Nico Rosberg ist vor der Saison 2012 so optimistisch wie nie zuvor

Formel 1 2012

— 21.02.2012

Rosberg sicher: "Wir werden nach vorn kommen"

Nico Rosberg schildert seine ersten Eindrücke vom neuen Mercedes F1 W03, den er in Barcelona erstmals testete - Große Motivation im Team

Nico Rosberg fuhr den neuen Mercedes F1 W03 bereits zwei Tage vor der Präsentation in Barcelona im Rahmen eines privaten Testtags des Teams an gleicher Stelle. Mit dem dritten Boliden des Teams nach Übernahme des Brawn-Rennstalls wollen die Silberpfeile in diesem Jahr den Anschluss an die Spitze schaffen.

In seiner Medienrunde spricht Rosberg über seinen ersten Eindruck vom neuen F1 W03, die Auswirkungen der Regeländerungen, seine Ziele für die neue Saison, seinen Teamkollegen Michael Schumacher und das geplante Formel-1-Debüt in Austin.

Frage: "Nico, wie viel Zeit hast du am Sonntag im Auto verbracht und wie fällt dein erstes Urteil aus?"
Nico Rosberg: "Ich konnte am Sonntag viele Runden zurücklegen. Der Gesamteindruck war positiv, aber in Bezug auf die Geschwindigkeit lässt sich derzeit schwer ein Urteil fällen. Es ging vielmehr um das erste Gefühl für das Auto. Wie ist es zusammengebaut? Wie lässt es sich fahren? Wie reagiert es? Unter diesem Aspekt muss ich sagen, dass der erste Eindruck sehr positiv war."

Frage: "Wie stark ist der Effekt des nicht mehr vorhandenen heiß angeblasenen Diffusors?"
Rosberg: "Der Effekt ist ganz eindeutig spürbar, vor allem hinsichtlich der Traktion. Auf diesem Gebiet hatte der angeblasene Diffusor den größten Effekt und genierte eine Menge Abtrieb. Man spürt schon, dass das Auto am Kurvenausgang jetzt schwieriger zu fahren ist und mehr zum Übersteuern neigt."

Frage: "Inwiefern lässt sich der erste Eindruck vom neuen Auto mit dem ersten Eindruck der Boliden von 2010 und 2011 vergleichen?"
Rosberg: "Wie schon gesagt, in Bezug auf das reine Fahren war es etwas schwieriger, da wir nun den angeblasenen Diffusor nicht mehr am Auto haben und auch die Reifen neu sind. Wenn ich es vergleichen müsste, dann fällt mir beim diesjährigen Auto vor allem die kompaktere Bauweise auf. Man kann es förmlich sehen, dass wir eine sehr gute Basis haben, auf der wir nun aufbauen müssen. In den vergangenen beiden war dies nicht unbedingt der Fall."

Frage: "Inwiefern hat das Testen der neuen Reifen mit dem alten Auto in Jerez in Bezug auf das neue Auto geholfen?"
Rosberg: "Der Test in Jerez war ganz sicher nützlich, da wir alles, was wir dort gelernt haben, auf das neue Auto übertragen können."

Frage: "Siehst du im Rückstand bezüglich der im neuen Auto zurückgelegten Kilometer einen Nachteil gegenüber der Konkurrenz?"
Rosberg: "Unser Plan war sehr gut durchdacht. Im Moment spricht alles dafür, dass er aufgeht und es eine gute Entscheidung war, in Jerez mit dem alten Auto zu fahren. So hatten wir eine solide Basis ohne größere Probleme."

Frage: "So wie es die Regeln in Bezug auf die Testfahrten derzeit vorschreiben, werden die Teams vor dem Saisonstart so wenige Kilometer zurückgelegt haben wie niemals zuvor. Machst du dir darüber Sorgen und hältst du diese Herangehensweise in einem weltweiten Spitzensport für richtig?"
Rosberg: "Sorgen mache ich mir darüber keine, denn wir waren darauf vorbereitet. Wir wussten, dass es so kommen wird und die Situation ist für alle gleich. Was uns betrifft, so hatten wir einen guten Start ins Testprogramm. Es gibt also derzeit keinen Grund zur Beunruhigung."

Frage: "Wie sehen deine persönlichen Ziele für die Saison aus?"
Rosberg: "Es besteht kein Zweifel, dass wir unseren Vorwärtsdrang jetzt beginnen müssen. Ich sehe uns diesbezüglich auf einem sehr guten Weg. Man kann in der gesamten Fabrik spüren, dass das Team nun stärker aufgestellt ist und die Leute besser zusammenarbeiten. Die gesamte Atmosphäre ist nun deutlich positiver. Darum geht es für uns."

"Welche Auswirkungen das auf Ergebnisse und Positionen haben wird, weiß ich noch nicht. Wir müssen uns steigern und ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingt. Ich selbst bin vor dieser Saison so optimistisch wie nie. Jeder im Team ist hochmotiviert, sein Bestes zu geben und das Auto zu verbessern. Unser Ziel ist es, den Abstand auf die Spitze zu verkürzen. Im gesamten Team ist der Antrieb, das zu schaffen, unglaublich hoch."

Frage: "Hast du dir eine Deadline gesetzt, wann du in diesem Jahr spätestens auf dem Podium stehen willst?"
Rosberg: "Podiumsplatzierungen wären natürlich großartig, aber mein persönliches Ziel ist vielmehr, gemeinsam mit dem Team nach vorn zu kommen. Das ist wichtig und das werden wir schaffen."

Frage: "Michael Schumacher lag nach WM-Punkten im vergangenen Jahr nicht mehr so weiter hinter dir wie in der Saison davor. Glaubst du, dass dieser Trend bei ihm in diesem Jahr anhalten wird?"
Rosberg: "Er hatte sicher eine stärkere Saison als noch im Jahr seines Comebacks. Dabei kamen ihm sicherlich auch die Regeländerungen zugute. Gegen ihn zu bestehen, ist immer schwierig und eine Herausforderung, aber genau das macht es für mich so interessant. Ich bin zuversichtlich, dass ich auch in diesem Jahr vor ihm bleiben kann."

Frage: "Wie fällt deine Meinung zum geplanten Formel-1-Debüt in Austin aus, freust du dich auf diese neue Strecke im Kalender?"
Rosberg: "Natürlich, ich freue mich sehr darauf, nach Texas zu kommen. Ich glaube, das wird eine tolle Sache. Für die Formel 1 als Ganzes ist es toll, wieder in den USA präsent zu sein. Ich erwarte eine großartige Erfahrung in Austin."

Fotoquelle: xpb.cc

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