Formel 1 2012

— 18.12.2012

Parr: Ecclestone verstößt gegen EU-Wettbewerbsrecht

Ex-Williams-Geschäftsführer Adam Parr ist der Ansicht, dass die ungleiche Behandlung der Teams durch seinen Intimfeind Bernie Ecclestone gesetzeswidrig ist





Das EU-Wettbewerbsrecht könnte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone in Zukunft das Leben schwer machen. Dem Briten, dessen Imperium durch die Entwicklungen in der Schmiergeldaffäre um den Banker Gerhard Gribkowsky bereits einige Kratzer abbekam, droht nun auch von Seiten der Teams Ungemach.

Wie 'Motorsport-Total.com' berichtete, könnte sich die ungleiche Behandlung der Teams für den 82-Jährigen als Bumerang erweisen, denn einige Rennställe untersuchen derzeit ihre Möglichkeiten, vor dem EU-Gerichtshof gegen Ecclestone Klage einzureichen.

Keine fairen Bedingungen?

Sie stoßen sich daran, dass Ferrari und Red Bull bei den Verhandlungen über ein neues Concorde-Agreement, das die Einnahmenverteilung in der Formel 1 regelt, bessere Bedingungen erhielten, während manchen Rennställen wie Marussia bisher nicht einmal ein Vertrag vorgelegt wurde. Auch beim neuen Führungskomitee für den Regelgebungsprozess in der Formel 1 haben nur sechs Teams ein Stimmrecht. Das könnte gegen das Wettbewerbsrecht der EU verstoßen.

Nun macht auch Ex-Williams-Geschäftsführer Adam Parr gegen Ecclestone Stimmung. Der Brite hatte im März diesen Jahres seinen Posten geräumt - offiziell aus freien Stücken, doch im Fahrerlager heißt es, dass Ecclestone Parrs Kopf gefordert hatte, wenn sich das Team Hoffnungen auf eine Einigung bei den Concorde-Verhandlungen machen wolle.

Parr sieht Verstoß gegen Wettbewerbsrecht

"Es gibt genügend Belastungsmaterial, dass eine ungleiche Aufteilung von Macht und Geld für eine Untergruppe von Teams gesetzeswidrig ist", meint der Jurist, der nicht mehr in der Formel 1 tätig ist, gegenüber 'Bloomberg'. Seiner Meinung nach beruht die "Königsklasse" des Motorsports nicht auf "den richtigen Prinzipien des freien Wettbewerbs."

Dass dagegen bisher kaum Widerstand zu spüren war, liegt laut Parr daran, dass die Teams "in großem Maße vom guten Willen" Ecclestones abhängig seien. Genau das könnte aber schließlich dafür sorgen, dass die Teams in ihrem Vorgehen gegen den Formel-1-Boss vorsichtig sind, denn das Beispiel Parr zeigt, was auf dem Spiel steht.

Fotoquelle: xpb.cc



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