Großes Ziel: Mark Webber möchte 2012 mehr Siege einfahren als im Vorjahr

Formel 1 2012

— 28.02.2012

Webber will von Karriereende nichts wissen

Mit möglichst vielen Siegen möchte sich Mark Webber in der Spitzengruppe der Formel 1 behaupten: 2013 "nur mit konkurrenzfähigem Material" interessant

Mark Webber hat die vergangene Saison mit gemischten Gefühlen abgeschlossen. Einerseits verspürte der Australier große Freude über seinen Sieg in Brasilien, andererseits war es sein einziger Erfolg des Jahres. Teamkollege Sebastian Vettel war übermächtig, er hatte am Ende des Jahres 134 Punkte mehr auf dem Konto als Webber. Der 35-Jährige wurde WM-Dritter mit 258 Zählern. Mit der gleichen Punktzahl wäre Webber 2010 Weltmeister geworden.

"Ich habe mehr Punkte geholt, aber leider nicht so viele Rennsiege. Das war nicht so schön", blickt Webber im Gespräch mit der Agentur 'AAP' auf die vergangene Saison zurück. "In diesem Jahr will ich mehr Siege. Darauf werde ich mich konzentrieren. Ich werde so hart wie möglich arbeiten, damit wir als Team vor allen anderen landen." In der Saison 2010 hatte Webber gleich bei vier Rennen ganz oben auf dem Podest gestanden.

Bislang gibt es bezüglich der Erwartungen für die kommende Saison noch einige Fragezeichen. Der neue Red-Bull-Renault RB8 machte bei den Testfahrten in Spanien zwar einen guten Eindruck, aber ob mit dem Fahrzeug eine ähnliche Dominanz wie im Vorjahr zu erreichen ist, wird sich frühestens am ersten Rennwochenende in Melbourne herausstellen. "Wenn unser Auto Siege zulässt, dann möchte ich eine ganz andere Saison erleben als im vergangenen Jahr", so die Kampfansage des Australiers.

Für Webber geht es um die Zukunft. Dass in der Red-Bull-Pipeline einige Talente auf seine Nachfolge im Weltmeisterteam hoffen dürfen, ist kein großes Geheimnis. Dabei ist der Abschied von Webber noch längst nicht beschlossene Sache. Er werde um eine Vertragsverlängerung kämpfen, sagt er. Allerdings würde er bei einem Abschied von Red Bull nicht in einem mittelmäßigen Team fahren wollen. "Nur mit konkurrenzfähigem Material" könne er sich weitere Formel-1-Jahre vorstellen.

"Es ist doch klar, dass ich mir auf meinem Karriereweg ein gewisses Niveau verdient habe", sagt Webber, "daher würde ich nicht nochmal auf die andere Seite wechseln und ganz unten starten wollen. Konkurrenzfähig zu sein, an der Spitze zu fahren - das ist ein riesig großer Faktor, wenn es darum geht, siegeshungrig und motiviert zu bleiben." Der Australier startet 2012 in seine elfte Formel-1-Saison.

Fotoquelle: Red Bull

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