Jarno Trulli wäre beinahe Ferrari-Fahrer geworden

Formel 1 2012

— 21.02.2012

Trulli enthüllt: Hätte für Ferrari fahren können

Nach eigenen Angaben wurde Jarno Trulli vor Jahren von Jean Todt ein Vertrag bei Ferrari angeboten - Rückkehr zu Toyota nicht ausgeschlossen

Seit dem vergangenen Freitag ist die Formel-1-Karriere von Jarno Trulli beendet. Nachdem er bei Caterham durch Witali Petrow ersetzt wurde, hat der Italiener mit der Königsklasse abgeschlossen. Bei einem Alter von 37 Jahren sicherlich eine realistische Einschätzung. Nachdem er nun kein Mitglied des Formel-1-Zirkus mehr ist, enthüllt Trulli ein Geheimnis, welches er über viele Jahre bewahrt hat.

"Bisher habe ich es noch niemanden erzählt, aber Todt hat mir seinerzeit einen Vertrag bei Ferrari angeboten", wird Trulli von 'Autosprint' zitiert. Bisher habe er diese Begebenheit aus Rücksicht auf Jean Todt verschwiegen, doch nun möchte er dem heutigen FIA-Präsidenten auf diese Weise öffentlich für seine Unterstützung danken.

Wann genau Todt ihm dieses Angebot unterbreitet hat, möchte der Italiener nicht sagen. Er verrät lediglich so viel: "Es war während meiner Zeit bei Toyota, als es richtig gut für mich lief." Anhand dieser Aussage scheint das Jahr 2005 wahrscheinlich, als Trulli drei Mal aufs Podium fuhr und mit 43 Punkten Siebter in der WM-Wertung wurde .

Allerdings war es ihm nicht möglich, das Angebot anzunehmen: "Ich hatte einen langfristigen Vertrag mit den Japanern abgeschlossen, und während meiner Karriere habe ich meine Vereinbarungen immer eingehalten", sagt Trulli der im gleichen Atemzug betonte, dass er in seinen 15 Jahren in der Formel 1 nicht einmal einen Rechtsanwalt benötigt habe.

Trulli hielt Toyota die Treue

"Ich bin Todt nicht nur wegen des Angebots bei Ferrari, das ich leider nicht annehmen konnte, zu Dank verpflichtet. Er hat mit immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Er war immer sehr nett zu mir", dankt Trulli den ehemaligen Ferrari-Teamchef und erklärt, dass ihn als Italiener das Angebot der Scuderia sehr geehrt hat: "Unabhängig davon, wie die Dinge gelaufen sind, habe ich mich für einen Moment als Ferrari-Fahrer gefühlt."

Dennoch hielt Trulli den Japanern die Treue, zu denen er auch heute noch eine große Zuneigung empfindet. "Toyota bleibt für mich ein unvollendetes Projekt. Es begann großartig mit einer provisorischen Poleposition in Japan. 2005 fuhr ich beim zweiten Rennen zum ersten Mal in der Teamgeschichte aufs Podium, und in der Anfangsphase der Saison war ich hinter Alonso Zweiter in der WM."

Doch dieser Erfolgstrend konnte nicht fortgesetzt werden: "Trotz der gewaltigen Entwicklungskapazität sind wir später zurückgefallen. 2009 habe ich alles gegeben, um das erste Rennen für sie zu gewinnen, aber aus vielfältigen Gründen hat das nicht geklappt", sagt Trulli, der sich durchaus vorstellen könnte, noch einmal für die Japaner zu fahren: "Nachdem es mir in der Formel 1 nicht gelungen ist, würde ich gerne in einer anderen Serie mit Ihnen gewinnen", blickt Trulli in Richtung Langstrecken-Weltmeisterschaft.

Fotoquelle: xpb.cc

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