Sportchef Sam Michael weiß, dass junge Piloten wie Sergio Perez Probleme haben

Formel 1 2013

— 02.05.2013

Michael sicher: Am Ende setzt sich Qualität immer durch

McLaren-Sportchef Sam Michael glaubt, dass sich trotz der schwierigen Reifen am Ende immer die besten Fahrer durchsetzen - Jetzt sei eben Erfahrung gefragt



Was wird derzeit nicht alles von "Lotterie", "auswürfeln" und "Zufallssieger" gesprochen, wenn es um die aktuelle Reifensituation geht, in der das Auto gewinnt, bei dem die Pirelli-Pneus am wenigsten verschleißen. Sogar von Rennen bei 70 Prozent Leistung und dass die Fahrer in der Formel nicht mehr die Besten sein müssen, ist die Rede. Doch McLaren-Sportchef Sam Michael hält diese Reaktionen für überzogen, obwohl gerade sein Team mit die größten Probleme zu haben scheint.

Selbst in China, wo der größte Reifenverschleiß in dieser Saison zu beobachten war, hätte sich am Ende Klasse durchgesetzt: "Die Top-5-Plätze wurden durch fünf Weltmeister belegt - und das ist kein Zufall", so der Australier. "Gerade ist es ein Sport für Denker. Die Jungs aus den Top 10 sind alle sehr schnell, aber was sie unterscheidet ist die Erfahrung und Fähigkeit, mit verschiedenen Situationen klarzukommen."

In den vergangenen 20 Jahren sei die Formel 1 hingegen ein Sprintrennen gewesen, wo man Vollgas bis zum nächsten Boxenstopp durchzog. Doch davor kam wieder eine Periode der Taktiker: "Vor dem Nachtanken war es ähnlich wie heute. Man versuchte mit einem oder ohne Stopp durchzukommen, indem man mit den Reifen haushalten musste." Fahrer mit viel Erfahrung hätten in der Hinsicht sowieso Vorteile, glaubt der Australier. Das sei auch der Grund, wieso sich Sergio Perez derzeit noch schwer tue.

"In einer Situation wie dieser ist es für jüngere Fahrer schwerer, sich anzupassen", weiß der McLaren-Sportchef. Allerdings brauche ein junger Fahrer auch nur einen erfahrenen Teamkollegen, um schnell von ihm zu lernen. Und wen könnte McLaren besseres haben als "Reifenflüsterer" Jenson Button, der gleichzeitig der erfahrenste Fahrer im Feld ist. "Das Schöne für 'Checo' ist, dass sein Teamkollege Weltmeister ist und weiß, wie man ein Rennen managt - also kann er viel von ihm lernen."

Das ist gleichzeitig auch der Vorteil der Topteams: Mit Jenson Button, Fernando Alonso, Mark Webber, Kimi Räikkönen, Felipe Massa und Nico Rosberg, Lewis Hamilton und Sebastian Vettel teilen sich die acht erfahrensten Fahrer auf die fünf Topteams auf. Adrian Sutil ist als Neunter der dienstälteste Pilot im Mittelfeld. "Es gibt viele Teams im Starterfeld, die zwei junge Kerle oder Fahrer in der Mitte ihrer Karriere haben, die gerade einem extrem schwierigen Umfeld ausgesetzt sind", urteilt Michael im Hinblick darauf, dass sich am Ende doch immer Qualität durchsetzen wird.

Fotoquelle: xpbimages.com

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