Charles Pic gibt am 18. März in Melbourne sein Debüt als Formel-1-Pilot

Formel 1 2012

— 02.02.2012

Pic fühlt sich wohl in der Rolle des "Underdogs"

Charles Pic bestreitet für Marussia an der Seite von Timo Glock seine erste Formel-1-Saison und will mit Ergebnissen statt mit großen Worten von sich reden machen

Im Schatten des Formel-1-Comebacks von Kimi Räikkönen und des Abschieds von Rekordstarter Rubens Barrichello ging es in der Winterpause beinahe unter, dass Charles Pic im Marussia-Team vor seiner Debütsaison im Grand-Prix-Sport steht. Der Aufsteiger aus der GP2-Serie, der am 15. Februar seinen 22. Geburtstag feiert, hat auch ohne einen gewonnenen Titel in den Nachwuchsklassen eine vielversprechende Bilanz vorzuweisen.

Die GP2-Saison 2011 schloss Pic dank zwei Siegen und fünf Podestplätzen auf dem vierten Gesamtrang ab. Zuvor war der Franzose unter anderem in der Französischen Formel Renault sowie der Renault-World-Series (WSbR) unterwegs. Mit Ausnahme der GP2 schloss Pic jede Rennserie, in der er antrat unter den besten Drei der Gesamtwertung ab, bevor er den nächsten Schritt wagte.

Vom reinen Speed her konnte es Pic im Vorjahr durchaus mit seinem Landsmann und späteren GP2-Champion Romain Grosjean aufnehmen. Eine bessere Platzierung als Rang vier in der Endabrechnung verpasste er jedoch aufgrund einiger unglücklicher Zwischenfälle im Verlauf der Saison.

Unauffälliger Aufstieg in die Formel 1

Im vergangenen November bestritt Pic den Young-Driver-Test in Abu Dhabi für das damalige Marussia-Virgin-Team, dass in dieser Saison nur noch Marussia heißt. Trotzdessen, dass der Franzose in Person von Olivier Panis ein bekanntes Gesicht im Kreise seines Managementteams weiß, verlief der Aufstieg Pics in die Königsklasse weitestgehend unauffällig.

Doch der neue Teamkollege von Timo Glock will ohnehin durch seine Leistungen auf der Strecke und weniger durch große Worte von sich reden machen. "Ich bin nicht der richtige Ansprechpartner, wenn es darum geht zu entscheiden, ob ich mich für die Formel 1 empfohlen habe", gibt sich der 21-Jährige gegenüber 'Autosport' bescheiden. "Wenn aber einige Formel-1-Teams Interesse an dir zeigen, dann musst du dich wohl bewährt haben."

Geholfen hat ihm neben seinen Leistungen in den Aufsteigerklassen sicher auch, dass sein Vater ein einflussreicher Mann auf dem französischen Automobilmarkt ist. Die finanzielle Mitgift, die Marussia für den Vertrag kassiert, soll bei fünf bis acht Millionen Euro liegen. Pics Vater tritt in Frankreich als Generalimporteur für Mercedes-LKWs auf.

Timo Glock als Maßstab

Gleichzeitig ist sich Pic voll bewusst, dass er in Königsklasse nun unter Beweis stellen muss, dass er diese Chance verdient hat. "Du musst beweisen, dass du gut genug bist, um hier bleiben zu können", sagt er. Die vergleichsweise geringen Ressourcen bei Marussia sieht Pic in diesem Zusammenhang nicht als Hindernis: "Du kannst in jedem Team zeigen, was du drauf hast."

So verspricht er sich vor allem dank seines Teamkollegen Glock einen schnellen Lernprozess. "Timo ist ein sehr guter Fahrer, der über viel Erfahrung verfügt. Wenn es dir gelingt, auf seinem Level zu fahren, dann hast du bewiesen, dass du in die Formel 1 gehörst", meint Pic. Seinen beiden Vorgängern Lucas di Grassi und Jerome D'Ambrosio gelang dies nur selten. Man darf gespannt sein, wie sich Pic in seiner ersten Saison an der Seite von Glock schlagen wird.

Fotoquelle: xpb.cc

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