Pastor Maldonado hat bei Williams derzeit klar die Nase vor Bruno Senna

Formel 1 2012

— 01.06.2012

Senna: "Muss diese Saison nicht gewinnen"

Bruno Senna erklärt, welche Antwort sein Team nach dem Triumph seines Teamkollegen verlangt, wo die Probleme liegen und wie er den Titelkampf einschätzt



Durch den Triumph von Pastor Maldonado beim Grand Prix von Spanien geriet Bruno Senna unter Zugzwang. Der Brasilianer bringt weder annähernd so viel Geld mit wie der Venezolaner, noch kann er mit den Leistungen des Teamkollegen mithalten . Die Ursache allen Übels liegt im Qualifying, wo der Neffe der Formel-1-Legende Ayrton Senna diese Saison noch nie besser als 13. war.

Teamchef Frank Williams hatte nach der Sternstunde von Barcelona eine Antwort Sennas auf Maldonados Triumph eingefordert und die Sensation als "Tritt in den Hintern" des Mannes aus Sao Paulo gewertet. Doch wie groß ist die Gefahr, dass Senna sein Cockpit verliert? Und muss er ebenfalls siegen, um das Damoklesschwert abzuwenden?

"Ich weiß, dass ich dieses Jahr nicht gewinnen muss", verneint Senna gegenüber 'Globo Esporte'. "Ich muss konstanter sein, regelmäßig punkten und Rennen fahren, die großes Potenzial zeigen." Er weiß, dass für einen Sieg alles zusammenpassen muss: "Das Auto muss schnell sein, man muss sich in der richtigen Position befinden, muss die Reifen richtig nutzen - und auch die Strategie muss für dich funktionieren. Es ist schwierig, all diese Variablen zu kombinieren, und jeder im Team weiß das."

Sennas visiert erst 2013 Siege an

Der Williams-Pilot behauptet, dass es sich dieses Jahr noch um eine Art Aufbaujahr handelt und er erst 2013 Topleistungen bringen muss: "Dieses Jahr geben sie mir die Chance, zu lernen, damit man nächstes Jahr von mir erwarten kann, ein Rennen zu gewinnen."

Die mangelnde Erfahrung mit dem Team ist laut Senna auch darauf zurückzuführen, dass er am Freitag im ersten Training meist für Testpilot Valtteri Bottas Platz machen muss - das soll sich vor allem in Barcelona extrem ausgewirkt haben. Mit frischen Reifen ist Senna noch nicht imstande, das Maximum aus dem Auto herauszuholen.

Hat Sennas Ex-Team das beste Auto?

"Pastor hatte die Möglichkeit, sehr viel über den Zustand der Reifen zu lernen", argumentiert Senna. "Eines der Geheimnisse dieser Reifen ist es, sie in einer Qualifikationsrunde in den richtigen Zustand zu bekommen - bisher ist mit das noch nicht hundertprozentig gelungen. Das kommt mit der Erfahrung, und das ist nichts, was man einfach so überspringen kann."

Auf die Frage, wer nach den ersten sechs Rennen sein Titelfavorit ist, hat er Mühe, sich festzulegen. "Das ist schwer zu sagen", sagt Senna und verweist auf sein Ex-Team. "Fernando Alonso und Sebastian Vettel wissen, wie man Weltmeisterschaften gewinnt. Meiner Meinung nach ist der Lotus das schnellste Auto, aber sie bringen die Reifen nicht immer in das richtige Fenster. Ihr Auto ist etwas inkonstant, was es schwierig macht, aber das Potenzial des Autos ist groß."

Fotoquelle: Williams

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