Jenson Button hatte einen problemfreien Tag und kam auf 114 Runden

Formel 1 2012

— 23.02.2012

Button von Zuverlässigkeit begeistert

Der McLaren-Pilot erkennt Verbesserungen zum Jerez-Test und freut sich über die Zuverlässigkeit des neuen Autos - Reifen-Arbeit steht im Vordergrund

Nach Lewis Hamilton durfte auch Jenson Button den neuen McLaren in Barcelona bewegen. Der Brite spulte ein ähnliches Programm ab wie sein Teamkollege und testete am Vormittag verschiedene Setups und konzentrierte sich am Nachmittag auf eine Rennsimulation. Button kam am Donnerstag auf insgesamt 114 Runden und beendete den Tag auf Position vier mit einer Zeit von 1:23.918 Minuten. Der wenig aussagende Rückstand auf die Bestzeit von Pastor Maldonado betrug 1,527 Sekunden.

"Wir haben an den vergangenen drei Tagen sehr viel Zuverlässigkeitsarbeit absolviert und sind jeden Tag mehr als 100 Runden gefahren. Einen Großteil davon nahmen längere Stints ein, damit wir uns an das Gefühl bei einem Longrun gewöhnen können. Zudem haben wir am Setup für längere Stints gearbeitet", schildert Button.

Noch keine neuen Teile

"Wir haben uns im Vergleich zu Jerez verbessert. Es ist aber kein großer Schritt, weil wir nichts am Auto verändert haben", erklärt er. "Wir haben sehr hart gearbeitet, um die diesjährigen Pirelli-Reifen zu verstehen und das Auto zu einem effizienten Umgang mit ihnen zu bringen. Das ist ein Schlüsselteil des Winterprogramms."

"Man sollte noch nicht auf die Zeiten schauen. Doch das macht man immer. Ich würde im Moment noch nicht sagen, dass es schon jemanden gibt, der herausragt", so Button. "Ich denke, der Test sagt noch nicht viel aus." Zum nächsten Test hofft Button auf neue Teile: "Vor dem Saisonstart werden wir noch viel am Auto arbeiten. Das trifft aber vermutlich auf alle zu."

"Es gibt viele Autos, die konkurrenzfähig scheinen. Deswegen werden wir weiterhin hart arbeiten. Beim nächsten Test sollten wir hoffentlich ein Upgrade erhalten, mit dem wir auch beim ersten Rennen in Melbourne antreten werden", erläutert der McLaren-Pilot. "Es ist bei den meisten ähnlich: Man testet am Anfang mit den vorgestellten Autos und arbeitet dann an einem neuen Paket für das erste Rennen. Es ist wichtig, zu verstehen, was sich wie verhält und ob es richtig funktioniert. Man benötigt eine Richtung, in die man arbeitet."

Kräfteverhältnisse noch unklar

"Alle haben über den Winter sehr gut gearbeitet. Hinsichtlich der Zuverlässigkeit läuft es bei allen sehr gut. Ich konnte 114 Runden fahren. Viele andere haben um die 100 Runden oder mehr absolviert. Das zeigt, wie hart alle arbeiten." Abgesehen von der Zuverlässigkeit gibt es laut Button noch keine vergleichbaren Erkenntnisse.

Ein Aufeinandertreffen auf der Strecke hatte wenig Aussagekraft: "Jedes Mal als ich Mark auf der Strecke begegnete, waren wir mit unterschiedlichen Strategien unterwegs. Er begann 15 Minuten vor mir mit seiner Rennsimulation."

"Man schaut immer auf die Longrun-Zeiten. Es ist schwierig, nicht auf den großen Monitor zu sehen, auf dem die Zeiten stehen. Es ist interessant, die anderen zu beobachten", gibt der Vizeweltmeister zu. "Wir haben auf unseren Longruns drei verschiedene Reifen probiert und haben sehr unterschiedliche Ergebnisse erhalten. Ich denke, dass es anderen ähnlich geht."

Kleines Zeitfenster

"Es gibt aus irgendeinem Grund einen großen Unterschied, ob die Reifen alt oder neu sind. Das hat mehrere Sekunden pro Runde Unterschied zur Folge. Man hat ein Zeitfenster von 11:30 bis 15:30 Uhr, indem das Auto gut funktioniert, weil die Reifen da in ihrem Arbeitsfenster sind. Davon ist aber schon eine Stunde Mittagspause. Deshalb ist es ein wenig frustrierend."

"Wir haben verschiedene Setups getestet. Man muss bei den Wintertests durch die Temperaturen aber immer sehr vorsichtig sein, wenn man versucht, die Reifen zu verstehen", bemerkt Button. "Bei den Wintertests versucht man, neue Teile und Setups zu testen, weil es ein vollkommen neues Auto ist. Man überprüft, was die verschiedenen Setups zur Folge haben und ob sie korrekt funktionieren."

"Man muss aber sehr vorsichtig sein, in welche Richtung man arbeitet, weil die Streckentemperatur in Melbourne 15 Grad höher ist und auch die Umgebungstemperatur deutlich höher ist. Das Auto kann sich da ganz anders verhalten", warnt der Brite.

Welche Rolle spielt die Nase?

Obwohl sich der McLaren optisch stark von der Konkurrenz unterscheidet, scheint die stufenlose Nase keinen Performance-Nachteil zu bedeuten. "Unser Auto sieht im Vergleich zu den anderen anders aus. Sie sind sich alle recht ähnlich und setzen auf die Stufe. Das unterscheidet die anderen von uns", analysiert er.

"Doch wir haben bei der Front schon seit jeher einen anderen Weg eingeschlagen", stellt Button klar und verweist auf die schon immer etwas tiefer konstruierte Front des McLaren. "Wir wissen nicht, ob die Lösung besser oder schlechter ist. Es ist eine andere Philosophie."

Fotoquelle: xpb.cc

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