VW Passat B8: Kauftipps für Jahreswagen

Dieser VW Passat kann spurlos altern

Der aktuelle VW Passat spult sorgenfrei Kilometer ab, wenn er gut behandelt wird. AUTO BILD nennt Stärken und Schwächen – und stellt drei Gebrauchtwagen mit Rabatt vor!
Der VW Passat B8 (Typ 3G) ist ein Fahrzeug, das man als Gebrauchtwagen angesichts seiner Zuverlässigkeit problemlos kaufen kann. Stimmt der Pflegezustand, steigt die Wahrscheinlichkeit, auf vielen Kilometern gemeinsam glücklich zu werden. Der clevere Interessent schaut daher nicht nur auf die Stärken und Schwächen. Jahreswagen von VW bieten unter gewissen Umständen eine Anschlussgarantie bis zum fünften Fahrzeugjahr. Sie sind jünger als zwei Jahre und waren nicht länger als 13 Monate ununterbrochen zugelassen. Sie hatten einen Vorbesitzer, sind wenig gelaufen und verfügen über eine hochwertige Ausstattung. Stöbert man aktuell auf der richtigen Gebrauchtwagenplattform, kommen eine Gebrauchtwagengarantie und ein attraktiver Rabatt obendrauf. Zum Beispiel hier: In Peine (Niedersachsen) wird ein blauer VW Passat Variant 1.4 TSI mit 37.100 Kilometern auf dem Tacho inseriert. Der Kombi wurde im Oktober 2016 zum ersten Mal zugelassen, wird als unfallfrei und scheckheftgepflegt beschrieben und soll 18.600 Euro kosten. In Waldshut-Tiengen (Baden-Württemberg) bietet ein Händler einen VW Passat Variant 1.6 TDI Comfortline an. Der silberne Kombi wurde im Mai 2018 das erste Mal zugelassen. Der VW wird ebenfalls als unfallfrei und scheckheftgepflegt beschrieben und ist bisher 24.100 Kilometer gelaufen. Kostenpunkt: 19.900 Euro.

Gebrauchtwagen mit Garantie

19.611 €

Volkswagen Passat Variant 1.6 TDI Comfortline, Diesel

35.011 km
88 kW (120 PS)
04/2018
Volkswagen Passat Variant 1.6 TDI Comfortline, Diesel +

69190 Walldorf, Alfred Hofmann GmbH

Zum Inserat
Diesel, 4.1 l/100km (komb.) CO2 107 g/km*
In Walldorf (Baden-Württemberg) wird schließlich ein schwarzer VW Passat Variant 1.6 TDI Comfortline angeboten, der laut Anzeige gerade mal 6826 (!) Kilometer gelaufen ist. Dieses Auto ist unfallfrei, aber nicht scheckheftgepflegt – was aber auch an der geringen Laufleistung liegen könnte. Der Händler verlangt 20.804 Euro.

Hohe Laufleistung drückt auf TÜV-Bilanz

Technisch betrachtet ist der VW Passat B8 ein vergrößerter Golf. Beide teilen sich die gleiche Plattform.

Der TÜV-Report 2020 stellt dem VW Passat B8 ein grundsätzlich gutes Zeugnis aus. In den Prüfkapiteln Fahrwerk, Licht und Umwelt schlägt er sich mehr als ordentlich und lässt die Zipperlein seines Vorgängers in Vergessenheit geraten. Punktabzug kann es mitunter für den Zustand der Bremsscheiben geben. Doch das liegt in vielen Fällen an der überdurchschnittlich hohen Laufleistung dieser Baureihe. Technisch gesehen ist der Passat B8 ein stark vergrößerter Golf 7. Wie sein kompakter Bruder baut er auf dem modularen Querbaukasten von VW auf. Der Radstand wuchs im Vergleich zum Vorgänger um acht Zentimeter, daher gibt es deutlich mehr Platz im Innenraum. Die zur Wahl stehenden Motoren beginnen beim 1.6 TDI mit 110 PS und reichen bis zum 280 PS starken 2.0 TSI. Die Diesel erfüllen allesamt die Euro-6-Norm und eignen sich damit auch für die Großstadt – außerdem haben sie keine Schummelsoftware. Seit Ende 2015 bietet VW zudem die Plug-in-Hybridvariante Passat GTE an. Ärger macht laut TÜV-Report nur wenig. Die Elektronik kann mit ausgefallenen Navis, Kameras und Assistenzsystemen nerven. Mancher gebrauchte Passat hat viele Dienstreise-Kilometer gesehen. Solche Exemplare werden mitunter alles andere als schonend gefahren.

