Fernando Alonso gibt sich angesichts der Jerez-Zeiten unbeeindruckt

Formel 1 2012

— 11.02.2012

Alonso: "Zeiten bedeuten nichts"

Fernando Alonso erkennt am neuen Ferrari F2012 Fortschritte und Problemzonen zugleich und führt seine Freitagszeit auf die Reifen zurück

Ferrari-Pilot Fernando Alonso markierte am letzten der vier Testtage in Jerez de la Frontera die Tagesbestzeit. Mit 1:18.877 Minuten war der Spanier am Steuer des neuen F2012 gut 0,7 Sekunden schneller als Jean-Eric Vergne im Toro Rosso STR7 und Sebastian Vettel im Red Bull RB8.

Wie ernst die von Alonso gefahrene Zeit zu nehmen ist, ist allerdings fraglich. Das ist auch dem zweifachen Weltmeister selbst klar. "Die Zeit bedeutet gar nichts. Gleiches gilt für die Zeiten der vorangegangenen Tage", stellt Alonso klar und erklärt, dass er am Donnerstag "hauptsächlich mit den Hard-Reifen gearbeitet hat, während die anderen die Soft-Reifen drauf hatten". Am Schlusstag "hatten wir die Softs aufgezogen, die anderen vielleicht nicht."

Die Kinderkrankheiten, welche den F2012 in Jerez zuweilen noch lahmlegten, ärgern Alonso. "Darauf hätten wir verzichten können", so der Ferrari-Pilot, der dem Test insgesamt dennoch etwas Positives abgewinnt: "Über den gesamten Zeitraum des Tests haben wir uns stark verbessert."

Gleichzeitig gibt Alonso zu bedenken: "Es gibt noch viel zu tun, speziell auf den Gebieten der Aerodynamik und der Zuverlässigkeit." Von der Laufleistung der Konkurrenz lässt sich der Spanier (noch) nicht beeindrucken. "Wir werden sehen, ob es wirklich ein Zeichen von Stärke ist, so früh so viele Kilometer abzuspulen", sagt er und erinnert an das vergangene Jahr. "Damals fuhren wir am ersten Tag viele Runden. Wir alle wissen, wie sich die Dinge anschließend entwickelten..."

Fakt ist: Während Ferrari dem neuen F2012 in Jerez mit Alonso und Felipe Massa am Steuer knapp 1.200 Kilometer aufbrummte, kam Lotus mit dem E20 im selben Zeitraum auf fast 600 Kilometer mehr. Die Scuderia ist damit das Team, das mit seinem neuen Boliden bis dato die wenigsten Kilometer auf der Habenseite hat.

Genau wie Massa betont auch Alonso, dass im neuen Ferrari noch reichlich Potenzial für Verbesserungen steckt. "Nahezu alles am Auto ist neu. Nur sehr wenige Teile wurden vom vergangenen Jahr übernommen und es gibt eine Menge Innovationen, die im Vergleich zum Vorjahr in einer anderen Philosophie begründet liegen."

Als ein Beispiel dafür stellt der Spanier die neue Servolenkung heraus. "Sie ist komplett neu. Wir haben während der vergangenen Tage viel Zeit damit verbracht, sie zu verstehen." Am Freitag sah man in diesem Bereich laut Alonso "erstmals Fortschritte".

Im Hinblick auf die nächste Testwoche vom 21. bis 24. Februar in Barcelona rechnet der Spanier mit einer Steigerung der Performance. "Obwohl das Auto sehr komplex ist, haben wir in Jerez sofort die erwarteten Rückmeldungen bekommen, sobald wir Veränderungen vornahmen. Tiefgründige Setup-Arbeit konnten wir aber noch nicht betrieben, weshalb ich davon ausgehe, dass wir einen weiteren Schritt nach vorn machen werden, sobald wir uns intensiver damit befassen können."

Die Tatsache, dass er am Schlusstag der ersten Testwoche nur 39 Runden und damit so wenige Umläufe wie kein anderer Fahrer zustande brachte, führt Alonso darauf zurück, dass "die Veränderungen, die notwendig waren, um unser Programm abzuspulen, sehr viel Zeit in Anspruch genommen haben". "In Barcelona wird es anders aussehen. Dort werden wir im Vergleich zum Test hier viel besser vorbereitet sein", versichert der Ferrari-Pilot.

Fotoquelle: Ferrari

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