BILD
Ebenfalls im Testprogramm: der klassisch dieselnde Hyundai Staria und mit dem Kia EV9 ein kantiges Elektro-SUV aus Südkorea. Verschiedene Antriebe, Karosseriekonzepte und auch Preis-Luxus-Verhältnisse – wir verraten, wo die einzelnen Raumschiffe ihre besonderen Stärken und Schwächen haben. Und wer mit wem am besten fährt.
BMW X7: ein bayerischer Pfundskerl
Der erste eindruck täuscht keineswegs: Im X7 gibt es Platz satt. Was man bei über fünf Metern Länge, zwei Metern Breite und knapp 1,84 Metern Höhe allerdings auch erwarten darf. In drei Sitzreihen fühlen sich bis zu sieben Gäste bestens untergebracht, ganz hinten wird es aber auch hier etwas enger. Der Kofferraum reicht von Urlaub bis Umzug, die Sitzlehnen lassen sich einzeln wegklappen, die zweigeteilte Heckklappe arbeitet elektrisch.

Der X7 steht zu seinem Fullsize-Format und versucht gar nicht, seine Größe optisch zu kaschieren. Wäre wohl auch zwecklos.
Fahrerplatz mit riesigen Displays und erhabener Sitzposition.
Zwei Einzelsitze statt Dreierbank in Reihe zwei kosten 850 Euro extra. Hinter die zweiteilige Heckklappe passen bis zu 2120 Liter Gepäck.
Fahrerplatz mit riesigen Displays und erhabener Sitzposition.
Zwei Einzelsitze statt Dreierbank in Reihe zwei kosten 850 Euro extra. Hinter die zweiteilige Heckklappe passen bis zu 2120 Liter Gepäck.
Bild: Michael Nehrmann / AUTO BILD
So ließe sich noch ewig weiter schwärmen, von toller Ausstattung (Vierzonen-Klima, Luftfederung, adaptives LED-Licht, unzählige richtig gut funktionierende Assistenten und mehr Serie), von einem außerordentlich souveränen und dennoch nicht zu durstigen Diesel, vom hohen Komfort und bemerkenswerter Fahrsicherheit. Trotz mehr als 2,5 Tonnen Leergewicht cruist der X7 ausgesprochen leichtfüßig durchs Land.
Auf den Boden der Tatsachen holt uns dann zunächst das Format zurück, das in engen Altstadtgassen und bei der Parkplatzsuche ganz schön nervt. Und dann ernüchtert natürlich der Blick in die Preisliste: Erst ab 107.100 Euro wechselt der Diesel-X7 den Besitzer, zusätzliche Annehmlichkeiten wie elektrische Sitzverstellung auch hinten, Allradlenkung oder eine Anhängerkupplung müssen dann noch extra bezahlt werden. Ein stattlicher Kerl eben, in jeder Hinsicht.
AUTO BILD-Tipp: Das richtige Familienshuttle für Gutsbesitzer. Für "Normalos" in vielem doch überdimensioniert.
AUTO BILD-Tipp: Das richtige Familienshuttle für Gutsbesitzer. Für "Normalos" in vielem doch überdimensioniert.
Fahrzeugdaten
Modell | BMW X7 xDrive 40d |
|---|---|
Motor | R6, Turbo, vorn längs + E-Motor |
Hubraum | 2993 cm³ |
Leistung | 250 + 9 kW (340 + 12 PS) |
max. Drehmoment | 720 Nm |
Antrieb | Allrad, 8-Stufen-Automatik |
Länge/Breite/Höhe | 5181/2000-2218*/1835 mm |
Leergewicht/Zuladung** | 2600/725 kg |
Kofferraum | 750–2120 l |
0–100 km/h | 5,9 s |
Vmax | 245 km/h |
Verbrauch** | 8,9 l D/100 km |
Preis | ab 107.100 Euro |
Dacia Jogger: ein einfacher Geizhals
Äußerlich der kleinste, kann der 4,55 Meter lange Jogger doch einiges wegstecken. Bis zu sieben Fahrgäste etwa, wenngleich in Reihe drei am besten nur Kinder zusteigen. Oder auch bis zu 1807 Liter Gepäck, obwohl die mittlere Sitzbank nicht ausgebaut werden kann. Zudem fallen die Polster eher schwammig und die Materialauswahl betont einfach aus.

Mit 4,55 Meter ist der Jogger der Kürzeste in diesem Feld, maximal sieben Sitze (1000 Euro Aufpreis) bietet er trotzdem.
