Die Frontflügel des Jahrgangs 2012 müssen wesentlich weniger Abtrieb erzeugen

Formel 1 2012

— 19.02.2012

Auf der Suche nach dem richtigen Setup

Durch die Regeländerungen in der Formel 1 änderte sich auch die Abstimmung der Fahrzeuge - Die Technik hilft den Teams bei der Suche des richtigen Basis-Setups

Im Vorfeld der Saison 2012 haben die Regelhüter der FIA den Designern der Formel 1 - wieder einmal - einiges Kopfzerbrechen bereitet. Die wohl wesentlichste Änderung betrifft die Position der Auspuffendrohre. Verbunden mit den geänderten Regeln für die Motorsteuerung wurde damit ein weiterer Einsatz des auspuffangeströmten Diffusors unmöglich. Doch da ein Formel-1-Auto, vor allem im Bereich der Aerodynamik ein hochkomplexes Gebilde ist, sind von den Änderungen indirekt auch einige Bauteile betroffen, deren Reglen vom Vergleich zum Vorjahr unverändert blieben.

Da der Abtrieb an der Hinterachse im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken ist, musste auch der Abtrieb an der Vorderachse reduziert werden, um ein Übersteuern zu vermeiden. "Im vergangenen Jahr konnten wir hinten eine Menge Abtrieb erzeugen, was zur Folge hatte, dass wir viel Arbeit in den Frontflügel investieren mussten", erklärt Red-Bull-Designer Adrain Newey gegenüber 'Autosport.' "In diesem Jahr ist das einfacher. Wir fahren selbst auf Strecken, die maximalen Abtrieb benötigen mit einem Frontflügel, wie wir ihn im vergangenen Jahr in Spa eingesetzt haben."

Unter dem Strich musste für die Fahrzeuge des Jahrgangs 2012 ein völlig neues Basis-Setup gefunden werden. Während dies in früheren Jahren erst im Laufe der Tests erarbeitet werden musste, sind die Ingenieure dank moderner Simulationsprogramme bereits vor der ersten Testfahrt in der Lage, die passende Einstellung für die neuen Autos zu ermitteln. "Das ist keine große Sache. Wir haben Menge Daten aus dem Windkanal und von den Prüfständen", erklärt Lotus-Technikchef James Allison.

"Wir haben Leute, die das Basis-Setup sehr gut voraussagen können", sagt Allison. "Das scheint auch in diesem Jahr gut gelungen zu sein. Daher müssen wir nun nur noch Kleinigkeiten aussortieren, anstatt wie früher fast bei null anzufangen." Dieser Eindruck bestätigte sich bei den ersten Testfahrten in Jerez, wo der Lotus das schnellste Auto des Jahrgangs 2012 war, auch wenn die Aussagekraft der Zeiten dort noch sehr begrenzt war.

Auch andere Teams waren mit dem Setup, welches mithilfe des Computers ermittelt wurde, auf Anhieb zufrieden "Das Auto verhält sich im wesentlichen so wie erwartet. Die Fahrer haben sich ein wenig über das Handling beschwert, aber damit hatten wir gerechnet", sagt Newey. Und auch Paul di Resta bestätigt: "Sie haben verschiedene Simulationsprogramme und stellen dir ein Auto hin, das optimal ausbalanciert ist", so der Schotte.

Fotoquelle: Sauber

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