Lotus musste den Wagen mit dem neuen Chassis E20-02 früh in die Box schieben

Formel 1 2012

— 21.02.2012

Rückschlag für Lotus: Testtag vorzeitig beendet

Romain Grosjean musste den Lotus E20 am Dienstag nach nur einer schnellen Runde abstellen - Riss im Chassis kostet wertvolle Testzeit

Nachdem das Lotus-Team die erste Testwoche der neuen Formel-1-Saison in Jerez de la Frontera noch im Griff hatte, erwischte die Mannschaft rund um Eric Boullier am Dienstag in Barcelona einen denkbar schlechten Start in die zweite Woche.

Romain Grosjean, der beim Jerez-Test die schnellste Runde aller Piloten am Steuer eines Boliden der Generation 2012 markiert hatte, sollte den ersten Barcelona-Tag für das Team absolvieren. Schnell wurde jedoch klar, dass am brandneuen Chassis E20-02 etwas nicht stimmt.

"Wir führten ein paar Aero-Tests durch und nahmen dann einen gezeiteten Run in Angriff", berichtet Grosjean. "Dabei ist mir sofort aufgefallen, dass das Auto nicht so reagiert, wie es hätte reagieren sollen." Ein Riss im Chassis, der vermutlich bei der Herstellung im Kohlefaserbackofen entstand, war der Grund.

Als Vorsichtsmaßnahme wurde das Chassis sofort in die Fabrik nach Enstone zurückgeflogen, von wo aus Ersatz bereits unterwegs ist. "Uns war sofort klar, dass mit dem Auto etwas nicht stimmt", bestätigt Alan Permane, bei Lotus Leiter des Einsatzteams an der Strecke. "Wir werden nun das in Jerez eingesetzte Chassis E20-01 hierher bringen." Das Team geht davon aus, dass dies bis zum Mittwochmorgen um 9:00 Uhr erledigt ist, sodass Grosjean keine weitere Testzeit verliert.

"Es ist nicht ideal, heute kaum zum Fahren gekommen zu sein, aber glücklicherweise haben wir noch das erste Chassis, das in Jerez perfekt lief", sagt Grosjean. "Es ist viel besser, ein solches Problem jetzt zu haben als in Melbourne", so der Franzose mit Blick auf den Saisonauftakt in Australien am 18. März.

Teamchef Eric Boullier bezeichnet den verlorengegangenen Tag als "kleinen Rückschlag im gesamten Testprogramm". In diesem Zusammenhang stellt der Franzose die hohe Laufleistung beim Jerez-Test - als Lotus dem E20 mit knapp 1.800 Kilometern so viele wie kein anderes Team seinem neuen Auto aufbrummte - positiv heraus. "Wenn das unser einziges Problem bei den Testfahrten ist, sind wir immer noch sehr gut vorbereitet für den Saisonstart", glaubt Boullier.

Ex-Weltmeister und Lotus-Neuzugang Kimi Räikkönen wird den E20 in Barcelona am Donnerstag von Teamkollege Grosjean übernehmen.

Fotoquelle: xpb.cc

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