Einfache Einrichtung: schlichtes Cockpit in sachlichem Hartplastik.
Platz ganz hinten nur für Kinder, Zustieg geht so.
Im Kofferraum fahren immerhin bis zu 1807 Liter Gepäck mit.
Einfache Einrichtung: schlichtes Cockpit in sachlichem Hartplastik.
Platz ganz hinten nur für Kinder, Zustieg geht so.
Im Kofferraum fahren immerhin bis zu 1807 Liter Gepäck mit.
Bild: Michael Nehrmann / AUTO BILD
Klar, denken wir, der kostet ja nix. Und irren. Dacia verlangt für den sparsamen Vollhybridantrieb mit Vierzylinder, zwei E-Motoren und Multi-Mode-Automatik mindestens 25.400 Euro. Wenig in diesem Feld, viel für die Rumänen. Zumal das Multimediasystem eher langsam reagiert, weder Abstandsradar noch Spurhalter oder Smartphone-Ladeanschlüsse für Reihe zwei und drei mitfahren.
Zur Belohnung lässt sich der Hochdachkombi mit SUV-Anleihen aber mühelos mit einer Vier vor dem Komma bewegen. Nicht übermäßig flott, aber doch ausdauernd und durchaus emsig. Und nur bei schwerem Gasfuß ruckelt es zuweilen im kupplungslosen Multi-Mode-Getriebe.
AUTO BILD-Tipp: Der Hybrid kostet, senkt aber wirksam den Verbrauch. Und sieben Sitze gibt es kaum günstiger.
AUTO BILD-Tipp: Der Hybrid kostet, senkt aber wirksam den Verbrauch. Und sieben Sitze gibt es kaum günstiger.
Fahrzeugdaten
Modell | Dacia Jogger Hybrid |
|---|---|
Motor | Vierzylinder, vorn quer + E-Motor |
Hubraum | 1598 cm³ |
Leistung | 104 kW (141 PS) |
max. Drehmoment | 148 Nm |
Antrieb | Front, Multi-Mode-Automatik |
Länge/Breite/Höhe | 4547/1784-2007*/1674 mm |
Leergewicht/Zuladung** | 1425/570 kg |
Kofferraum | 160–1807 l |
0–100 km/h | 10,0 s |
Vmax | 167 km/h |
Verbrauch** | 5,5 l S/100 km |
Preis | ab 25.400 Euro |
Hyundai Staria: ein krasser Kasten
Futuristische Form, klassischer Kern – so lässt sich die koreanische Bulli-Alternative zusammenfassen. Hinter der schnittigen Front brummelt ein 2,2-Liter-Diesel mit 177 PS, der lebhaft, zuweilen aber auch etwas ungehobelt zu Werke geht. Die Achtstufenautomatik wirkt beim Anfahren leicht verschlafen, bleibt sonst aber unauffällig. Auch die Federung zeigt sich im Allgemeinen durchaus verbindlich, nimmt kurzhubige Anregungen aber eher steifbeinig.

Klassisches Kastenformat: Der Staria ist jeweils fast zwei Meter hoch und breit – das schafft großzügige Platzverhältnisse.
Zwei 10,25-Zoll-Displays mit feiner Grafik und gut strukturierten Menüs. Relax-Sitze im Signature: elektrisch verstell-, beheiz- und belüftbar. Extrem variabel: Je nach Bestuhlung fasst der Kofferraum 117 bis 4935 Liter.
Zwei 10,25-Zoll-Displays mit feiner Grafik und gut strukturierten Menüs. Relax-Sitze im Signature: elektrisch verstell-, beheiz- und belüftbar. Extrem variabel: Je nach Bestuhlung fasst der Kofferraum 117 bis 4935 Liter.
Bild: Michael Nehrmann / AUTO BILD
Große Gelassenheit regiert dann im Innenraum. Auf stolzen 5,25 Metern Länge finden unterm fast zwei Meter hohen Dach maximal neun Personen oder bis zu knapp fünf Kubikmeter Gepäck Platz. Ins Fotofahrzeug passen sieben Raumfahrer, auf den mittleren Einzelsitzen mit Liegefunktion geht es dann enorm entspannt zu.
