Die besten Elektroautos bis 40.000 Euro im Test
City-Stromer, Familienauto oder vielseitiges SUV – unsere Bestenliste!

Der E-Mobilität steht nicht zuletzt das eher dünne Angebot bei Elektroautos bis 40.000 Euro im Weg. Die nach Testnoten besten Vertreter dieser Preisklasse stellen wir vor.
Bild: Tom Salt
Elektroautos sind längst alltagstauglich geworden. Dennoch schrecken viele Interessenten vor den oft hohen Anschaffungspreisen zurück. Dabei gibt es inzwischen eine ganze Reihe überzeugender Modelle, die unter der Marke von 40.000 Euro bleiben und dennoch mit guter Reichweite, moderner Technik und hohem Fahrkomfort überzeugen.
Ob kompakter City-Stromer, geräumiges Familienauto oder vielseitiges SUV – auch in dieser Preisklasse müssen Käufer längst keine großen Kompromisse mehr eingehen. AUTO BILD zeigt die besten Elektroautos bis 40.000 Euro – sortiert nach ihren Testnoten.
1.
1,6
gut
Preis
36.990 EUR
PRO & KONTRA
- hohe Effizienz
- geringes Leergewicht
- agiler Fahreindruck
- schlechte bedienbare Türgriffe
- kleine, weiche Sitze
- Fahrerdisplay und HuD fehlen

2.
Lynk & Co
1,9
gut
Preis
35.995 EUR
PRO & KONTRA
- vollständige Ausstattung zum Festpreis
- moderater Testverbrauch
- gute Beschleunigung
- gefühllose Lenkung
- unübersichtliche Karosserie
- geringe Zuladung
3.
Nissan
2,0
gut
Preis
34.900 EUR
PRO & KONTRA
- Infotainment auf Höhe der Zeit
- guter Testverbrauch
- kleiner Akku bei Basisversion
- 100 kW DC-Ladeleistung

4.
Hyundai
2,1
gut
Preis
25.400 EUR
PRO & KONTRA
- gute Raumausnutzung
- ausreichend flott und effizient
- Navi für diese Klasse sehr gut
- mit guter Ausstattung nicht günstig
- Vollkasko teuer
- recht großer Wendekreis
5.
Mini
Aceman SE
2,1
gut
Preis
39.940 EUR
PRO & KONTRA
- 3 Jahre Gewährleistung
- One-Pedal-Drive möglich
- praktisches Format
- hohes Gewicht
- straffe Federung
- Ladeleistung nicht berauschend

6.
Renault
2,2
gut
Preis
32.400 EUR
PRO & KONTRA
- hohe Zuladung
- Google-System mit vielen Apps
- alltagsgerechte Fahrleistungen
- recht teuer
- Vmax dünn (150 km/h)
- lädt nur mit 100 kW

7.
Renault
2,2
gut
Preis
34.500 EUR
PRO & KONTRA
- Infotainment auf Höhe der Zeit
- Bidirektionales Laden möglich
- Gutes Preis-Leistungsverhältnis
- Kofferraum nur durchschnittlich
- hoher Einstiegspreis

8.
Fiat
Grande Panda Elektro
2,7
befriedigend
Preis
24.990 EUR
PRO & KONTRA
- modernes Infotainment
- Apple Carplay/Android Auto
- faire Einstiegspreise
- geringe Reichweite
- nur 100 kW DC-Laden

9.
BYD
Dolphin Surf Comfort 43,2 kWh
2,8
befriedigend
Preis
26.990 EUR
PRO & KONTRA
- Günstiger Einstiegspreis
- Üppige Serienausstattung
- Gut ausgenutzer Innenraum
- viel Hartplastik

10.
Dacia
Spring Electric 65
3,1
befriedigend
Preis
19.900 EUR
PRO & KONTRA
- parkfreundlich
- gute Raumausnutzung
- sehr günstiger Einstiegspreis
- sehr geringe Reichweite
- langsames Laden
- einfaches Infotainment

