Formel 1 2009

— 03.07.2009

Lom: "Es könnte einen heißen Tanz geben"

Fabrice Lom und Red Bull wollen sich von Rennen zu Rennen deutlich steigern
Red Bulls Motorenchef Fabrice Lom über den Doppelsieg in Silverstone, den zugespitzten Titelkampf und die Aussichten für den Nürburgring
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Nach der herausragenden Leistung beim Heimrennen in Großbritannien, möchte Red Bull auch beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring eine gute Formel-1-Figur machen. Mit reichlich Rückenwind aus Silverstone reist das Team um Sebastian Vettel in die Eifel, könnte dort aber wieder deutlich mehr Druck von der Konkurrenz erfahren. Wie Red Bulls Motorenchef Fabrice Lom im Teaminterview erläuterte, hat man sich dennoch vorgenommen, die Brawn-Piloten zu schlagen.

Frage: "Fabrice, Red Bull hat das Rennen in Silverstone dominiert und mit Sebastian Vettel und Mark Webber einen Doppelsieg eingefahren. Ein perfektes Wochenende für das Team..."
Fabrice Lom: "Danke. Ich würde sagen: fast perfekt. Wir haben zwar die Maximalpunktzahl geholt, allerdings ist es unser Job, für das jeweils folgende Rennen Verbesserungen zu finden - auch, wenn man auf den Positionen eins und zwei ins Ziel kommt. Nur durch dieses konstante Streben nach Perfektion können wir darauf hoffen, die Brawns vor Saisonende noch einzuholen."

Frage: "Hat euch dieses Ergebnis in eurem Glauben bestärkt, dass sich der Rennstall im Titelrennen befindet?"
Lom: "Ja, das hilft ganz gewiss. Auch wenn Silverstone eine Strecke ist, die Red Bull schon immer geschmeckt hat. Ich denke, der Wagen ist besser geworden. Damit können wir Brawn in den vor uns liegenden Rennen herausfordern. Wir müssen im Schnitt etwa vier Punkte pro Rennen mehr holen. Das ist das Ziel."

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Frage: "Sebastian Vettel wird von seinen Landsleuten in Deutschland sicherlich einen warmen Empfang bekommen. Wird diese Strecke dem Red Bull liegen?"
Lom: "Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie die Fans Michael Schumacher in Hockenheim willkommen geheißen haben. Das war immer unglaublich beeindruckend. Ich weiß nicht, ob Sebastian etwas Ähnliches erwarten kann. Ich würde es ihm jedenfalls wünschen, denn er hat es sich verdient."

"Was den Kurs anbelangt, so mache ich mir ein paar Sorgen, dass wir nicht ganz so stark sein werden wie noch in Silverstone. Der Nürburgring hat viele langsame Kurven. Zudem haben unsere Konkurrenten eine Woche mehr Zeit, um sich darauf vorzubereiten. Es könnte also durchaus einen heißen Tanz geben."

Fotoquelle: Renault
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