Peter Sauber sieht James Key nicht als großen Verlust für sein Team

Formel 1 2012

— 14.02.2012

Sauber: "Zusammenarbeit mit Key lief nicht wie erhofft"

Peter Sauber sieht den Abgang von Technikchef James Key keineswegs als großen Verlust und fordert 2012 eine konstantere Saison

Das Sauber-Team bestätigte kürzlich, dass Technikchef James Key das Team verlassen hat. Ein bitterer Verlust für die Schweizer Truppe, denn der Brite genießt in Formel-1-Kreisen einen hervorragenden Ruf. Adrian Sutil hatte den früheren Force-India-Technikchef vor Jahren als Schlüsselperson bezeichnet und auch bei Sauber erkannte man nach seinem Eintreffen kurz nach Saisonstart 2010 rasch Fortschritte .

Doch nun meint Peter Sauber überraschenderweise, dass Key langfristig nicht ins Team gepasst hatte. "James wechselte in einer Phase zu uns, als wir den schmerzvollen Wandel vom Hersteller-Team zum Privat-Rennstall durchmachen musste", spielt der Sauber-Boss gegenüber 'Formula1.com' auf die Folgen des BMW-Ausstiegs an. "Er war einer der Schlüsselfaktoren, dass wir wieder Stabilität erlangten."

Sauber bemängelt Zusammenarbeit mit Key

Ein Zustand, der aber nicht dauerhaft anhielt: "In der folgenden Phase wurde es immer offensichtlicher, dass die Zusammenarbeit nicht so funktioniert, wie von beiden Seiten erhofft. Daher war es die einzig logische Schlussfolgerung, wieder getrennte Wege zu gehen."

Key sorgte bei Sauber zu Saisonauftakt 2011 für großen Ärger, als das Team in Melbourne die sensationellen Plätze sieben und acht und damit zehn WM-Punkte verlor, weil der Heckflügel nicht dem Reglement entsprach. Eine Schlampigkeit hatte zu diesem heftigen Rückschlag geführt.

Zudem gelang es dem Team nicht, den Aufwärtstrend Anfang 2011 über die Saison hinweg aufrecht zu erhalten. Schuld war vor allem, dass der C30 nicht mit einem auspuffangeblasenen Diffusor nachgerüstet wurde. Das darf aber auch auf das geringe Budget der Truppe zurückgeführt werden.

Sauber fordert 2012 mehr Konstanz

2012 fordert Sauber jedenfalls mehr Konstanz: "Die Saison 2011 war in zwei Teile unterteilt. Wir hatten eine gute erste und eine schwierige zweite Hälfte. Dieses Jahr müssen wir unsere Entwicklungsressourcen besser verteilen, damit wir uns über die gesamte Saison hinweg verbessern und unsere Position verteidigen können. Wir wünschen uns den gleichen Start wie im Vorjahr, wollen dann aber das Niveau halten. Wenn wir das schaffen, dann sieht die Abrechnung viel angenehmer aus." Ein anspruchsvolles Ziel, zumal Key nicht nachbesetzt wird.

An seinen Piloten hat Sauber jedenfalls nichts auszusetzen, obwohl Kamui Kobayashi in der zweiten Saisonhälfte den Erwartungen nicht immer entsprach. Das liegt aber laut Sauber nicht daran, dass er der Aufgabe als Teamleader nicht gewachsen wäre, sondern vor allem am Auto: "Man kann ihm nicht alleine die Schuld geben, denn die Performance des Autos war nicht mehr annähernd dort, wo sie in den ersten Monaten war. Als sich die Saison dem Ende zuneigte und wir unsere Position gegen Toro Rosso verteidigten, war Kamui wieder voll da und bestätigte, dass wir uns auf ihn verlassen können."

Fotoquelle: Sauber

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