Bruno Senna fuhr in Jerez über 1.100 Kilometer im neuen Williams

Formel 1 2012

— 14.02.2012

Senna: Nach Barcelona sind wir schlauer

Bruno Senna misst den Testzeiten aus Jerez keine allzu große Bedeutung bei - Erst der kommende Test in Barcelona werde Hinweise auf das Leistungsniveau liefern

Eine Bestmarke kann Bruno Senna in der Formel-1-Saison 2012 schon für sich verbuchen: Kein Fahrer war bei den Testfahrten in Jerez fleißiger als er. Der Brasilianer fuhr in der vergangenen Woche insgesamt 249 Runden auf der spanischen Strecke, was zusammengerechnet der Renndistanz von rund 3,5 Grands Prix entspricht. Seine Zuverlässigkeit hat der neue Williams FW34 damit bereits unter Beweis gestellt. Allerdings war das keine Ausnahme, von einigen kleineren Problemen abgesehen präsentierten sich die Fahrzeuge des neuen Jahrgangs als äußerst standfest.

Beim Blick auf die Zeitenliste war bei Williams noch kein deutlicher Forstschritt im Vergleich zum Vorjahr zu erkennen. Senna fuhr seine schnellste Runde in einer Zeit von 1:20.132 Minuten, damit war er 15. von 23 Fahrern, die in den vier Tagen in Jerez testeten. Auf die Bestzeit von Romain Grosjean, der im Lotus schnellster Fahrer in einem neuen Auto war, fehlten rund 1,7 Sekunden . Wie die meisten Experten ist jedoch auch der Brasilianer der Meinung, dass die Zeiten aus Jerez noch nicht viel aussagen: "Das lässt sich nur schwer einschätzen, da wir nicht das gleiche Programm wie die anderen gefahren sind", wird Senna von 'Autosport' zitiert.

Der Williams-Pilot ist jedoch der Ansicht, dass sein Team im Vergleich zum desaströsen Vorjahr, als Williams abgeschlagen auf Rang neun der Konstrukteurswertung landete, einen Schritt nach vorne gemacht habe. "Ich glaube aber, dass wir mit den anderen Leuten im Mittelfeld auf Augenhöhe sind", so Senna. Einen Aufschluss darüber verspricht sich der 28-Jährige von den Testfahrten in der kommenden Woche. "Aber die Wahrheit sehen wir erst in Barcelona. Dort werden alle ein ehrlicheres Testprogramm fahren, dann sind wir schlauer."

Auch die Charakteristik der Strecke von Jerez mache eine Einordnung des Kräfteverhältnisses schwierig: "Jede Strecke ist anders. Jerez ist sehr speziell, was das Fahrfahrverhalten des Autos betrifft. Barcelona ist da eher wie andere Rennstrecken." Prinzipiell äußerte sich der Brasilianer zuversichtlich über das neue Auto: "Wir haben eine starke Basis und noch einige Ideen, in welche Richtung wir gehen wollen."

Schwerpunkt der Testarbeit in Jerez sein nach Angaben von Senna die Verbesserung der Haltbarkeit der Reifen sowie des Fahrverhaltens bei hohen und niedrigen Geschwindigkeiten gewesen. "Wir hatten bei jedem Test ein konkretes Ziel und lernten das Auto immer besser kennen. Wenn wir nach Barcelona kommen, kennen wir das Auto schon besser. Wenn nun ein Problem auftauchen sollte, wissen wir, wie wir darauf reagieren müssen. Das ist das Wichtigste", so der Williams-Fahrer abschließend.

Fotoquelle: Williams

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