Valtteri Bottas könnte bei Williams bereits 2012 zum Stammfahrer aufsteigen

Formel 1 2012

— 25.02.2012

Bottas: "Natürlich würde ich gern Stammfahrer sein"

Bruno Senna muss in der anstehenden Saison vermutlich 15 Mal Platz für Freitagstester Valtteri Bottas machen, der seine Chance bei Williams nutzen möchte

Der amtierende GP3-Champion Valtteri Bottas wird sich 2012 voll und ganz auf seine Freitagseinsätze bei Williams konzentrieren. Auf die Teilnahme an einer anderen Serie verzichtet der Finne, der im Falle eines Falles sofort zum Stammfahrer aufsteigen möchte. Da Williams mit Pastor Maldonado und Bruno Senna auf zwei Fahrer setzt, die ihre Cockpits durch Sponsorengelder finanzieren, besteht immer die Chance auf einen spontanen Wechsel, sollten ausgemachte Zahlungen nicht erfolgen. Der Macht dieses Druckmittels ist sich auch Bottas bewusst.

"Natürlich würde ich gern Stammfahrer sein", gesteht Bottas gegenüber 'Autosport'. "Doch das geht jedem jungen Piloten so. Doch wann wird es soweit sein? Ich weiß es nicht. Ich hoffe, so schnell wie möglich. Doch im Moment möchte ich noch nicht zu sehr daran denken. Ich möchte mich dieses Jahr so gut wie möglich vorbereiten und alles aus der Chance herausholen, die ich bei Williams habe."

Vom Test- zum Stammfahrer

Das Beispiel Force India ist der beste Beweis dafür, dass man es vom Freitagstester zum Stammfahrer schaffen kann. Paul di Resta stieg vor einem Jahr auf und Nico Hülkenberg dieses Jahr. Für einen Formel-1-Rookie wie Bottas bietet sich über die Freien Trainings die Chance, erste Erfahrungen in der Königsklasse zu sammeln. Testfahrten sind nach wie vor rar.

"Das ist es, was ich im Moment benötige - Erfahrung in der Formel 1", stellt er klar. "Das ist das Beste, was einem jungen Fahrer heutzutage passieren kann, weil es nicht mehr viele Tests gibt. Ich erhalte 15 Freitage und einige zusätzliche Tests. Das ist die perfekte Chance für mich, mich für den Job zu beweisen, alles aus dem Auto herauszuholen, gute Feedbacks zu geben, konstante Fahrten zu absolvieren und zu zeigen, dass ich in der Lage bin, mit einem Formel-1-Team zu arbeiten."

"Ich werde ein Teil des Prozesses sein, bei dem es darum geht, an einem Rennwochenende das Maximum aus dem Auto herauszuholen. Es wird mir helfen, die ganzen Abläufe zu lernen. Für den Fahrer gibt es in der Formel 1 sehr viel mehr Informationen. Deshalb ist es gut, mehr über die technische Seite zu verstehen. Man benötigt dafür etwas Zeit und ich habe die Gelegenheit dafür", so Bottas.

Ist Bottas die Zukunft für Williams?

Dass Williams fest mit dem 22-Jährigen rechnet, wurde durch den Test am Mittwoch unter Beweis gestellt. Bottas drehte 117 Runden mit dem neuen FW34 und sammelte Erfahrungen, die den Stammpiloten sicher auch gut getan hätten. Dem Vertrauen in seine Person ist er sich bewusst, betont aber immer wieder, dass er noch viel zu lernen hat.

"Schwierig zu sagen, worin der wichtigste Teil meiner Rolle besteht, weil es so viel zu lernen gibt. Natürlich muss ich meinen Fahrstil verbessern und mehr übers Team lernen, sobald ich mehr Erfahrung habe. Zudem muss ich zu Änderungen des Setups beitragen. Die Hauptaufgabe besteht aber darin, dass wir sicherstellen, in die richtige Richtung zu arbeiten", analysiert er. "Im schlimmsten Fall arbeitet man in eine falsche Richtung. Um das zu vermeiden, muss man das Team sehr gut kennen und die Ingenieure gut verstehen."

"Ich kenne die Ziele, die das Team mit mir hat und bin da, um das Auto zu verbessern. Das Ziel (am Mittwoch in Barcelona; Anm. d. Red.) bestand darin, konstant zu sein und gute Feedbacks über das Auto abzugeben. Zudem sollte ich Fehler vermeiden. All das hat gut geklappt", bilanziert Bottas.

Guter Draht zu Senna

Mit Stammfahrer Senna hat er offensichtlich ein gutes Verhältnis. "Bis jetzt war es richtig gut. Er ist ein netter Kerl", erklärt Bottas. "Wir verstehen uns gut und werden diese Saison sicher sehr eng zusammenarbeiten, weil ich sein Auto an den Freitagen fahren werde und er sicher wissen möchte, wie sich das Auto verhält und wie wir es verbessern können."

"Ich werde das Setup direkt beeinflussen können. Es geht darum, das Auto für Bruno im zweiten Freien Training zu verbessern. Bisher waren unsere Meinungen immer recht ähnlich. Unsere Fahrstile unterscheiden sich meiner Meinung nach nicht allzu sehr." Damit Williams wieder in die Erfolgspur findet, muss der FW34 noch verbessert werden.

"Es gibt Positives zu berichten. Beim Auto gibt es einen Unterschied im Vergleich zum Vorjahr. Ich genieße das Fahren. Es gab Diskussionen über das Verhalten in langsamen Kurven. Das ist ein Bereich, auf den wir uns konzentrieren sollten", fordert der Williams-Testfahrer. "Es ist nicht der einzige Bereich, aber sicher einer, an dem wir arbeiten sollten. Das Auto hat ein gutes Potential und wir verstehen es immer besser."

Fotoquelle: xpb.cc

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