Benziner vs. Diesel: Vergleich, Teil 2 — 15.07.2011

Der Diesel schlägt zurück

Bisher führen die Benziner 3:1 gegen die Diesel. Nun setzen die Selbstzünder zur Revanche an – und die hat es in sich. In sechs Duellen versuchen sie, die Niederlage aus Teil eins wettzumachen.

Rudolf Diesel hatte um das Jahr 1892 eine selbstzündende Idee: Wenn man die Luft im Brennraum eines Hubkolbenmotors nur hoch genug verdichtet, wird sie so heiß, dass ein Tropfen Treibstoff zur Zündung ausreicht. So funktionieren Dieseltriebwerke bis heute: Einspritzpumpen stäuben Kraftstoff in die hoch verdichtete Luft, das Gemisch entzündet sich selbstständig und drückt den Kolbenboden nach unten. Das ist thermodynamisch effizienter, doch wegen der massiveren Bauweise und der komplexen Einspritzpumpe waren Dieselmotoren stets teurer als vergleichbare Benziner.

Hier geht es zum ersten Teil des Vergleichs Diesel gegen Benziner

Audi A8: Ist ein Diesel oder ein Benziner beim großen Ringträger die bessere Wahl?

Die benötigen einen Funken, um das Gemisch im Brennraum zu zünden. Sie verdichten niedriger, sind deshalb leichter und haben bei gleichem Hubraum eine höhere Leistung. Und sie waren bisher billiger herzustellen. In Teil eins des großen Vergleichs Diesel gegen Benziner schien der Selbstzünder mit seinen eigenen Tricks geschlagen: Auch Benziner nutzen heutzutage Turbo und Direkteinspritzung, gewinnen Drehmoment und sparen Sprit. So triumphierten die Benzin-Modelle von Ford Focus, Fiat 500C und Mercedes C-Klasse über die Selbstzünder, nur der Skoda Yeti TDI besiegte den TSI. Allerdings hat die komplexere Technik auch den Kostenvorteil des Benziners verringert. Teil zwei bringt die Entscheidung. Es treten als Diesel und Benziner an: Audi A8, BMW X3, Mini Cooper, Opel Corsa, Volvo V60 und VW Jetta.

Alle Details zu den Motorenduellen gibt es in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen lesen Sie in AUTO BILD 27/2011, erhältlich auch als Download im Heftarchiv.

Hintergrund: So testet AUTO BILD

Fazit

Diesel für Vielfahrer, Benziner für Genießer, diese alte Formel funktioniert schon lange nicht mehr. Moderne Motoren, ganz gleich ob selbst- oder fremdgezündet, sind Multitalente. Sie verbinden gute Laufkultur und harmonische Leistungsentfaltung mit niedrigem Verbrauch und geringem Schadstoffausstoß. Das untermauert dieser Vergleich mit zehn Paarungen quer durch alle Auto- und Leistungsklassen. Einige Erkenntnisse drängen sich dabei jedoch auf: • Im Kleinwagen sind Benziner die bessere Wahl. • Diesel sind in großen, starken Autos besonders gut aufgehoben. • Der Saugbenziner ist tot. • Diesel und Benziner werden ähnlicher. • Vielfahrer kommen mit dem Diesel immer noch besser weg – doch der Vorsprung schrumpft.

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Kommentare zum Artikel (28)

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FNA
22.07.2011, 00:11Uhr

Stellen Sie doch endlich mal ein paar neue Leute ein, ausgewiesene Ford, Opel, Renault, Peugeot, Citroen, Fiat, Alfa Romeo, Honda, Toyota, Nissan, Mazda, Suzuki, Hyundai, Kia,
und sonstige Marken-Liebhaber, vielleicht werden Ihre Tests dann endlich wieder ausgeglichener! Ihre Wortwahl in Bezug auf Produkte mancher anderer Hersteller als VW/AUDI ist völlig aus dem Ruder gelaufen! Pfeiffen Sie Ihre Pitbulls endlich mal zurück, Sie vergraulen sich so langsam Ihre Leserschaft! Meine Meinung.

FNA
21.07.2011, 15:43Uhr

Liebe AB, was Sie sich hier leisten in Bezug auf den kleinen Opel-Diesel schlägt dem Fass
endgültig den Boden aus..., an Opels Stelle würde ich sofort alle Werbungen in Ihrer
Zeitschrift stornieren! Der 1,3er-Diesel ist keine Sportmaschine, sondern ein gut gemachtes, sparsames und robustes Triebwerk! Die Käufer wissen das, Sie offenbar nicht!
Daß gerade Sie in solcher Weise polemisieren dürfte mich eigentlich nicht wundern, klar kommt der nicht gut weg, wenn Sie gerade aus Ihrem 2ltr.-Diesel-Passat umgestiegen sind?! Welcher Ihrer VW-Loverboys hat den Artikel geschrieben?

The Fury
19.07.2011, 14:47Uhr

Das wichtigste Argument für mich GEGEN einen Diesel ist:

Diesel + Kurzstrecke = Partikelfilterprobleme

P.S.: Was ist mit der ellenlangen Anfahrschwäche beim A8 Diesel? Ist euch die nicht aufgefallen?

peter n
18.07.2011, 23:09Uhr

bin im Urlaub einen aktuellen VW Polo gefahren 1,4l 85 PS. Von innen solide, aber viel Hartplastik, das kann der Corsa definitiv besser. Die Maschine im Polo fand ich aber auch brutal unterdurchschnittlich,Testverbrauch 7,2 l . Hatte von den Fahrleistungen anfangs gedacht es wären 70 PS. Es ist nun mal bekannt wie Autobild VW immer übertrieben lobt,
Geld regiert die Welt.
Liebe Autobild, macht mal einen Bericht über die ganzen Turboschäden bei den 1,4er TSI von VW! Fahre aktuell einen alten Audi und bin sehr zufrieden, also kein VW-Hasser

Frank S.
18.07.2011, 12:24Uhr

Wenigstens Gpunkt hats begriffen,Prius Fahrer?:-)Die deutschen Autohersteller können den Japanern in Sachen Spritspartechnik außer Drecks-Dieseln nichts entgegen setzen.Diesel hat immer einen höheren Co2 Ausstoß(da höherer Energiegehalt).Sie haben die Hybrid Technik total verpennt+sich auf ihren Verkaufszahlen in China+USA ausgeruht.So werden bei VW+Co weiter die alten Motoren verkauft+man glaubt gleich ins Elektrozeitalter übergehen zu können.Bringt nur der Umwelt rein gar nichts,bevor nicht mindestens 50% des Stroms aus Solar/Wind+Wasserkraft stammen.Bei dem Tempo vor 2050 nicht vorstellbar.

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