Dauertest-Passat zeigt, dass VW haltbare Autos bauen kann

VW Passat (2016): Test - Dauertest - Technik

Dauertest-Passat im Check

Den beinharten 100.000-Kilometer-Dauertest bei AUTO BILD absolvierte ein Passat Variant 1.8 TSI so problemlos, dass die Redaktion den Test um 50.000 Kilometer verlängerte. Das ist bemerkenswert, weil anderen VW in der Vergangenheit auf der langen Distanz schon mal die Luft ausgegangen ist. Nicht so dem Passat: Er betörte als Platzriese mit reichlich Luxus und seiner stillen Immerda-Mentalität. Keine Reise schien dem Wagen zu beschwerlich. Der 180 PS starke Benziner setzte mit seiner Laufruhe einen bemerkenswerten Kontrapunkt zum deutlich vernehmbaren Rumoren der Diesel. Außerdem kam er bei einem beherrschten Gasfuß sogar mit weniger als acht Litern Kraftstoff aus. Das verdient Anerkennung! Aus den Ergo-Active-Sitzen wollte mancher Kollege nach einer längeren Fahrt gar nicht mehr aussteigen. Auch die variablen Dämpfer erwiesen sich als Wohltat. Im Kofferraum des Variant konnte man im Notfall sogar übernachten, der satte Klang des Dynaudio-Soundsystems war ein Genuss.
Doch die vielen Kilometer offenbarten auch Grund zur Kritik. Beispielsweise kuppelte auch dieses DSG nicht immer ruckfrei ein. Start-Stopp ließ den Motor im Stadtverkehr manchmal zu langsam anspringen. Zuweilen schaltete es den Motor so früh aus, dass die Servokraft abhanden kam. In der Folgezeit hat VW das geändert. Wer sich für einen Zweithand-Passat interessiert, der sollte diese Punkte auf der Probefahrt trotzdem einfach überprüfen. Das Gleiche gilt für die Mechanik der Massagesitze. Das Gestühl an Bord des Testwagens ächzte irgendwann bedauernswert. VW-Werkstätten schmieren daher nach Werksvorgabe ab. In puncto Infotainment litt der Test-Passat unter unglücklichen Entwicklungszyklen: Schon beim Start waren einige Assistenten nicht mehr auf dem neuesten Stand. Die Automatik des Fernlichts zeigte sich eher träge. Manche Verkehrszeichen wurden nicht erkannt. Das Navi war im Ausland unbrauchbar, weil ihm eine SIM-Karte fehlte. Kurz vor Testende war dann ein Ächzen von der Vorderachse zu hören, und die Heckklappendämpfer begannen zu rappeln. Dass die vorderen Stoßdämpfer gelegentlich "schwitzen" können, also Öl verlieren, ist bei VW bekannt.

Mechanisch leistet sich der Passat B8 kaum Schwächen

Aus zweiter Hand kann der Geschäftswagen VW Passat auch für Privateigner interessant sein.

Wer sich einen gebrauchten Passat B8 näher ansieht, dem zeigt sich ein eindeutiges Bild. Mechanisch gibt es am VW kaum etwas zu kritteln. Der 2.0 TDI mit 150 PS hat eine leichte Anfahrschwäche, doch die geht als Kleinigkeit durch. Poltern die Achsen, sollte der Passat der Wahl auf die Hebebühne und von einem Sachverständigen geprüft werden. Hinter solchen Geräuschen muss sich kein Drama verbergen, doch der TÜV-Prüfer schaut hier genauer hin. Ist die Laufleistung hoch oder eine Vergangenheit als Geschäftswagen belegbar, lohnt sich ein genauer Blick auf den Verschleiß. Klassischer Hinweis auf viele Kilometer sind Steinschläge an der Front. Der Passat B8 hat Diesel der Baureihe EA288 unter der Haube. Die haben zwar nicht alle einen SCR-Kat, erfüllen aber die Euro-6-Norm und halten lange durch. Material- und Verarbeitungsqualität an Bord stimmen. Selbst bei Fahrzeugen mit mehr als 200.000 Kilometern wirken die Schalter im Cockpit nicht nötigenfalls abgegriffen. Den Korrosionsschutz hat VW im Griff. Das hält das Risiko für Interessenten im Rahmen.
Ein anderes Thema ist die Software. Bei frühen Passat B8 konnten Navis, Kameras und zahlreiche Assistenten ausfallen. Zickt im Alter die elektrische Handbremse, kann es ziemlich teuer werden. Auch Rückrufe gab es: Der Passat B8 musste bereits wegen defekten Schlössern, flackernden Tacho-Displays oder brutal schließenden Panoramadächern in die Werkstatt.

*Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist (www.dat.de).

Stichworte:

Kombi Limousine

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.