11.
Leapmotor
T03
3,3
befriedigend
Preis
18.900 EUR
PRO & KONTRA
- sehr günstiger Einstiegspreis
- üppige Serienausstattung
- kein Apple CarPlay
- schwache Reichweite
- schwache Ladeperformance
Typische Zielgruppen
- Pendler mit regelmäßigem Arbeitsweg
- Familien, die ein alltagstaugliches Elektroauto suchen
- Umsteiger vom Verbrenner auf ein E-Auto
- Preisbewusste Käufer, die moderne Technik unter 40.000 Euro möchten
Neuwagen, Gebrauchtwagen oder Leasing – was passt zu wem?
Die richtige Wahl hängt stark davon ab, wie viel Budget Sie haben, wie lange Sie das Auto fahren möchten und wie wichtig Ihnen Sicherheit und Planbarkeit sind. Ein Neuwagen lohnt sich, wenn Sie möglichst sorgenfrei unterwegs sein wollen: volle Garantie, moderne Assistenzsysteme und keine Vorschäden.
Ein Gebrauchtwagen ist die beste Wahl, wenn das Budget knapp ist oder das erste Auto auch mal kleine Kratzer abbekommen darf. Für Fahranfänger ist das oft sinnvoll, weil die Einstiegskosten deutlich niedriger sind. Wichtig ist hier aber: genau hinschauen – Zustand und Historie prüfen, sonst können Reparaturen schnell teuer werden. Ideal sind häufig junge Gebrauchte mit Restgarantie.
Leasing passt, wenn Sie monatlich planen möchten und sich nicht um den Wiederverkauf kümmern wollen. Sie zahlen eine feste Rate, fahren ein aktuelles Auto und geben es am Ende einfach zurück. Das lohnt sich besonders, wenn Sie gern alle paar Jahre ein neues Modell fahren. Der Haken: Das Auto gehört Ihnen nicht – Kaufoptionen werden individuell vereinbart –, und bei Schäden oder Mehrkilometern können zusätzliche Kosten entstehen.
Kurz gesagt:
- Neuwagen: maximale Sicherheit, aber teuer.
- Gebrauchtwagen: günstigster Einstieg, aber mehr Risiko.
- Leasing: planbar und bequem, aber kein Eigentum.
Testsieger: Tesla Model 3
Der Tesla Model 3 sichert sich den Testsieg unter den Elektroautos bis 40.000 Euro. Die neue Basisversion mit Hinterradantrieb leistet 283 PS und kostet ab 36.990 Euro. Trotz des günstigen Einstiegspreises müssen Käufer auf wichtige Komfort- und Technikfeatures nicht verzichten.
Im AUTO-BILD-Test überzeugt das Model 3 mit hoher Effizienz und einer praxisnahen Reichweite von 425 Kilometern. Die rund 60 kWh große LFP-Batterie lässt sich mit bis zu 175 kW Gleichstrom laden. Das Fahrwerk wurde gegenüber früheren Versionen spürbar komfortabler abgestimmt, die Lenkung arbeitet direkter und vermittelt mehr Rückmeldung.

Bild: Tom Salt
Zum Serienumfang gehören unter anderem Wärmepumpe, Navigationssystem, Sitzheizung und adaptiver Tempomat. Typisch Tesla erfolgt die Bedienung fast vollständig über den großen 15,4-Zoll-Touchscreen, der schnell reagiert und logisch aufgebaut ist. Abzüge gibt es für den Verzicht auf Apple CarPlay und Android Auto sowie die flachen Rücksitze und den vergleichsweise langen Bremsweg.
Familientipp: Renault 4 E-Tech 150 Comfort Range
Der Renault 4 E-Tech empfiehlt sich vor allem für kleine Familien. Mit 4,14 Metern Länge bietet er deutlich mehr Platz als sein Technikbruder Renault 5 und punktet mit einem großen Kofferraum. Je nach Stellung der Rückbank stehen 420 bis 1405 Liter Ladevolumen zur Verfügung, die niedrige Ladekante erleichtert das Beladen. Die Version mit 150 PS und 52-kWh-Batterie startet bei 32.400 Euro, das getestete Topmodell kostet 36.400 Euro.
Im AUTO-BILD-Test überzeugt der elektrische Franzose mit einer praxisnahen Reichweite von 335 Kilometern. Der Verbrauch liegt bei 17,1 kWh pro 100 Kilometer, geladen wird mit bis zu 100 kW Gleichstrom in rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Die 150 PS reichen für einen Sprint auf 100 km/h in 8,8 Sekunden.

Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Im Alltag sammelt der Renault weitere Pluspunkte. Das Google-basierte Infotainment, die gute Sprachsteuerung und zahlreiche Assistenzsysteme sorgen für modernen Komfort. Abzüge gibt es für die mäßige Variabilität im Innenraum, die teilweise einfache Verarbeitung und den im Klassenvergleich recht hohen Preis.
Preis-Tipp: Leapmotor T03
Der Leapmotor T03 ist eines der günstigsten Elektroautos auf dem deutschen Markt. Bereits ab 18.900 Euro gibt es den 3,62 Meter langen Viersitzer mit 95 PS, einer 37,3-kWh-Batterie und einer WLTP-Reichweite von 265 Kilometern. Trotz des niedrigen Preises ist die Ausstattung überraschend umfangreich.
Im AUTO-BILD-Test überzeugt der chinesische Kleinwagen vor allem mit seinem niedrigen Verbrauch. Mit 13,4 kWh pro 100 Kilometer erreicht er in der Praxis 262 Kilometer Reichweite und liegt damit nahezu auf WLTP-Niveau. Geladen wird mit bis zu 45 kW Gleichstrom, der Sprint auf Tempo 100 gelingt in 11,2 Sekunden.

Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Zur Serienausstattung gehören unter anderem Panorama-Glasdach, adaptiver Tempomat, zahlreiche Assistenzsysteme und ein Touchscreen-Infotainment. Abzüge gibt es für die fehlende Unterstützung von Apple CarPlay und Android Auto, die einfache Bedienung sowie die schwachen Bremsen und den mäßigen Langstreckenkomfort.
Beschleunigungs-Sieger: Lynk & Co 02
Der Lynk & Co 02 sichert sich den Sieg in der Kategorie Beschleunigung. Der kompakte Elektro-Crossover leistet 272 PS, schickt seine Kraft an die Hinterräder und sprintet in nur 5,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Mit einem Grundpreis von 35.995 Euro bleibt er dabei unter der 40.000-Euro-Grenze. Im Testwagen steckt eine 66-kWh-Batterie, die laut WLTP bis zu 445 Kilometer Reichweite ermöglicht.
Im AUTO-BILD-Test schafft der Chinese 377 Kilometer mit einer Akkuladung. Geladen wird mit bis zu 150 kW Gleichstrom, in der höheren Ausstattungslinie sogar mit 22 kW an der AC-Säule. Trotz der starken Fahrleistungen bleibt der Verbrauch mit 19,6 kWh pro 100 Kilometer im Rahmen.

Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Zur Serienausstattung gehören unter anderem ein großes Infotainment-Display, induktive Ladeschalen, zahlreiche Assistenzsysteme und ein Panorama-Glasdach. Kritik gibt es für die gefühllose Lenkung, die unübersichtliche Karosserie und die teilweise aufdringlichen Assistenzsysteme.
Wer heute bis zu 40.000 Euro für ein Elektroauto ausgibt, muss kaum noch Kompromisse machen. Reichweite, Komfort und moderne Technik gibt es inzwischen auch ohne Premium-Preisschild.
So testet AUTO BILD
AUTO BILD kombiniert im Fahrzeugtest objektive Messwerte mit intensiven Alltagseindrücken. Gerade bei Anfängerautos ist diese Mischung entscheidend – hier zählt nicht nur die reine Leistung, sondern vor allem die Beherrschbarkeit im Alltag. Bewertet wird nach einem festen Schema mit sieben Hauptkategorien: Karosserie, Komfort, Antrieb, Fahrdynamik, Konnektivität, Umwelt und Kosten.
In jede Kategorie fließen sowohl messbare Werte als auch subjektive Eindrücke ein. Für dieses Segment werden bestimmte Kriterien besonders stark gewichtet. Dazu gehören Übersichtlichkeit, ein gutmütiges Fahrverhalten, leichtgängige Lenkung und ein sicher dosierbares Bremssystem. Auch der Bremsweg hat eine hohe Relevanz, da er direkt die Sicherheitsreserven beeinflusst. Messwerte wie Verbrauch, Reichweite oder Ladeleistung liefern die objektive Basis.
Ergänzt werden sie durch Eindrücke aus dem Alltag – etwa zur Bedienbarkeit oder zum Fahrgefühl. Am Ende entscheidet der Gesamteindruck. Denn ein gutes Anfängerauto muss vor allem Vertrauen schaffen und im Alltag funktionieren – nicht nur auf dem Papier überzeugen.
Die wichtigsten Fragen zu Elektroautos bis 40.000 Euro
Welches Elektroauto bis 40.000 Euro ist das beste?
Im AUTO-BILD-Test sichert sich der Tesla Model 3 den ersten Platz. Er überzeugt mit hoher Effizienz, guter Reichweite und einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.
Welches E-Auto bietet die größte Reichweite unter 40.000 Euro?
Je nach Modell sind Reichweiten von über 400 Kilometern im Alltag möglich. Im Test überzeugen unter anderem der Tesla Model 3 und der Renault 4 E-Tech mit alltagstauglichen Reichweiten.
Welches Elektroauto eignet sich besonders für Familien?
Der Renault 4 E-Tech punktet mit viel Platz, einem großen Kofferraum und modernen Assistenzsystemen. Damit ist er eine gute Wahl für kleine Familien.
Welches Elektroauto ist besonders günstig?
Der Leapmotor T03 gehört zu den günstigsten Elektroautos auf dem Markt. Trotz seines niedrigen Einstiegspreises bietet er eine umfangreiche Serienausstattung.
Reichen Elektroautos unter 40.000 Euro für den Alltag aus?
Ja. Die meisten Modelle bieten genügend Reichweite für den täglichen Arbeitsweg und längere Ausflüge. Viele schaffen im Alltag zwischen 300 und 450 Kilometer mit einer Akkuladung.
Fazit
Elektroautos unter 40.000 Euro haben sich längst vom Nischenprodukt zur echten Alternative entwickelt. Ob effiziente Limousine, praktisches Familienauto oder günstiger City-Stromer – für nahezu jeden Einsatzzweck gibt es inzwischen passende Modelle. Die Unterschiede liegen heute weniger bei der Antriebsart als bei Reichweite, Komfort und Bedienung. Wer seine Prioritäten kennt und die Stärken der einzelnen Fahrzeuge vergleicht, findet in dieser Preisklasse überzeugende Elektroautos mit einem starken Preis-Leistungs-Verhältnis.
Service-Links