Für zusätzliches Wohlbefinden sorgen die umfangreiche Ausstattung des Siebensitzers Signature (Voll-LED-Projektionsscheinwerfer, zwei E-Schiebetüren, Nappaledersitze Serie) und pfiffige Details wie die Rückraumkamera, die auf dem Zentraldisplay das Treiben der Fondgäste zeigt. Ein gelungenes Bedienkonzept und fünf Jahre Garantie runden den Korea-Bus ab. Allerdings kostet das feine Signature-Ticket mindestens 57.550 Euro, also 9450 Euro mehr als die Basis mit neun Sitzen.
AUTO BILD-Tipp: Wer optisch auffallen möchte, ohne im Alltag Abstriche machen zu müssen, liegt beim Staria richtig.
AUTO BILD-Tipp: Wer optisch auffallen möchte, ohne im Alltag Abstriche machen zu müssen, liegt beim Staria richtig.
Fahrzeugdaten
Modell | Hyundai Staria 2.2 CRDi 4WD |
|---|---|
Motor | Vierzylinder, Turbo, vorn quer |
Hubraum | 2199 cm³ |
Leistung | 130 kW (177 PS) bei 3800/min |
max. Drehmoment | 430 Nm bei 1500-2500/min |
Antrieb | Frontantrieb, 8-Stufen-Automatik |
Länge/Breite/Höhe | 5253/1997-2285*/1990 mm |
Leergewicht/Zuladung** | 2460/570 kg |
Kofferraum | 117–4935 l |
0–100 km/h | 12,4 s |
Vmax | 185 km/h |
Verbrauch** | 8,6 l D/100 km |
Preis | ab 57.550 Euro |
Kia EV9: eine stattliche Erscheinung
Die gute Nachricht zuerst: Wer auf Allrad mit 385 PS und die luxuriöse GT-Line verzichtet, spart schon mal rund 10.000 Euro. Bleiben immer noch mindestens 72.490 Euro – viel Geld, aber auch die Basis hat schon einiges zu bieten. Etwa ein fürstliches Platzangebot für maximal sieben Reisende. Als Nachwuchsshuttle macht sich der EV9 besonders gut, weil in die zweite Reihe bei 1,61 Meter Breite locker drei Kindersitze passen und weil ganz hinten ohnehin am liebsten die Kleinen zusteigen.

Der EV9 macht optisch auf jeden Fall was her. Das Format und auch der Preis dürften seine Verbreitung aber begrenzen.
Automatikwählhebel hinterm Lenkrad, insgesamt gute Materialqualität. Platz ganz hinten noch okay, Sitzhöhe gering.
Wenn alle Lehnen umgeklappt werden, passen über 2,3 Kubikmeter in den EV9.
Automatikwählhebel hinterm Lenkrad, insgesamt gute Materialqualität. Platz ganz hinten noch okay, Sitzhöhe gering.
Wenn alle Lehnen umgeklappt werden, passen über 2,3 Kubikmeter in den EV9.
Bild: Michael Nehrmann / AUTO BILD
Allerdings muss der Fahrer sich kritische Fragen zu Größe und Gewicht seines fast 2,7 Tonnen schweren und über fünf Meter langen SUV gefallen lassen. Immerhin surrt der EV9 leise und lokal emissionsfrei durchs Land, in der 700 Nm starken Topversion mit bis zu 200 km/h auch ziemlich zügig.
Den nicht erst dann enormen Energiebedarf stillt der riesige 99,8-kWh-Akku, der dank 800-Volt-Technik schnell wieder voll ist. Und natürlich lässt er sich vortemperieren, plant der EV9 die schlauste Route, versüßt hoher Komfort die Fahrt.
AUTO BILD-Tipp: Wer sich und seiner Familie etwas gönnen will (und kann), wird mit dem EV9 seine Freude haben.
AUTO BILD-Tipp: Wer sich und seiner Familie etwas gönnen will (und kann), wird mit dem EV9 seine Freude haben.
Fahrzeugdaten
Modell | Kia EV9 AWD |
|---|---|
Motor | zwei Permanentmagnet-Motoren |
Leistung | 283 kW (385 PS) |
max.Drehmoment | 700 Nm |
Antrieb | Allrad, Eingang-Getriebe |
Akkukapazität | 99,8 kWh |
Länge/Breite/Höhe | 5015/1980-2263*/1780 mm |
Leergewicht/Zuladung** | 2640/600 kg |
Kofferraum | 333–2318 l (+ 52 l vorn) |
0–100 km/h | 5,3 s |
Vmax | 200 km/h |
Verbrauch | 24,1 kWh/100 km |
Preis | ab 82.380 Euro |
Mercedes EQB: ein tolles Format
So elektrisiert man Familien. Mit dem EQB, dem stromernden Bruder des konventionellen GLB, beweist Mercedes ein sicheres Händchen fürs richtige Format. Mit 4,68 Metern immer noch handlich genug für Großstadt-Getümmel und dichten Feierabendverkehr, lassen sich im EQB dennoch bis zu sieben Personen oder maximal 1710 Liter Gepäck unterbringen. Letzteres sicher kein Spitzenwert, aber im Alltag absolut ausreichend.

