Michael Schumacher wuchtet seinen Mercedes in die Schikane in Barcelona

Formel 1 2012

— 29.02.2012

Johansson: Schumacher bräuchte "giftiges" Auto

Ex-Formel-1-Pilot Stefan Johansson glaubt, dass der Mercedes zu wenig auf Michael Schumachers Fahrstil abgestimmt ist und wundert sich über Rubens Barrichello

Anfang des Jahrtausends machten die Ferrari-Teamkollegen Michael Schumacher und Rubens Barrichello die Rennen untereinander aus - inzwischen kämpft einer darum, sein Comeback doch noch zum Erfolg zu machen, der andere wurde von der Formel 1 nach 19 Jahren ausgespuckt. Dennoch lodert in beiden nach wie vor das Feuer für den Rennsport.

Ex-Formel-1-Pilot Stefan Johansson hat eine Erklärung, warum Schumacher bei Mercedes nicht mehr an frühere Erfolge anschließen konnte. "Als Michael megaschnell war, hatte er ein Auto, das absolut auf seinen Fahrstil abgestimmt war", meint der Schwede gegenüber 'GPUpdate.net'. "Es handelt sich dabei um einen wirklich einzigartigen Fahrstil - keiner seiner Teamkollegen kam mit den Autos zurecht."

Passt Mercedes nicht zu "Schumis" Fahrstil?

Ein durchaus nachvollziehbares Argument: Als Gerhard Berger Ende 1995 den Benetton Schumachers testete, hatte der österreichische Routinier enorme Mühe, das Limit des Autos zu spüren - es brach in seiner Wahrnehmung ohne Vorwarnung aus. Nur Schumacher konnte mit dem übersteuernden Boliden umgehen.

"Um wieder dominant zu sein, müsste das Auto ganz speziell abgestimmt sein - die Front müsste so richtig auf der Strecke kleben", bestätigt Johansson. "Er kann damit umgehen, was viele andere Fahrer nicht können." Der ehemalige Ferrari-Pilot glaubt, dass Schumacher wieder erfolgreich sein könnte, wenn es ihm gelingt, das Auto nach seinen Bedürfnissen abzustimmen.

Johansson wundert sich über Barrichello

Während Schumacher nicht von der Formel 1 lassen kann, musste sich Ex-Teamkollege Barrichello dieses Jahr verabschieden. Johansson versteht den Brasilianer nicht, der sogar Sponsoren zu Williams gebracht hätte, um noch ein Jahr anzuhängen. "Die Sache mit Rubens ist irgendwie traurig", sagt er. "Ich weiß nicht, warum er so sehr an der Formel 1 hängt, wo es doch so viele anderen Kategorien gibt, wo er fahren könnte - er würde es auch lieben."

Der 55-Jährige hatte in seinen letzten Formel 1 Jahren Mühe, sich für die Rennen zu qualifizieren und entschied sich daher 1992 für den Sprung in die IndyCar-Serie. "Ich habe immer gesagt, dass man nichts tun sollte, nur damit man dabei ist", spielt er auf Barrichello an. "Natürlich kann er etwas beitragen, aber wie weit würde es ihn bringen? Er war ganz vorne, gewann Rennen. Das ist der Grund, warum ich schließlich in die USA ging. Was bringt es denn, schon beim Saisonstart zu wissen, dass man nur dann in die Top-10 fährt, wenn man Glück hat."

Dass man sich bei Williams gegen Barrichello entschied, hält er für unwesentlich. "Das ist ein bisschen so, wie wenn man mich vor zehn Jahren gefragt hätte, wen ich gerne in einem Minardi sehen würde. Es ist traurig, aber wahr."

Fotoquelle: Mercedes

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