Am Vormittag hatte Felipe Massa mit dem F2012 zu kämpfen

Formel 1 2012

— 24.02.2012

Ferrari: Licht am Ende des Tunnels?

Nach erneut problematischem Start in den Testtag konnte sich Ferrari am Freitagnachmittag steigern - Felipe Massa hofft, die richtige Richtung gefunden zu haben

Auch am achten von zwölf Testtagen vor Beginn der Formel-1-Saison 2012 setzten sich bei Ferrari die Probleme fort. Felipe Massa fuhr insgesamt 103 Runden, mit einer Zeit von 1:23.563 war er Fünftschnellster des Tages, auf die Bestzeit von Sauber-Pilot Kamui Kobayashi fehlten dem Brasilianer gut 1,2 Sekunden. Allerdings erscheint Massas schnellste Runde im Nachhinein als Zufallsprodukt, denn er fuhr sie am Vormittag, als sein Auto nach eigener Aussage alles andere als optimal war.

"Heute Morgen war das Auto wirklich schwierig zu fahren. Es war sehr schwer, das Limit zu finden und nicht darüber hinaus zu gehen", sagt Massa am Ende des Testtages und bestätigt damit den Eindruck der Beobachter an der Strecke, die das Fahrverhalten des Ferrari im Grenzbereich als sehr nervös beschrieben "Am Vormittag war ich mir nicht sicher, ob ich überhaupt mehr als acht oder neun konstante Runden am Stück fahren kann", gibt Massa zu.

Auch die Zeitentabelle bestätigt diese Aussage. Bis zur Mittagspause für der 30-Jährige nie mehr als acht Runden am Stück. Dabei schwankten die Rundenzeiten regelmäßig um mehrere Sekunden, ein Indiz für ein unruhiges Auto und dementsprechende Fahrfehler. Deshalb entschloss sich Ferrari in der Mittagspause zu einer Radikallösung und baute das Auto grundlegend um. Die Setup-Änderung dauerte über zwei Stunden, erst um 15:19 Uhr ging Massa wieder auf die Strecke.

Erfolgreiche Setup-Änderung

Doch der Aufwand sollte sich lohnen. "Am Nachmittag war es völlig anders und ich konnte konstante Rundenzeiten fahren. Das ist sehr positiv", sagt Massa. Zwar legte der Brasilianer am Nachmittag keine klassischen Longruns hin, aber bei mehreren Stints über jeweils rund 15 Runden zeigte sich ein sehr ausgeglichenes Zeitenniveau. Daher lautet das Fazit des Brasilianers: "Es war ein guter Tag. Heute Morgen vielleicht noch nicht, aber am Nachmittag ist uns ein Durchbruch gelungen. Wir wissen jetzt, in welche Richtung wir arbeiten müssen und sehen der weiteren Entwicklung positiv entgegen."

Im Wochenendabrechnung belegt Massa Rang zehn unter 22 Fahrern, die in den vergangenen Tagen in Barcelona im Einsatz waren. Auf Teamkollege Fernando Alonso fehlen ihm rund vier Zehntelsekunden. Doch angesichts der zahlreichen Probleme hat die Zeitenjagd momentan bei Ferrari wohl keine hohe Priorität. Vielmehr steht das Team unter Druck, die Baustellen am Sorgenkind F2012 zu beheben. Nach Aussage von Massa scheint das Team hierbei einen Schritt vorangekommen zu sein.

Die Zeit wird knapp

"Auf einer Skala von eins bis zehn sind wir auf jeden Fall über der Fünf. Aber bis wir dort sind, wo wir sein wollten, liegt noch sehr viel Arbeit vor uns", lautet die mäßig optimistische Einschätzung des Brasilianers. "Aber wir haben einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht." Massa enthüllt, dass der Konzeptwechsel beim Design des neuen Autos das Team offenbar mehr fordert, als ihnen lieb ist.

"In diesem Jahr müssen wir in verschiedene Richtungen arbeiten, haben so viele Möglichkeiten. Es ging darum, den richtigen Ansatz zu finden, aber ich glaube, das ist uns jetzt gelungen. Nun müssen wir in der Fabrik hart daran arbeiten, um die richtigen Teile herzustellen, die dieses Auto beim ersten Rennen konkurrenzfähig machen", sagt der 30-Jährige.

Dabei läuft Ferrari jedoch die Zeit davon. In diesem Wissen wurde der letzte Test in Barcelona um einen Tag nach hinten verschoben. Die Scuderia wird, genau wie Red Bull, von Freitag bis Montag testen. Dennoch verbleiben nur noch vier Testtage, um die Großbaustelle F2012 abzuarbeiten. Daher weiß auch Massa: "Wir müssen weiter hart daran arbeiten, um das Auto zu verbessern, da liegt noch ein langer Weg vor uns." Allerdings erinnerte er zurecht daran, dass die Testzeiten nur wenig Aussagekraft haben: "Im vergangenen Jahr haben wir bei den Tests einige Bestzeiten hingelegt, und im ersten Qualifying fehlte uns über eine Sekunde."

Fotoquelle: Ferrari

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