Statt Rubens Barrichello ist Bruno Senna nun Pastor Maldonados Teamkollege

Formel 1 2012

— 29.02.2012

Williams verteidigt Fahrer: "Ayrton hätte Probleme gehabt"

Frank Williams gibt Rubens Barrichello keine Schuld am Rauswurf und erklärt, warum man sich dennoch für Bruno Senna entschieden hat

Williams erlebte im Vorjahr das schlechteste Jahr in der Teamgeschichte. Die Truppe aus Grove fuhr in der gesamten Saison nur fünf WM-Punkte ein und rangiert damit auf Platz neun in der Konstrukteurs-WM. Nur die drei Teams, die 2010 debütierten, waren schwächer. Doch nicht nur Technikchef Sam Michael musste nach dem Pleitejahr seinen Hut nehmen - auch Routinier Rubens Barrichello wurde ausgemustert.

Lag es auch an den Fahrern, dass das Jahr 2011 zum Desaster wurde? Teamchef Frank Williams dementiert gegenüber 'F1 Racing': "Ein Fahrer hängt immer von seinem Material ab. Selbst Ayrton Senna wäre von Zeit zu Zeit in Problemen gewesen, wäre er in unserem Auto gesessen."

Senna war Entscheidung für die Jugend

Doch warum musste Barrichello dann für seinen Landsmann Bruno Senna Platz machen? "Rubens ist sehr erfahren und ich glaube nicht, dass er irgendwann die Lust verloren hat oder verärgert war. Ich bin sicher, dass wir ihn enttäuscht haben", erklärt der Brite. "Aber Bruno ist ein kluger, junger Mann, der voller Energie steckt."

Am Ende entschied laut Williams das Testprogramm, dem man auch Piloten wie Adrian Sutil, Sebastien Buemi oder Valtteri Bottas unterzogen hatte. "Wir arbeiteten uns im Winter mit einigen Fahrern durch einen umfangreichen Evaluierungsprozess und Bruno war für uns für das bevorstehende Jahr die beste Wahl. Wir sind gespannt, wozu er im Stande ist."

Maldonado für Williams kein klassischer Paydriver

Während Barrichello den Laufpass erhielt, durfte Pastor Maldonado im Team bleiben. Ein nicht unwesentlicher Faktor sind dabei die venezolanischen PDVSA-Millionen, die Maldonado zum Teambudget beisteuert. "Ja, wir brauchen das Geld", gibt Williams zu, dass die Kriegskasse seines Teams nach dem Ausstieg von Hauptsponsor AT&T längst nicht mehr prall gefüllt war.

"Aber Pastor ist keine Zeitverschwendung", stellt er klar, dass er Maldonado nicht für einen klassischen Paydriver hält. "Ganz ehrlich haben eher wir seine Zeit verschwendet. Er lernt und ist ein sehr charmanter, umgänglicher Typ."

Fotoquelle: xpb.cc

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