Basispreis des Polo GTI dürfte mit dem Facelift steigen

Nur wenige Monate nach der Premiere des modellgepflegten VW Polo hat Volkswagen den Polo GTI vorgestellt. Das Wichtigste vorab: Der Motor und die Leistungsdaten bleiben gleich. Der Output des Vorgängers wurde nämlich kurz vor dem Modellwechsel noch schnell angehoben.
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Dafür rückt der Kleinwagen optisch näher an den Golf GTI und bekommt einen überarbeiteten Innenraum sowie das aktuelle Infotainment. Marktstart für das Facelift des VW Polo GTI könnte noch im Herbst 2021 sein. Die Preise dürften anziehen, aber weiterhin unter 30.000 Euro starten.

LED-Band verbindet die Scheinwerfer

Schon die reguläre Version des VW Polo ist mit dem Facelift näher an den großen Bruder Golf gerückt, dasselbe geschieht jetzt auch beim GTI. Auch hier sind die Nebelscheinwerfer ins Wabengitter des seitlichen Lufteinlasses integriert. Allerdings nicht im Zielflaggendesign, der Polo hat hier nur zwei beleuchtete Elemente pro Seite. Eine Spange in Wagenfarbe trennt sie optisch vom mittleren Lufteinlass. Neben dem Wabengitter hat das Auto natürlich noch andere GTI-Insignien: An der Front zählen dazu das Logo am Grill und der sich ebenfalls dort befindende rote Zierstreifen, der bis in die Scheinwerfer reicht. Direkt darunter schließt sich die neue Lichtsignatur an. In der Topausstattung kommt der sportliche Kleinwagen serienmäßig mit einem LED-Band im Grill und mit Matrix-LED-Technik.

Dank Sportfahrwerk kommt der Polo GTI mit serienmäßiger Tieferlegung

VW Polo GTI
Auch das Facelift kommt wieder standesgemäß mit zwei Chrom-Endrohren in der Heckschürze.

Die neuen, zweigeteilten Rückleuchten gibt's immer mit animiertem Bremslicht und dynamischen Blinkern. Neben dem roten GTI-Schriftzug unterm VW-Logo gibt sich das Auto auch durch die beiden Chrom-Endrohre und die eigenständige Schürze zu erkennen. Der angedeutete Diffusor lässt sich nur bei ganz genauem Hinsehen identifizieren, im Vordergrund steht ein waagerechtes Element in Wagenfarbe, das den Polo GTI nach unten begrenzt. Rote Bremssättel, große Räder in 17 Zoll sind Serie, 18 Zoll (wie beim Fotofahrzeug) kostet Aufpreis – und die serienmäßige Tieferlegung um 15 Millimeter durch das Sportfahrwerk rundet das Ganze ab.

Innenraum mit Karomuster auf den Sitzen

AUTO BILD hat bereits die Sitzprobe im Polo GTI Facelift gemacht. Im Innenraum fällt als Erstes das jetzt serienmäßige rote Dekor der Armaturentafel auf. Mir ist das etwas zu verspielt, man kann dieses Zierteil aber auch in einer gedeckteren Farbe bekommen. Ansonsten ändert sich hier drinnen optisch nicht so viel. Es gibt ein neues Sportlenkrad mit Schaltwippen, das jetzt mit Touchflächen ausgestattet ist, doch der Sport-Polo behält natürlich auch hier seine GTI-typischen Attribute: rote Ziernähte, schwarzer Himmel, Sportsitze mit Karomuster. Das Gestühl bietet beim Probesitzen einen guten Kompromiss aus Seitenhalt und Komfort. Anders als der Golf GTI bekommt der Polo keinen Schaltstummel, er behält seinen bewährten Gangwahlhebel.

Neues Infotainment mit größerem Serienbildschirm

Das 10,25 Zoll große digitale Cockpit mit den speziellen GTI-Anzeigen ist serienmäßig, das Infotainment ist neu. Von außen kann man das vor allem rund um den Bildschirm erkennen: Drehschalter gibt es gar nicht mehr, und die Touchflächen zur Schnellwahl wandern allesamt auf die Fahrerseite. Auch beim Polo-Topmodell lässt sich VW allerdings den größeren Touchscreen bezahlen; wer das große 9,2-Zoll-Display des Fotofahrzeugs will, der muss die Option auf der Aufpreisliste ankreuzen. Dafür wächst aber auch der Einstiegsbildschirm. Der Vorgänger kam ab Werk noch mit 6,5 Zoll, das neue Modell fährt mit acht Zoll vor. Die Software im Hintergrund hat sich auch geändert, der GTI bekommt das MIB3-Infotainment und ist damit immer online. Smartphones lassen sich per Android Auto und Apple Carplay koppeln, und zwar immer drahtlos.
VW Polo GTI
Als Topmodell ist der GTI der einzige Polo mit Touchflächen statt Knöpfen auf dem Lenkrad.

VW Polo GTI Facelift kann teilautonom fahren

Den Sport-Polo gibt es in fünf Farben, drei davon lassen sich auch mit einem schwarzen Dach kombinieren. Zu den Sonderausstattungen gehören ein Panorama-Aufstelldach, Sitzbezüge aus Velours-Kunstleder und ein "Beats"-Soundsystem mit 300 Watt sowie sechs Lautsprechern. Beim Facelift verkleinert die Soundanlage auch nicht mehr den Kofferraum, der Verstärker ist jetzt in der Reserveradmulde untergebracht.
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Außerdem gibt es wieder das "Sport Select"-Fahrwerk mit schaltbaren Dämpfern. Bei den Assistenten übernimmt der Polo GTI die Neuerungen des normalen Polo, sodass jetzt gegen Aufpreis auch teilautonomes Fahren bis 210 km/h möglich ist.

Es bleibt beim 207 PS starken Benziner

Beim Motor gibt es keine Überraschungen: Hier bleibt alles beim Alten, auch die technischen Daten ändern sich nicht. Der Zweiliter-TSI schickt 207 PS an die Vorderräder, das maximale Drehmoment liegt bei 320 Nm (zwischen 1500 und 4500 Umdrehungen pro Minute). Geschaltet wird immer per Siebengang-DSG, eine Handschaltung gibt es nicht. Für den Sprint von null auf 100 km/h benötigt der Polo GTI 6,5 Sekunden, Schluss ist bei 240 km/h. Damit der Polo GTI bei schnellen Kurvenfahrten nicht untersteuert, ist er außerdem wieder serienmäßig mit der elektronischen Differenzialsperre XDS ausgestattet.

Fazit

Optisch ist das Facelift des VW Polo GTI gelungen. Dass sich beim Motor nichts tut, wurde ja bereits früher kommuniziert, darüber sind wir bereits hinweg. Ich habe nur einen Kritikpunkt: VW könnte auch direkt den großen Infotainment-Bildschirm serienmäßig einbauen, wenn es schon Matrix-LED ab Werk gibt.