Teammanager Ottmar Szafnauer peilt für 2012 Platz fünf bei den Konstrukteuren an

Formel 1 2012

— 02.02.2012

Force India will zunächst vorsichtig wachsen

Teammanager Ottmar Szafnauer sieht Force India auf dem richtigen Weg, in diesem Jahr unter die Top-5-Teams zu fahren und will nichts überstürzen

Die Saison 2011 war die bisher erfolgreichste in der Geschichte des Force-India-Teams. Auf Platz fünf in der Konstrukteurswertung (Renault) fehlten unterm Strich gerade einmal vier WM-Zähler. Während direkte Konkurrenten wie eben Renault oder auch Sauber am heiß angeblasenen Diffusor verzweifelten, kam Force India trotz eingeschränkter technischer Voraussetzungen speziell in der zweiten Saisonhälfte besser und besser in Schwung.

"Am Jahresende haben sie aufgetrumpft", hält Ex-Formel-1-Pilot Marc Surer in seiner Funktion als Experte für 'Motorsport-Total.com' fest und fragt sich: "Ich weiß nicht, ob sie da Hilfe von McLaren hatten - es sieht ganz danach aus und die anderen Teams sind überzeugt davon. Das lässt sich schwer beweisen, aber die Zusammenarbeit besteht ja."

In der Tat: Force India bezieht nicht nur Motoren von Mercedes, sondern ist auch eine Technologiepartnerschaft mit McLaren eingegangen. McLaren-Ingenieur Simon Roberts war es, der das indische Team in der Saison 2010 entscheidend nach vorn brachte. Wenngleich Roberts inzwischen zu McLaren zurückgekehrt ist, so hat er bei Force India doch nachhaltig Eindruck hinterlassen.

Konzentration auf das Wesentliche

Für Teammanager Ottmar Szafnauer liegt es auf Hand, wie die Truppe rund um Teamchef Vijay Mallya trotz der vergleichsweise niedrigen Personalzahl (gut 300 Mitarbeiter) und des begrenzten Budgets (90 Millionen Euro) nur vier Punkte weniger einfahren konnte als Renault. "Wir haben uns auf das Wesentliche konzentriert", so der Teammanager gegenüber 'auto motor und sport'.

Zum Vergleich: Renault beschäftigte in der Saison 2011 gut 500 Mitarbeiter und verfügte über ein Budget in Höhe von 125 Millionen Euro. Hätte Force India über ähnliche Voraussetzungen verfügt, dann "hätten wir schneller gelernt und schneller produziert", ist sich Szafnauer sicher und verweist darauf, dass "wir in Brasilien das viertschnellste Auto im Feld hatten".

Mit einem größeren Budget und mehr Personal im Team "hätten wir diesen Stand schon viel früher in der Saison erreicht und wären dann sicher auf dem fünften Platz, vielleicht sogar auf dem vierten gelandet", rechnet Szafnauer vor.

Fünf bis zehn Prozent mehr Personal anvisiert

Für die bevorstehende Saison 2012 ist ein Vorstoß unter die besten fünf Teams das erklärte Ziel bei Force India. "Wenn wir nächstes Jahr 330 Leute im Team haben, sollte Platz fünf möglich sein", glaubt der Teammanager und ist der Ansicht, dass für einen ernsthaften Angriff auf den WM-Titel mindestens 450 Mitarbeiter notwendig sind. Für 2012 plant das Team laut Szafnauer zunächst vorsichtig zu wachsen: "Fünf bis zehn Prozent mehr Leute zum Beispiel in der CFD-Abteilung."

Um das erklärte Ziel zu erreichen, wird bei Force India derzeit fieberhaft gearbeitet. "Wir sind gerade dabei, unseren eigenen Simulator zu integrieren. Er wird im Februar voll einsatzfähig sein", offenbart Szafnauer und hält fest, dass dieser ausschließlich für Entwicklungsarbeit bestimmt ist. "Im McLaren-Simulator arbeiten wir am Setup", sagt er. Über eine Aufrüstung des Windkanals wolle man im Team "Anfang dieses Jahres" entscheiden.

Fotoquelle: Force India

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