Prost leidet mit seinem ehemaligen Team unter dem Niedergang in der Formel 1

Formel 1 2012

— 27.02.2012

Williams Niedergang macht Prost betroffen

Alain Prost hat versucht, seinem ehemaligen Team unter die Arme zu greifen und hofft, dass Williams mit den Renault-Motoren die Trendwende schafft

Für jemanden, der die Formel 1 erst seit wenigen Jahren verfolgt, mag es erstaunlich klingen, dass Williams einmal diese Serie dominiert hat. Doch in den 1990er Jahren war das britische Team lange Zeit dasjenige, welches es zu schlagen galt. Mit sieben Fahrer-Weltmeisterschaften, neun Konstrukteurs-Weltmeisterschaften und insgesamt 113 Grand-Prix-Siegen zählt Williams nach wie vor zu den erfolgreichsten Teams in der Geschichte der Formel 1.

Doch der letzte Sieg liegt mittlerweile schon über sieben Jahre zurück . Spätestens mit der wenig freundschaftlich verlaufenen Trennung von BMW Ende 2005 begann der schleichende Abstieg des einstmals so stolzen Teams. Als Privatteam musste Williams nun für die Motoren bezahlen, in anderen Entwicklungsbereichen mussten die finanziellen Mittel entsprechend gekürzt werden, wodurch das Team zurückfiel.

Was nun folgte, war der typische Teufelskreis der Formel 1. Bei schlechteren Ergebnissen erhalten die Teams weniger Anteile an den Fernsehgeldern und werden auch für Sponsoren weniger attraktiv. Die Folge: Die finanziellen Möglichkeiten werden weiter beschränkt. Bei Williams gipfelte diese Entwicklung in der vergangenen Saison in mageren fünf WM-Punkten und Rang neun in der Konstrukteurswertung. Der Anschluss ans Mittelfeld ging verloren.

Diese Negativentwicklung macht auch einen ehemaligen Piloten sehr betroffen: "Natürlich tut es mir leid", wird Alain Prost von 'f1news.ru' zitiert. Der Franzose gewann 1993 seinen vierten WM-Titel bei Williams und war nach eigener Aussage bemüht, dem Team in der Winterpause zu helfen. "Ich habe in diesem Winter oft mit Frank Williams gesprochen und sogar versucht, Sponsoren für sie zu finden - leider ohne Erfolg", sagt der 57-Jährige.

Prost hat jedoch Hoffnungen, dass der Wechsel zu Renault Williams helfen sollte, die Talsohle zu durchqueren. Immerhin habe das Team in der Vergangenheit große Erfolge mit dem französischen Motorenhersteller gefeiert. Auch Prost gewann seinen Titel 1993 auf einem Williams-Renault. Allerdings weiß der Franzose, auch aus eigener Erfahrung als Teamchef in der Formel 1, wie schwierig es ist, aus einem solchen Loch herauszukommen: "Die Situation ist kompliziert. Wenn die finanziellen Probleme erst einmal begonnen haben, ist es schwierig, den Trend umzukehren."

Fotoquelle: xpb.cc

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