Daniel Ricciardo lässt sich vom Schicksal seiner Toro-Rosso-Vorgänger nicht beirren

Formel 1 2012

— 18.02.2012

Ricciardo: Keine Angst vor dem Toro-Rosso-Schicksal

Daniel Ricciardo versichert, sich selbst den stärksten Druck aufzuerlegen und nennt die Gründe für den Rauswurf einiger seiner Vorgänger im Team

Nach Scott Speed und Vitantonio Liuzzi (beide in der Saison 2007) hat Toro Rosso im vergangenen Dezember in Person von Jaime Alguersuari und Sebastien Buemi zwei weitere Fahrer aus der Nachwuchsförderung von Red Bull ihrer Pflichten als Stammfahrer entledigt.

Stattdessen rückte die nächste Generation der Talentschmiede nach: Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne bestreiten die Saison 2012 im B-Team des Energy-Drink-Herstellers, nachdem beide in der Vergangenheit bereits für das Team testeten.

Was Ricciardo betrifft, so hat dieser keine Angst, dass ihn dasselbe Schicksal ereilen könnte wie zuvor Speed, Liuzzi, Alguersuari und Buemi. "Ich spüre einen Druck, Leistungen abzuliefern, aber dieser Druck kommt nicht nur von Red Bull, sondern vor allem von mir selbst", sagt der Australier gegenüber 'Autosport'.

"Diesen Druck erlege ich mir selbst auf, seit ich der Red-Bull-Familie angehöre", so Ricciardo weiter. Mit dem Ziel Weltmeistertitel vor Augen müsse man einfach seine Leistung bringen, findet der 22-Jährige und hält in Bezug auf seine Vorgänger bei Toro Rosso fest: "Der einzige Grund, warum die Leute rausgeschmissen werden ist der, dass sie keine Leistung bringen. Wenn das der Fall ist, haben sie den WM-Titel auch nicht verdient. So ist nun einmal das Geschäft."

Starke Worte für einen, dessen größte Erfolge bisher der Gewinn der Britischen Formel-3-Meisterschaft (2008) und der Vizetitel in der Renault-World-Series (2010) sind. In der bevorstehenden Saison kann sich Ricciardo anders als in den Vorjahren einzig und allein auf seine Hauptaufgabe konzentrieren, woraus er zusätzliche Motivation schöpft.

"Seit Weihnachten gebe ich diesem und nur diesem Engagement den Schwerpunkt", sagt der neue Toro-Rosso-Stammfahrer. Speziell die Saison 2011 sei in dieser Hinsicht mit den Stationen als Stammfahrer in der Renault-World-Series für ISR, als dritter Fahrer bei Toro Rosso und als Grand-Prix-Pilot für HRT "äußerst anstrengend" gewesen, wie Ricciardo betont.

"In diesem Jahr werde ich ganz eindeutig besser vorbereitet sein und mehr Zeit meinem Job und dem dazugehörigen Training widmen. Der Fokus ist ohne die diversen Unterbrechungen einfach größer", versichert der Australier, der sich mit einer guten Saison bei Toro Rosso für ein Cockpit im Red-Bull-Team empfehlen will, um seinen Traum vom WM-Titel irgendwann wahr werden zu lassen.

Fotoquelle: xpb.cc

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