Mark Gallagher erinnert an die Arbeit des ehemaligen Williams-Mitarbeiters

Formel 1 2012

— 19.05.2012

Gallagher: Parr führte Williams zum Sieg

Der Ex-Cosworth-Geschäftsführer Mark Gallagher erinnert an Adam Parrs Schachzüge und lobt die Arbeit des ehemaligen Williams-Vorsitzenden



Nach vielen sieglosen Jahren durfte Williams beim vergangenen Grand Prix in Spanien endlich wieder jubeln. Das britische Traditionsteam holte durch Pastor Maldonado den ersten Sieg seit 2004. Einer der Verantwortlichen für diesen Erfolg ist zweifellos Adam Parr, auch wenn er bei der Siegesfeier nicht mehr dabei war. Der ehemalige Vorsitzende von Williams verließ das Team vor einigen Wochen überraschend. Die Hintergründe für das Ausscheiden des Briten waren politischer Natur.

"Adam Parr hat sicher nicht den Sympathiepreis während seiner Zeit bei Williams gewonnen, doch der ehemalige Vorsitzende muss den Spanien Grand Prix mit Genugtuung und dem Wissen gesehen haben, dass die Änderungen unter seiner Leitung zu diesem Ergebnis führten", schreibt Ex-Cosworth-Geschäftsführer Mark Gallagher in seiner Kolumne für 'GoCar.gr'.

"Er hat Williams vor gerade einmal sechs Wochen verlassen, angeblich wegen einer Meinungsverschiedenheit bei den Verhandlungen des Concorde Agreements", erklärt er und stellt klar, dass die Erfolglosigkeit von Williams im vergangenen Jahr nicht nur Parr zugeschoben werden sollte: "Als jemand, dem die Formel 1 fremd war, verließ er sich auf Sam Michael und Patrick Head, die bis 2010 die technische Leitung inne hatten."

Bereits Ende der vergangenen Saison kam es bei Williams zu umfassenden Umstrukturierungen. Michael verließ das Team. Dafür wurden einige neue Mitarbeiter verpflichtet. "Im vergangenen Jahr leitete Parr die Verpflichtung des Technischen Direktors Mike Coughlan und dem Chefingenier Mark Gillan sowie die des Aerodynamikers Jason Somerville ein", schildert Gallagher.

"Diese drei Männer waren für den FW34 verantwortlich. Die Entscheidung, Coughlan zu verpflichten, war für einige Leute kontrovers. Der ehemalige McLaren-Designer stand im Mittelpunkt der 'Spygate-Affäre'", erinnert der ehemalige Cosworth-Geschäftsführer. Doch auch die Verpflichtung von Pastor Maldonado, der trotz seines GP2-Titels als "Paydriver" bezeichnet wurde, war auf Parr zurückzuführen.

"Da Williams es seit 2004 nicht schaffte, eine Rennen zu gewinnen und die weltweite Wirtschaftslage die Situation zusätzlich erschwerte, war es keine Überraschung, dass man Sponsoren wie RBS, Philips, AT&T und die Allianz verlor. Durch diese finanzielle Krise entschied sich Adam dazu, Maldonado mit PDVSA ins Spiel zu bringen. Es war zweifellos die richtige Entscheidung für das Unternehmen - auch wenn Rennfans und die Formel-1-Medien das nicht mochten", bemerkt Gallagher.

Neben den richtigen Entscheidungen lobt Gallagher auch die Ehrlichkeit von Ex-Vorstand Parr. "Als sich Williams dazu entschied, zu Renault zu gehen, war es Adam, der Cosworth informierte", erinnert er sich. "Der Grund war klar: Renault bot Williams aus technischer und wirtschaftlicher Sicht eine bessere Lösung an. Da ging es nicht um Emotionen. Das war eine geschäftliche Entscheidung. Er war entschlossen, eine Entscheidung zu treffen, um ein weiteres desaströse Saison wie 2011 zu vermeiden."

Fotoquelle: xpb.cc

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