Beim ersten Boxenstopp stand Sebastian Vettel über eine halbe Minute

Formel 1 2012

— 22.02.2012

Vettel: Renndistanz trotz Getriebeproblem geschafft

Red Bull erlebt keinen problemlosen zweiten Testtag in Barcelona, aber Sebastian Vettel ist dennoch zufrieden - Rad-an-Rad-Duell mit Lewis Hamilton

Obwohl Sebastian Vettel am spten Vormittag wegen eines Getriebeproblems rund zwei Stunden verlor, landete er am zweiten Tag der Testfahrten in Barcelona auf dem dritten Platz, nur 0,283 Sekunden hinter der Bestzeit von Force-India-Pilot Nico Hlkenberg. Fr den Weltmeister stand aber nicht die Tagesbestzeit, sondern die Simulation eines kompletten Rennwochenendes auf dem Programm.

Weil der Getriebewechsel whrend des "Freien Trainings" auftrat, musste die Qualifying-Simulation verkrzt werden. Doch am Nachmittag legte Vettel 66 Runden am Stck zurck, unterbrochen nur durch vier Boxenstopps (Reifenwahl: Soft, Medium, Medium, Hard und Soft). Allerdings dauerte der erste Boxenstopp viel zu lang, weil links hinten die Radmutter klemmte - und das vor den Augen der komplett besetzten Kommandostand-Crew.

Vettel trotz Defekt zufrieden

Trotzdem fllt Vettels Tagesbilanz positiv aus: "Leider hatten wir am Vormittag ein kleines Problem - kein Weltuntergang, aber beim Testen schaut man sich manche Probleme halt genauer an und bleibt stehen. Das dauert ein bisschen", sagt er ber den Getriebewechsel. "Mit dem Nachmittag bin ich zufrieden, denn wir haben mehr als 100 Runden zurckgelegt. Ich denke, wir haben den Groteil des geplanten Programms geschafft."

Der Weltmeister fuhr seine Bestzeit von 1:22.891 Minuten whrend der Qualifying-Simulation vor der Mittagspause und startete dann mit 1:29er- und, bei abbauenden Reifen, 1:30er-Zeiten in die Renndistanz. Mit leichter werdendem Auto und den weichen Pirelli-Reifen fuhr er im (kurzen) letzten Stint zuerst einmal 1:23.806 und dann drei weitere Male unter 1:24.5 Minuten. Auch im vorletzten Stint waren ihm schon drei 1:24er-Zeiten gelungen.

"Heute Morgen war es so kalt, dass wir Probleme beim Boxenstopp-Training hatten, weil die Ausrstung gefroren war", sagt Chef-Renningenieur Ian Morgan. "Danach simulierten wir ein Freies Training, aber wir entdeckten ein kleines Problem, das ein bisschen Zeit kostete. Keine groe Sache, aber wir mussten daher vor Mittag eine verkrzte Qualifying-Simulation fahren. Danach schafften wir die komplette Renndistanz, was beim ersten Versuch mit einem neuen Auto immer ein gutes Zeichen ist."

Kleines Rad-an-Rad-Duell mit Hamilton

Morgen ist dann Mark Webber an der Reihe: "Wir hoffen, dass wir alles schaffen, ohne Dramen", sagt Morgan. Fr Vettel war das Simulieren eines Rennwochenendes nach dem bisher doch eher trocken abgespulten Programm jedenfalls eine willkommene Abwechslung. Als er zwischendurch in ein Rad-an-Rad-Duell mit McLaren-Pilot Lewis Hamilton verwickelt wurde, drfte ihm unter dem Helm ein Grinsen ber die Lippen gekommen sein.

"Das macht Spa. Du willst beim Testen niemandem im Weg stehen, aber dann und wann tut es ganz gut, ein anderes Auto zu sehen und ein bisschen zu racen", lchelt der 24-Jhrige. "Ich glaube, wir waren zu dem Zeitpunkt auf unterschiedlichen Benzinmengen, also kann man es nicht wirklich vergleichen. Aber es macht Spa, jemandem zu folgen und dann zu berholen. Umgekehrt geht es Lewis sicher genauso. Das macht das Testen ein bisschen unterhaltsamer."

Groer Respekt vor McLaren

"McLaren scheint konkurrenzfhig zu sein", wiederholt er seine Einschtzung von gestern. "Sie legen viele Runden zurck, sind sehr konstant. Es ist schwierig, den Speed einzuschtzen, aber was die Konstanz angeht, gehren sie zu den Besten. Alle anderen fahren nicht so viel wie McLaren. Daher sind sie ein bisschen einfacher einzuschtzen. Ferrari und Mercedes fahren auch, aber bei denen ist es noch nicht so klar, wo sie stehen, weil ihre Runs nicht so lang sind. Schwer zu sagen."

Tatschlich hat McLaren schon um 300 Kilometer mehr zurckgelegt als Red Bull, dafr war Red Bull im Durchschnitt um gut eine halbe Sekunde schneller . Aber bei Red Bull gibt man auf solche Analysen derzeit noch nichts, weil bislang noch kaum ein Team seine Karten aufgedeckt hat. Auf die Frage, ob er sich auf dem richtigen Weg sieht, antwortet Vettel lediglich: "Ich glaube schon."

"Der erste Eindruck beim letzten Test war gut, das Auto hat so reagiert wie erwartet", erinnert er sich an den Auftakt in Jerez. "Im Vergleich zum Vorjahr ist alles ein bisschen enger, weil uns einige der Werkzeuge weggenommen wurden, die wir da noch verwenden durften, aber das ist fr alle gleich. Wir mssen das in den Griff bekommen. Von jetzt an mssen wir uns verbessern und hie und da Performance finden, um das Auto schneller zu machen."

Fotoquelle: xpb.cc

Weitere Formel 1 Themen

News

Top 10: Die dominantesten Autos der Formel-1-Geschichte

News

Formel-1-Live-Ticker: Der Sonntag in der Chronologie

News

Fotostrecke: Die grten Hassduelle der Formel-1-Geschichte

News

Formel 1 Ungarn 2017: Teamorder-Diskussionen bei Vettel-Sieg

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen gnstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung