Der neue Red Bull erzielte heute seine erste Bestzeit dieses Winters

Formel 1 2012

— 21.02.2012

Vettel zufrieden: "Haben schon schlechter angefangen"

Sebastian Vettel hat nach seiner ersten Bestzeit dieses Winters ein gutes Gefühl, sagt aber: "Ich glaube, McLaren wird vom ersten Rennen an stark sein"

Nach einer durchaus positiven ersten Testwoche in Jerez de la Frontera erzielte Weltmeister Sebastian Vettel heute in Barcelona die erste Red-Bull-Bestzeit dieses Winters. Vettel distanzierte Nico Hülkenberg (Force India) und Lewis Hamilton (McLaren) um 0,175 beziehungsweise 0,325 Sekunden und untermauerte damit seine Favoritenstellung auf den WM-Titel.

"Wir haben schon mal schlechter angefangen", lächelt der 24-Jährige, der heute gleich siebenmal unter 1:24 Minuten blieb - ein Kunststück, das nur Hülkenberg genauso oft gelang. Auch Hamilton und Daniel Ricciardo (Toro Rosso) schafften dies zweimal, aber Vettel fuhr im Gegensatz zu vielen anderen konstant schnelle Zeiten. Das lag vielleicht auch daran, dass bei Red Bull erst ab morgen Longruns und Rennsimulationen auf dem Programm stehen.

Positiver Testtag in Barcelona

"Heute hatten wir einen guten Tag, keine Probleme. Die Mittagspause war etwas länger, aber es war nichts kaputt oder so", erklärt Vettel. "Vielleicht haben wir etwas anderes gemacht als andere Teams, aber ich fühlte mich im Auto wohl. Die Autos haben generell weniger Grip als im Vorjahr, aber wir versuchen natürlich, das aufzuholen. Im Moment basiert alles nur auf Gefühl. Das Gefühl im Auto passt, ich fühle mich im Cockpit wohl."

"McLaren sah heute sehr stark aus. Die Longruns von Lewis waren sehr interessant und sie sind überhaupt nicht auf schnelle Zeiten gegangen. Ich glaube, sie werden vom ersten Rennen an stark sein", vermutet der Deutsche. "Lotus war in Jerez auch sehr stark, aber ob sie das halten können, weiß ich nicht. Heute sind sie nicht viel gefahren. Ferrari ist momentan noch ein Fragezeichen - niemand weiß, ob sie wirklich gut oder ziemlich schlecht sind."

Bei Red Bull schaut man aber ohnehin nicht auf die Konkurrenz, sondern nur auf das eigene Testprogramm. "Das Meiste, was wir uns vorgenommen hatten, haben wir erledigt", berichtet Chef-Renningenieur Ian Morgan. "Die Mittagspause war etwas länger als geplant, weil wir ein paar Dinge umgebaut haben, aber das war sowieso so vorgesehen. Wir haben Zeit verloren, aber das hat uns nicht davon abgehalten, unsere Aufgaben zu erledigen."

Updates am laufenden Band

"Diese Tests sind ein Prozess fortlaufender Entwicklung und das heutige Programm war von dem beeinflusst, was wir beim letzten Test gelernt haben. Wir testeten auch einige Teile, die schon in die Entwicklung gegeben wurden, als das Auto noch gar nicht fuhr", ergänzt er. Weitere Updates sollen dann für den zweiten Barcelona-Test ab 1. März folgen, wo das Auto schon annähernd in der Melbourne-Spezifikation zu sehen sein wird.

Aber: "Die nächsten zwei Tage werden ganz anders. Da konzentrieren wir uns auf Rennsimulationen", kündigt Morgan an. "Wir werden das komplette Rennteam hier haben, um deren Training mit der Weiterentwicklung zu kombinieren. Es gibt nicht viele Gelegenheiten, ein komplettes Rennwochenende zu simulieren, bevor die Saison losgeht, und wir wollen diese Möglichkeit jedem Fahrer eröffnen. Das wird uns die nächsten paar Tage beschäftigen."

Noch drei Testtage für Vettel

Vettel selbst vermutet, dass bis zum ersten Rennen "jeder noch etwas in der Hinterhand" hat, auch Red Bull. Aber: "Ich glaube nicht, dass wir noch so viel haben, aber ich freue mich auf den letzten Test und dann auch schon darauf, wieder in den Rennmodus zu finden." Er selbst wird bis zum Saisonauftakt nur noch drei Tage im Cockpit sitzen - einen diese Woche, zwei weitere ab 1. März. Die restlichen vier Tage sind für Mark Webber reserviert.

Eine der Agenden für die restlichen Wintertests sind die neuen Pirelli-Reifen, die bisher gut anzukommen scheinen - auch bei Vettel: "Heute Morgen war es sehr kalt und damit sehr rutschig, aber als es etwas wärmer wurde, waren sie gut. Es ist schwierig, Vergleiche anzustellen, denn die Autos hatten im Vorjahr wegen des Auspuffs einfach viel mehr Grip. Aber bisher sind die Reifen ein ordentlicher Schritt vorwärts, kommt mir vor."

Fotoquelle: xpb.cc

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