Ausreichend groß für Familien, kompakt genug für volle Straßen – das Format des EQB weiß zu gefallen. Volldigitaler Arbeitsplatz mit leicht verständlicher Bedienung. Gut nutzbarer Laderaum oder eben eine dritte Sitzreihe – der EQB ist flexibel. Praktisch: gute Variabilität mit ebenem Ladeboden und bis zu 1710 Liter Stauraum.
Bild: Michael Nehrmann / AUTO BILD
Auch sonst passt uns der EQB gut. Vorn genießen wir auf bequemen Polstern den guten Federungskomfort, große Gäste reisen in Reihe zwei wegen der flach überm Boden montierten Sitzbank aber mit stark angewinkelten Beinen. Nach ganz hinten schickt man ohnehin am besten die Kinder. Das clevere MBUX-System mit 10,25 Zoll großem Touchscreen in der Mitte lässt sich einfach bedienen, zeigt zu den Ladestationen auch deren Kapazität und Belegung.
Die Basisversion 250+ mit vernünftigen 190 PS und Frontantrieb ist ausreichend schnell, soll dank großem 70,5-kWh-Akku laut WLTP 535 Kilometer nonstop schaffen. In der Praxis muss davon wohl einiges abgezogen werden. Und dann ärgert die mit bestenfalls 100 kW nicht gerade berauschende Ladeleistung. Um von 10 auf 80 Prozent Akkustand zu kommen, dauert es halt mindestens 35 Minuten. Da sollte Mercedes nachbessern.
AUTO BILD-Tipp: Kein Schnäppchen, aber unterm Strich ein gut gemachter Familien-E-Auto, das ins Leben passt.
AUTO BILD-Tipp: Kein Schnäppchen, aber unterm Strich ein gut gemachter Familien-E-Auto, das ins Leben passt.
Fahrzeugdaten
Modell | Mercedes EQB 250+ |
|---|---|
Motor | Elektromotor, vorn |
Leistung | 140 kW (190 PS) |
max. Drehmoment | 385 Nm |
Antrieb | Front, Eingang-Getriebe |
Akkukapazität | 70,5 kWh |
Länge/Breite/Höhe | 4684/1834-2020*/1654 mm |
Leergewicht/Zuladung** | 2065/475 kg |
Kofferraum | 495–1710 l |
0–100 km/h | 8,9 s |
Vmax | 160 km/h |
Verbrauch** | 20,4 kWh/100 km |
Preis | ab 53.514 Euro |
Renault Espace: ein spezieller Typ
Vom Van zum SUV – über sechs Generationen hat der Espace sich mächtig gewandelt. Unverändert blieb es aber eigentlich immer beim variablen, geräumigen Innenraum. Ohne Aufpreis lassen sich zwei Sitze im Kofferraum dazustellen, die aber definitiv nicht für Erwachsene taugen. Werden die Sitze weggeklappt, passen ordentliche, aber keinesfalls rekordverdächtige 1714 Liter ins Heck.

Bild: Michael Nehrmann / AUTO BILD
Ansonsten geht es auf den guten Vordersitzen und der verschiebbaren Rückbank angenehm bequem zu, versüßt die umfangreiche Ausstattung (Klimaautomatik, Querverkehrswarner hinten, Navi mit Google Maps, Rückfahrkamera und mehr) die Fahrt. Das Vollhybridsystem koppelt einen Dreizylinder mit zwei Elektromotoren, leitet die Kraft über ein kupplungsloses Multi-Mode-Getriebe an die Vorderräder. Das funktioniert im Normalbetrieb recht anständig und hält den Verbrauch in erträglichen Grenzen. Jedenfalls solange man gemütlich unterwegs ist und wenig sportliche Ambitionen hegt.
Bei engagierter Fahrweise vergisst der Hybrid dann schon mal seine guten Manieren, bleibt nicht immer ruck- und lärmfrei. An anderer Stelle weiß der Franzose deutlich besser zu gefallen. Etwa mit Google-Integration, kabelloser Anbindung von Smartphones sowie Allradlenkung (ab Esprit-Alpine). Sie reduziert den Wendekreis, steigert die Handlichkeit – ein Extra, das auch teurere Autos oftmals gar nicht bieten.
