Robert Kubica: Die Zweifel an einem Formel-1-Comeback werden größer

Formel 1 2012

— 11.02.2012

Kehrt Kubica jemals zurück?

Um Robert Kubica ranken sich seit geraumer Zeit mehr Unwägbarkeiten und Vermutungen als Fakten - Die Chancen auf ein Comeback schwinden

Ob Robert Kubica nach seinem schweren Rallye-Unfall vom 6. Februar 2011 jemals wieder ein Formel-1-Rennen wird bestreiten können, ist ungewiss. Aus Italien drangen in der vergangenen Woche Informationen ans Tageslicht, wonach der Pole . Die Hoffnung ist in diesem Fall wohl eher Vater des Gedanken, da derzeit niemand weiß, ob Kubica bis dahin wieder fit sein wird.

Gegenwärtig verbringt der bei den Valencia-Tests so vielversprechend ins Jahr 2011 gestartete ehemalige Renault-Pilot vier bis fünf Stunden am Tag mit Physiotherapie. Zu der ohnehin langwierigen Rekonvaleszenz in Folge seines Rallye-Unfalls kam im Januar ein weiterer Rückschlag, als sich der 27-Jährige bei einem Sturz beim Spazierengehen den rechten Knöchel brach.

Das Hauptproblem ist jedoch nach wie vor die arg in Mitleidenschaft gezogene rechte Hand Kubicas. Auch wenn er kürzlich wieder hinter dem Steuer eines PKWs mit Automatikgetriebe saß, so ist die Bewegungsfreiheit der rechten Hand nach Auskunft der Ärzte bis heute nicht wiederhergestellt. Speziell ein Drehen des Handgelenks fällt dem Polen nach wie vor schwer.

Rechte Hand nach wie vor die Problemzone

Die körperlichen Voraussetzungen, einen Formel-1-Boliden zu steuern, sind damit alles andere als optimal. Zwar gehen die Ärzte davon aus, dass die Nervenstränge der rechten Hand wieder zusammenwachsen werden, allerdings weiß derzeit niemand, wie lange das noch dauern wird.

Erst wenn Kubica tatsächlich irgendwann in einen Rennsimulator und später zu Testzwecken in ein Formel-1-Cockpit zurückkehren sollte, wird man wissen, ob ein Comeback im Bereich des Möglichen liegt oder nicht. Die Wahrscheinlichkeit für eine Wendung zum Positiven wird jedenfalls nicht größer, je länger die Abwesenheit und der Mangel an verlässlichen Informationen andauern.

Wie verhält sich Ferrari?

Da der vormalige Vertrag mit dem ehemaligen Renault- und jetzigen Lotus-Team inzwischen hinfällig ist, erscheint ein Ferrari-Test in der Tat wahrscheinlicher. Die Italiener hatten in der Vergangenheit bereits ihr Interesse an Kubica kundgetan und verfügten über eine Option auf den Polen für die Saison 2011. Diese ließ man zwar verstreichen, aus den Absichten, ihm bei einem möglichen Comeback zu unterstützen, machte man in Maranello aber nie ein Hehl.

Solange der Beweis für Kubicas Fitness nicht gegeben ist, ist in diesem Zusammenhang auch die Frage nach einer möglichen Nachfolge von Felipe Massa müßig. Zwar läuft der Vertrag des Brasilianers zum Ende der Saison 2012 aus. Ferrari verfügt jedoch neben Kubica über reichlich andere Optionen für das zweite Cockpit neben Fernando Alonso. Auch eine Verlängerung von Massas Kontrakt ist nicht ausgeschlossen, vorausgesetzt der langjährige Ferrari-Pilot findet in diesem Jahr wieder zur bewährten Form zurück.

Fotoquelle: xpb.cc

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