BMW 4er Coupé/Gran Coupé/Cabrio
— 30.07.2012Neue Baureihe bei BMW
BMW wertet neue 3er-Varianten zu 4ern auf. Die neue Reihe startet als Coupé und Cabriolet (2013) sowie als Gran Coupé (2014). Von allen drei Modellen wird es auch eine sportlich-kernige M4-Variante geben.
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Gegen Aufpreis werden markante LED-Hauptscheinwerfer, zusätzliche Mattlackierungen und extragroße 19-Zoll-Räder in der Aufpreisliste stehen. Weitere Unterschiede zur 3er-Reihe betreffen die oben abgeschrägten Nierenstäbe, die eigenständige Grafik der unteren Lufteinlässe, das maßgeschneiderte M-Sportpaket sowie spezielle Farben und Materialien im Innenraum.Die Positionierung: BMW-Vertriebsspezialisten sind Meister der Höherpositionierung. Das 6er Coupé kostet rund 15.000 bis 20.000 Euro mehr als der verwandte 5er, beim 6er Gran Coupé sind es über 25.000 Euro. Das 4er-Segment ist preissensibler als die Oberklasse, doch mit nur 1000 Euro Mehrpreis zwischen 3er Limousine (F30) und 3er Coupé (E92) wird man nach dem Modellwechsel kaum davonkommen. BMW dürfte sich eher an Audi orientieren, wo das A5 Coupé bei gleicher Motorisierung 3500 Euro teurer ist als die A4-Limousine.
Die Strategie: BMW ist dabei, seine Modellpalette noch feiner zu rastern als bisher. Nach oben wäre numerisch noch jede Menge Luft – 8er, 9er –, doch nach unten wird es eng. Die neuen Frontantriebsmodelle müssten eigentlich als 0er-Reihe an den Start gehen, denn sie sind kompakter und weniger stark motorisiert als die 1er-Familie. Stattdessen werden künftig alle 1er über einen Kamm geschoren, mit Ausnahme der Zweitürer. Die bekommen zum Modellwechsel ein Upgrade und laufen ab 2013 als 2er vom Band. Auch die 3er-Reihe wird aufgesplittet. Limousine, Touring und GT behalten die ungerade Vorwahlziffer. Coupé, Cabrio und das neue Gran Coupé gehen als 4er an den Start.
M-Modelle: Die hauseigenen Tuner der M-Abteilung in Garching bei München fahren seit Kurzem eine Parallel-Strategie. Einerseits bieten sie Hardcore-M-Modelle wie den neuen M6 an, andererseits setzen sie mit den günstigeren M-Performance-Typen auf eine größere Breitenwirkung. Wird aus dem M3 demnächst ein M4? Ja. Und nein. Der M3 ist eine Ikone und bleibt uns erhalten – allerdings nur als viertürige Limousine. Coupé, Cabrio und Gran Coupé erhalten zum Verkaufsbeginn im Frühsommer 2014 die Typbezeichnung M4. Dach, Motorhaube und Kofferraumdeckel bestehen aus Kohlefaser, die Türen aus Aluminium. So soll das Gewicht unter der magischen 1500-Kilo-Marke bleiben. Trotz des Wechsels vom V8-Sauger zum aufgeladenen Dreiliter-Reihensechszylinder bleiben die M-Ingenieure dem Hochdrehzahlkonzept treu. Die noch nicht endgültig festgelegte Leistung wird zwischen 420 PS (aktueller M3) und 450 PS (M3 GTS, M3 CRT) liegen. Ein optionales Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe verspricht schnelle Schaltvorgänge ohne Zugkraftverlust. Zusätzlich zum M4 wird es möglicherweise zwei M-Performance-Editionen der 4er-Reihe geben. Eher für den Export ist der M440i gedacht, der zum Beispiel in Amerika an den Erfolg des leistungsgesteigerten 335iS anknüpfen könnte. Mit Schwerpunkt Europa wird der M440d diskutiert, der ebenfalls auf Wunsch mit xDrive-Allradantrieb zu haben wäre. Beide M-Performance-Maschinen sind mit 340 PS angeblich gleich stark.
Die Preise: Noch ist nichts entschieden, aber hinter vorgehaltener Hand werden folgende Aufpreise gegenüber der 3er Limousine berichtet:
• 4er Coupé plus 3500 Euro
• 4er Cabrio plus 10.000 Euro
• 4er Gran Coupé plus 7000 Euro.
Zum Vergleich: Der neue 3er GT soll rund 4500 Euro mehr kosten als der Viertürer.
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