AUTO BILD-Tipp: Ein lässiger Begleiter für frankophile Familienfreunde, die wenig sportliche Ambitionen hegen.
AUTO BILD-Tipp: Ein lässiger Begleiter für frankophile Familienfreunde, die wenig sportliche Ambitionen hegen.
Fahrzeugdaten
Modell | Renault Espace E-Tech Full Hybrid 200 |
|---|---|
Motor | Dreizylinder, Turbo + 2 E-Motoren |
Hubraum | 1199 cm³ |
Leistung | 147 kW (200 PS) |
max. Drehmoment | 230 Nm |
Antrieb | Front, Multi-Mode-Automatik |
Länge/Breite/Höhe | 4722/1843-2083*/1645 mm |
Leergewicht/Zuladung** | 1750/610 kg |
Kofferraum | 159–1714 l |
0–100 km/h | 8,8 s |
Vmax | 174 km/h |
Verbrauch** | 6,6 l S/100 km |
Preis | ab 43.800 Euro |
VW ID.Buzz: eine spannende Bus-Linie
Die Langversion für sieben ist gerade erst gestartet, also müssen wir uns hier mit dem fünfsitzigen Elektro-Bulli beschäftigen. Auf 4,71 Metern weiß der seine Gäste samt reichlich Gepäck sehr bequem unterzubringen. Die um 15 Zentimeter verschiebbare Rückbank lässt sich zwar nicht ausbauen, wohl aber flachlegen und mit dem Ladeboden zu einer Liegefläche umgestalten. Fürs Festival-Wochenende geht das schon mal.

Bild: Michael Nehrmann / AUTO BILD
Auf dem Weg dorthin oder in den Urlaub entpuppt sich der ID.Buzz als außerordentlich gelassener und komfortabler Begleiter. Die gängigen Assistenten sorgen für sichere Fahrt, das durchaus straffe Fahrwerk zeigt sich um Haltung bemüht, der 204 PS starke Elektromotor an der Hinterachse sorgt für ausreichendes Temperament – wenngleich 145 km/h Spitze tatsächlich recht beschaulich sind. Dass der ID.Buzz dennoch Spaß bereiten kann, liegt unter anderem an der spontanen Kraftentfaltung (typisch E-Auto) sowie dem Heckantrieb samt handlich kleinem Wendekreis.
Wer zum Nachfüllen des Akkus stoppen muss, kann bei immerhin 170 kW Ladeleistung nach rund einer halben Stunde weitertoben. Typische Elektro-Nachteile ergeben sich bei der geringen Zuladung und Anhängelast. Außerdem verschont uns auch dieser Volkswagen nicht mit gewöhnungsbedürftiger Touchbedienung sowie hohem Preisniveau – und das wird beim langen ID.Buzz nicht besser.
AUTO BILD-Tipp: Als moderne Interpretation des kultigen Bus-Konzepts absolut gelungen, aber doch recht teuer.
AUTO BILD-Tipp: Als moderne Interpretation des kultigen Bus-Konzepts absolut gelungen, aber doch recht teuer.
Fahrzeugdaten
Modell | VW ID.Buzz 77 kWh |
|---|---|
Motor | Elektromotor, hinten |
Leistung | 150 kW (204 PS) |
max. Drehmoment | 310 Nm |
Antrieb | Heck, Eingang-Getriebe |
Akkukapazität | 77 kWh |
Länge/Breite/Höhe | 4712/1985-2212*/1927 mm |
Leergewicht/Zuladung** | 2510/490 kg |
Kofferraum | 1121–2205 l |
0–100 km/h | 10,2 s |
Vmax | 145 km/h |
Verbrauch** | 22,5 kWh/100 km |
Preis | ab 64.581 Euro |
Fazit
Die Vielfalt unter den Familienautos ist beeindruckend. Ob luxuriöses Riesen-SUV oder einfacher Hochdachkombi, ob klassischer Diesel oder moderner Vollelektriker, ob aus heimischer Produktion oder aus Fernost – hier dürfte jeder seinen Favoriten finden. Allerdings erfordern einige Kandidaten wie etwa der BMW X7 oder ein Kia EV9 dann doch erheblichen finanziellen Spielraum, um die Familie beweglich zu halten.
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