Der Force India läuft bisher schnell und zuverlässig wie ein Uhrwerk

Formel 1 2012

— 22.02.2012

Nach Bestzeit: Wie schnell ist Force India?

Laut Statistik ist Nico Hülkenberg bislang der schnellste Mann dieses Winters, aber noch sollte man aus seiner Barcelona-Bestzeit keine verfrühten Schlüsse ziehen

Gestern Zweiter, heute Tagesschnellster: Hätte es für die ersten zwei Tage des Barcelona-Tests Punkte gegeben, wäre Nico Hülkenberg Weltmeister geworden. Aber trotz der Tagesbestzeit ist es noch viel zu früh, Force India zu den potenziellen Topteams für 2012 zu zählen, auch wenn die Basis des neuen VJM05 auf keinen Fall eine Fehlkonzeption zu sein scheint.

"Nicos zweiter Tag im Auto war eine Fortsetzung des gestern begonnenen Programms", berichtet Chefingenieur Jakob Andreasen, "mit Aero-Runs, Balance- und Setup-Arbeit und ganztägigen Reifenvergleichen. Wir arbeiteten uns durch alle Punkte auf unserer Aufgabenliste und das Auto lief einmal mehr reibungslos. Dafür möchte ich dem Designteam in der Fabrik in Silverstone mein Kompliment aussprechen."

Bestzeit noch nicht viel wert

"Nicos Feedback über das Auto ist unverändert positiv und wir haben nun ein gutes Gespür für die Setup-Richtungen entwickelt, die wir einschlagen müssen, um noch mehr Performance herauszuholen", erklärt Andreasen. Denn auch wenn die heutige Bestzeit von 1:22.608 Minuten auf den ersten Blick zur Euphorie verleitet, liegt sie noch weit hinter dem 2011er-Rekord und auch nur vier Hundertstelsekunden vor der Zeit von Sergio Perez im Sauber.

Andererseits wäre auf dem schnellsten Run auf Supersoft noch mehr drin gewesen: "Wenn mir nicht Nico Rosberg vor der ersten Kurve vor die Nase gefahren wäre, hätte ich noch eine schnellere Runde fahren können", ist Hülkenberg überzeugt. Ermutigend auch die beiden Longruns am Nachmittag, bei denen sich seine Zeiten relativ konstant im 1:28er-Bereich hielten - ähnlich wie Sebastian Vettel während des zweiten Stints seiner Rennsimulation.

Seine Tagesordnung sah wie folgt aus: "Runs mit gleichbleibender Geschwindigkeit, Aerodynamik, Daten sammeln. Ein einfacher Tag, Setup-Arbeit, verschiedene Reifenmischungen. Wir sind mit allen einmal gefahren, drehten viele Runden und haben jetzt eine ungefähre Idee davon, wie sich unser Auto auf ihnen verhält und wie wir reagieren müssen. Alles in allem war es ein recht guter Tag", bilanziert Hülkenberg.

Hülkenberg: Kein Sonntagsfahrer

Aber wie viel ist die Bestzeit, die während eines Fünf-Runden-Runs zustande kam, wirklich wert? "Das Ziel ist immer, gute Runden zu fahren, schließlich sind wir keine Sonntagsfahrer", weicht der Deutsche aus. "Wir sind Rennfahrer, fahren schnell, pushen ans Limit - denn nur so sieht man die Schwächen des Autos. Das Auto war auch wieder sehr fahrbar und unsere Basisabstimmung scheint ein guter Ausgangspunkt für alle Reifenmischungen zu sein."

Dass mit dem Supersoft-Pneu keine deutlichere Steigerung möglich war, kam aber für viele überraschend. "Hier ist das ein klassischer Qualifying-Reifen. Das weichere Gummi bringt mehr Grip auf eine Runde", analysiert Hülkenberg. "Irgendwann mussten wir auch mal ausprobieren, wie das Auto damit läuft, wie wir mit dem Setup reagieren müssen. Wir sammeln Erfahrungen und schauen dann weiter nach vorne."

Interessantes Detail am Rande: Von allen 26 Fahrern, die bisher in diesem Winter getestet haben, ist Hülkenberg die Nummer eins, was den durchschnittlichen Rückstand auf die jeweilige Tagesbestzeit angeht. Das ist zwar zum jetzigen Zeitpunkt sicher keine aussagekräftige Statistik, aber doch zumindest ein positives Zeichen...

Fotoquelle: xpb.cc

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