Für Martin Brundle ist derzeit Jenson Button (re.) die Nummer Eins bei McLaren

Formel 1 2012

— 05.02.2012

Brundle: Button hat im Team die Oberhand gewonnen

Martin Brundle ist der Meinung, dass Jenson Button Lewis Hamilton bei McLaren den Rang abgelaufen hat: "Das sollte Lewis zu denken geben"

Als Jenson Button nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2009 von Brawn zu McLaren wechselte, sorgte dieser Schritt bei vielen Experten für Verwunderung. Viele Beobachter waren der Meinung, dass Button gegen Lewis Hamilton dort klar den Kürzeren ziehen würde. Hamilton ist schließlich eine Art Eigengewächs bei McLaren, wurde schon zu Kartzeiten von Ron Dennis gefördert und war im Team fest integriert und überaus beliebt. Darüber hinaus bestanden damals immer noch Zweifel über die wahren Fähigkeiten Buttons, die nach dem WM-Titel im damals lange Zeit dominierenden Brawn nicht objektiv eingeschätzt werden konnten.

Zwei Jahre später sind diese Zweifel jedoch vollständig beseitigt. Button hat sich nicht nur fest bei McLaren etabliert, sondern war 2011 auch der erste Fahrer, der Hamilton im Teamduell geschlagen hat . Für den ehemaligen Formel-1-Fahrer und heutigen TV-Experten Martin Brundle steht Button damit in einer Reihe mit Hamilton, Sebastian Vettel und Fernando Alonso. "Ich glaube, man muss JB auch dazuzählen. Er hat nun mehrfach bewiesen, was für ein Weltklasse-Fahrer er ist", sagt Brundle im Gespräch mit 'Sky Sports'. "Er hat im Team die Oberhand gewonnen. Das sollte Lewis zu denken geben."

Von Beunruhigung war am vergangenen Mittwoch bei der McLaren-Präsentation, bei der auch Brundle zu Gast war, bei Hamilton jedoch nichts zu spüren. "Er war locker drauf und schien glücklich zu sein, aber die Fahrer wollen jetzt auch unbedingt ins Auto", so der Eindruck des 52-Jährigen. "Sie wollen jetzt auf die Strecke gehen, und beim Test in Jerez haben sie endlich die Gelegenheit dazu", so der Brite.

Für Brundle zählen die kommenden Wochen zu den wichtigsten des gesamten Rennjahres. "Das ist der alles entscheidende Zeitraum im ganzen Jahr. Wenn du mit dem Auto auf die Strecke gehst und merkst, dass grundsätzlich etwas nicht stimmt, ist eine schlechte Saison schon programmiert. Kleinigkeiten kannst du zwar noch aussortieren, aber der Rückstand wird bleiben", erklärt der Brundle. "Ein Auto, das sich vom ersten Moment an gut anfühlt, ist die beste Basis für eine gute Saison."

Am Ende des Gesprächs machte der ehemalige Teamkollege von Michael Schumacher anschaulich, was im Gehirn eines Rennfahrers beim ersten Test mit einem neuen Auto abläuft: "Du fährst in die erste Kurve und denkst: 'Das fühlt sich gut an.' Dann beschleunigst du und spürst: 'Oh, gute Traktion...guter Speed auf der Geraden.'" Doch als ehemaliger Fahrer weiß Brundle, dass alle Gefühle und Eindrücke letztendlich nicht entscheidend sind. "Am Ende zählt in diesem Geschäft nur die Rundenzeit. Die Stoppuhr lügt nie."

Fotoquelle: xpb.cc

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