Kimi Räikkönen muss beim Comeback in einigen Bereichen von Null anfangen

Formel 1 2012

— 05.02.2012

Kimi 2012 - Was Räikkönen neu lernen muss

Neue Technologien, neue Rennstrecken, neue Kollegen - Kimi Räikkönen wird bei seiner Rückkehr in die Formel 1 mit einer Vielzahl von Neuerungen konfrontiert

Nach 868 Tagen Pause wird Kimi Räikkönen am 18. März 2012 in Melbourne erstmals wieder in ein Formel-1-Rennen starten. Nach einem zweijährigen Ausflug in die Rallye-Szene kehrt der "Iceman" wieder in die Rennserie zurück, in der er 2007 Weltmeister wurde. Doch in vielen Bereichen wird der Meister von einst in dieser Saison wieder zum Lehrling. Denn auch wenn zwei Jahre auf den ersten Blick keine lange Zeit sind, so hat sich seit Ende 2009 in der Formel 1 doch vieles verändert.

Eine völlig neue Erfahrung wird für den Finnen der Start mit einem vollgetankten Auto sein. Während seiner ersten Formel-1-Karriere war das Nachtanken noch erlaubt, erst nach seinem Ausstieg wurde es zur Saison 2010 verboten. Da Räikkönen noch nie mit einem solch schweren Auto gefahren ist, wurde dieses Szenario schon einmal beim Privattest mit dem R30 in Valencia simuliert.

Das sportliche Reglement wurde ebenfalls geändert. War 2009 Teamorder noch untersagt, wurde dieses Verbot, welches ohnehin nie lückenlos überwacht werden konnte, mittlerweile abgeschafft. Auch im Zweikampfverhalten muss Räikkönen umdenken und defensiver fahren, denn ab dieser Saison dürfen die Fahrer zur Abwehr eines Angriffs nur noch einmal die Straßenseite wechseln. Kehren sie anschließend auf die Ideallinie zurück, müssen sie ihrem Kontrahenten mindestens eine Wagenbreite Platz lassen. Diese Regel ist allerdings nicht nur für den Finnen, sondern für alle Fahrer neu.

DRS neu, KERS alter Hut

Zwar liegen zwischen dem Lotus-Renault E20 und dem Ferrari F60, mit dem Räikkönen sein letztes Rennen bestritt, auf den ersten Blick keine Welten, doch an einige technische Neuerungen muss sich der 32-Jährige dennoch gewöhnen. So ist das DRS für ihn völlig neu. Obwohl der "Iceman" als einer der zweikampfstärksten Fahrer in der Formel 1 bekannt war, wird er dieses Hilfsmittel beim Überholen sicherlich dankbar annehmen und im Rennen gerne anwenden.

Im Übrigen durfte Räikkönen auch bei seinem letzten Auftritt in der Formel 1 einen Flügel des Autos verstellen, damals betraf dies jedoch den Frontflügel. Keine Neuerung ist für ihn KERS, denn 2009 war Ferrari eines von vier Teams, die das System eingesetzt hatten. Einen Schritt voraus sind ihm seine Kollegen beim Verständnis der Reifen, seinen bislang letzten Grand Prix fuhr der Finne noch auf Gummis aus dem Hause Bridgestone.

Unbekannte Strecken und Kollegen

Und auch das Lernen neuer Rennstrecke ist für den Weltmeister von 2007 in diesem Jahr wieder angesagt. Auf den Kursen in Indien und Südkorea ist Räikkönen noch nie gefahren. Gleiches gilt für die Strecke in Austin, wo er allerdings keinen Nachteil gegenüber seinen Konkurrenten hat, da dieser Kurs für alle neu ist. Nicht mehr im Kalender vertreten ist im Vergleich zu seiner bislang letzten Formel-1-Saison das Rennen in der Türkei, welches der Finne bei der Premiere 2005 gewonnen hatte.

Schließlich wird Räikkönen 2012 auch einige neue Gesichter in der Startaufstellung kennenlernen. Gegen 10 seiner 23 Kontrahenten des Jahrgangs 2012 ist er bisher noch kein Rennen gefahren. Gleiches gilt für die Teams Caterham, Marussia und HRT, während Toyota aus der Formel 1 verschwunden ist und Brawn nun Mercedes heißt.

Fotoquelle: Lotus

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