Juan Pablo Montoya kann mit der Formel 1 generell nicht mehr viel anfangen

Formel 1 2012

— 25.02.2012

Montoya über die Stufennasen: "Sieht komisch aus"

Die ehemaligen Formel-1-Piloten Juan Pablo Montoya, Scott Speed und Nelson Piquet können mit den neuen Stufennasen nicht viel anfangen

Knapp drei Wochen vor dem Saisonstart ist die neue Fahrzeuggeneration der Formel 1 auch jenseits des Atlantiks ein Thema. Die neuartigen Stufennasen, mit denen bislang alle Teams bis auf McLaren bei den Testfahrten aufwarteten, rufen weder bei Fans in Europa, noch bei ehemaligen Formel-1-Piloten in Amerika Begeisterung hervor. "Das ist halt die Formel 1", meinte Scott Speed im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Der ehemalige Toro-Rosso-Pilot sieht die Angelegenheit allerdings recht nüchtern. "Sie schreiben ein neues Regelbuch, das dir vorschreibt, welche Fahrzeughöhen wo sein müssen. Und dann kommt so etwas dabei heraus", sagt Speed, der dieser Entwicklung allerdings auch Positives abgewinnen kann. "Für mich ist es beeindruckend zu sehen, wie die intelligentesten Leute im weltweiten Motorsport auf völlig unterschiedliche Art und Weise ein Problem lösen. So klar siehst du das nirgendwo anders und genau das zeichnet die Formel 1 aus."

Regeländerungen in der Formel 1 seien somit mehr, als ein bloßer Eingriff der Regelhüter, um die Autos einzubremsen. "In meinen Augen ist das der wirkliche Test für Ingenieurskunst und Intelligenz", findet Speed. In diesem Zusammenhang spiele ein Kriterium wie Ästhetik keine Rolle. "Das Aussehen der Formel-1-Autos ist eine permanente Entwicklung. Man kann nicht sagen, dass sie hässlich sind. Sie sind jetzt anders."

Nelson Piquet, einst in Diensten des Renault-Werksteams, sieht dies ganz ähnlich wie Speed. "Es gibt etwas im Regelbuch, was die Leute veranlasst, so etwas zu machen", sagt der Brasilianer, der den neuen Fahrzeugnasen persönlich aber trotzdem nicht viel abgewinnen kann: "Klar ist die neue Nase hässlich."

Doch mit der Zeit gewöhne man sich an alles, findet Piquet. "So etwas Ähnliches haben sie ja schon einmal gemacht, als sie im Winter 2008/2009 die breiten Flügel verboten haben", erinnert er sich. "Damals sah das Auto plötzlich auch nicht mehr gut aus, aber die Leute haben sich irgendwann daran gewöhnt."

Juan Pablo Montoya, der bereits in seiner Formel-1-Zeit zwischen 2001 und 2006 aus seiner Verwunderung über die mitunter komplizierten technischen Lösungen in der Königsklasse kein Geheimnis machte, möchte die neuen Fahrzeugnasen eigentlich nicht kommentieren. "Das ist mir alles viel zu politisch", lacht der Kolumbianer, der sich 2004 mit dem berühmten "Hammerhai"-Williams FW 26 abmühte.

Montoya hat im Prinzip seit seinem Formel-1-Ausstieg mitten in der Saison 2006 mit der Rennserie abgeschlossen. "Ich habe nur ein paar Bilder gesehen, denn so intensiv verfolge ich die Formel 1 nicht mehr", sagt der Ganassi-Pilot. "Ich weiß nicht. Irgendwie finden sie immer Wege, dass die Autos etwas komisch aussehen. Aber wenn du dir heute die schmaleren Flügel ansiehst, dann hast du dich auch irgendwie daran gewöhnt."

Fotoquelle: NASCAR

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