Mercedes gehört nicht zu den Titelfavoriten, macht aber Fortschritte

Formel 1 2012

— 24.02.2012

Rosberg lacht: "Werde nach Kilometern bezahlt"

Erfolgreicher Testabschluss für Mercedes in Barcelona: Der F1 W03 wird immer schneller, auch wenn Nico Rosberg nur auf dem achten Platz landete

Nico Rosberg hat zum Abschluss des zweiten Formel-1-Tests in Barcelona fleißig Meilen und zahlreiche Erkenntnisse über den neuen Mercedes F1 W03 gesammelt. Zwar musste der Deutsche wegen einer roten Flagge seine geplante Rennsimulation kurzzeitig unterbrechen, insgesamt absolvierte er am Freitag aber stolze 139 Runden. Dies entspricht rund 630 Kilometern und damit mehr als zwei normalen Grands Prix.

"Ich verrate euch ein Geheimnis: Ich werde nach Kilometern bezahlt", sagt Rosberg augenzwinkernd. "Es ist schön, dass das Auto so zuverlässig ist. Und wenn man mehr fährt, lernt man auch mehr. Fest steht jedenfalls, dass wir eine bessere Basis als im Vorjahr haben. Wir haben einen Sprung gemacht. Wie groß der ist, müssen wir abwarten."

Nur Platz acht, aber zufrieden

Mit seiner schnellsten Runde von 1:23.843 Minuten beendete Rosberg den Tag aber nur als achtschnellster der neun aktiven Piloten. Insgesamt ist man im Mercedes-Lager trotzdem zufrieden: "Am ersten Tag hatten wir einige Probleme, an den anderen lief es sehr gut. Das ist ermutigend", erklärt Teamchef Ross Brawn, hält es aber für "viel zu früh für Voraussagen. Klar ist nur: Es scheint gut zu laufen und wir sind in einer besseren Position als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres."

Rosberg begann den heutigen Tag mit einer Reihe In- und Out-Laps, um seiner Crew die Gelegenheit zu geben, Boxenstopps zu üben. Anschließend folgten überwiegend Longruns auf harten Pirelli-Reifen, die von den Rundenzeiten her einen besseren Eindruck hinterließen als gestern mit Michael Schumacher am Steuer. "Wir haben über Nacht einige Setup-Änderungen durchgeführt, die das Auto besser gemacht haben", begründet Brawn gegenüber 'auto motor und sport'. "Und die Strecke war heute Früh einen Tick kühler als gestern Nachmittag. Da gibt es etwas mehr Grip."

"Wir machen gute Fortschritte", stimmt Rosberg zu. "Wir haben diese Woche jeden Tag etwas gelernt. Das Auto ist zuverlässig, was sehr wichtig ist, weil wir so auf die Performance schauen können. Natürlich kann man noch nicht wissen, wie wir unter Rennbedingungen im Vergleich zur Konkurrenz aussehen würden, aber insgesamt bin ich mit unserem Start zufrieden. Ich freue mich jetzt auf die letzte Testwoche vor dem Saisonbeginn."

Seit Donnerstag über 2.000 Kilometer

Auch Brawn schätzt die erste Testwoche mit dem F1 W03 positiv ein: "Nach fünf vollen Streckentagen haben wir über 2.000 Kilometer zurückgelegt. Die Zuverlässigkeit war - abgesehen von ein paar Kleinigkeiten zu Beginn der Woche - in Ordnung. Beide Fahrer haben schon Rennsimulationen absolviert. Das geht alles auf die harte Arbeit in den Fabriken in Brackley und Brixworth sowie an der Rennstrecke in Barcelona zurück, wo unsere Jungs teilweise Nachtschichten geschoben haben."

"So konnten Fahrer und Ingenieure sinnvoll am Auto arbeiten anstatt dauernd Probleme eliminieren zu müssen", fährt der Brite fort. "Nächste Woche wollen wir uns darauf konzentrieren, noch mehr Performance aus dem Paket herauszuholen. Insgesamt befinden wir uns in einer brauchbaren Position, aber ich glaube nicht für eine Sekunde, dass wir unsere Ziele schon erreicht haben. Es klingt wie ein Klischee, aber wir haben noch viel zu tun und es ist noch viel zu früh, um unsere Konkurrenzfähigkeit einzuschätzen."

In der Wochen-Gesamtwertung landete Mercedes mit dem F1 W03 auf dem siebten Platz unter elf 2012er-Fahrzeugen. Rückstand: eine Sekunde. Aussagekraft: null. Auch der Tatsache, dass Schumacher um eine halbe Sekunde schneller war als Rosberg, sollte man keine allzu große Bedeutung beimessen. Ein erstes Vorab-Kräftemessen wird es wohl erst beim abschließenden Barcelona-Test geben. Dafür haben viele Teams größere Updates vorbereitet.

Fotoquelle: xpb.cc

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