Susie Wolff wird ungeduldig: Die Schottin will ihren ersten richtigen Test

Formel 1 2013

— 02.05.2013

Wolff drängt auf Testfahrten: "Verschwende sonst meine Zeit"

Susie Wolff hofft, dass sie von Williams für die Young-Driver-Tests in Silverstone nominiert wird: "Es muss einfach passieren" - Kritik an Moss-Aussagen



Ein offizielles Testdebüt von Williams-Entwicklungsfahrerin Susie Wolff rückt immer näher - schon bei den Young-Driver-Tests in Silverstone im Juli will sich die Schottin ihre Superlizenz verdienen. "Der nächste logische Schritt ist der Young-Driver-Test, ihn gut zu bestehen, und dann schauen, was der nächste Schritt ist", so die Ehefrau von Toto Wolff gegenüber der Nachrichtenagentur 'Reuters'.

"Die Leute wollen eine Frau in der Formel 1 sehen, das Momentum ist da", glaubt die 30-Jährige. Doch die ehemalige DTM-Pilotin weiß, dass ihr auch kräftig Gegenwind ins Gesicht bläst: "Es gibt viele Leute, die denken, dass es peinlich für mich wird, weil ich so weit weg von der Pace sei - für mich ist es unglaublich, solche Kommentare zu hören", schüttelt Wolff den Kopf. "Ich würde keine Aerotests machen, wenn ich nicht ein wenig Begabung gezeigt hätte", ist sie überzeugt.

"Die Leute vergessen, dass wir lange Zeit auf einem hohen Level Rennen gefahren sind", erklärt sie weiter. "Es ist nicht so, als würde man aus der Dunkelheit gezerrt werden und gesagt bekommen, dass man mal ein F1-Auto fahren soll." Noch habe ihr Williams keine Bestätigung gegeben, dass sie den Test in Silverstone fahren dürfe, "aber für mich muss das einfach klappen", so die Schottin. "Wenn es nicht passiert, verschwende ich meine Zeit - dann ist alles umsonst."

Doch Wolff ist sich sicher, dass sie in diesem Jahr ihre Chance bekommen wird: "Ich bin die Entwicklungsfahrerin. Es kann nicht sein, dass ein Young-Driver-Test kommt und man seinen Entwicklungsfahrer nicht einsetzt. Aber man weiß ja nie. Schauen wir mal", hegt die 30-Jährige große Hoffnungen. Schon vor ein paar Wochen hatte sie aber angekündigt, eine Beantragung der Superlizenz danach nicht zu überstürzen. Bisher hat Williams aber keinen Ersatzfahrer nominiert, sollten Pastor Maldonado oder Valtteri Bottas einmal ausfallen.

Unterdessen hat sich Wolff aber über die Aussagen von Stirling Moss geärgert, der Frauen die mentale Stärke absprach, um zu gewinnen. "Das ist völliger Müll", kontert sie - auch wenn sie versteht, warum der 83-Jährige die Aussagen getätigt hat. "Stirling ist ein sehr netter Mann und auch seine Frau ist sehr nett. Das Problem liegt in der Generation. In seiner Zeit gab es viele Todesfälle und ich denke für ihn gab es dieses Bild, dass Frauen ihr Leben nicht aufs Spiel setzen", so die Williams-Fahrerin.

"Ich denke für die ältere Generation macht es einfach nicht Klick im Kopf, dass Frauen Rennautos fahren sollen", analysiert Wolff. "Das muss in den Köpfen der Leute geschehen. Bernie (Ecclestone; Anm. d. Red.) sagt viele Dinge in der Presse, aber hinter verschlossenen Türen macht er verdammt viel, um mir in die Formel 1 zu helfen", sagt die Schottin. Denn auch Ecclestone wisse ganz genau: "Aus geschäftlicher Sicht muss es einfach passieren."

Fotoquelle: xpbimages.com

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