Die Simulatoren der Formel-1-Teams werden immer ausgereifter

Formel 1 2013

— 03.05.2013

Mercedes im Simulator: Pirelli bereitet auch virtuell Probleme

Im Simulator können die Formel-1-Teams die mäßige Streckenzeit wettmachen, doch auch hier stellt Pirelli eine Herausforderung - Lewis Hamilton wollte Pedro de la Rosa



In Zeiten, in denen es aufgrund der Testbeschränkung den Teams nicht mehr möglich ist, tausende um tausende Kilometer auf den Strecken dieser Welt abzuspulen, müssen die Teams andere Wege finden, um an möglichst viele Daten zu kommen. Um einen eigenen Rennsimulator kommen die Rennställe der Königsklasse in der heutigen Zeit deswegen nicht mehr rum. In der Formel 1 werden sogar eigene Simulator-Piloten angeheuert, die nur für Tests im Simulator zuständig sind - bestes Beispiel ist derzeit Pedro de la Rosa bei Ferrari.

Doch auch die anderen Topteams beschäftigen ihre Testfahrer die meiste Zeit im Simulator: Gary Paffett bei McLaren, Jerome D'Ambrosio bei Lotus, Sebastien Buemi bei Red Bull - und bei Mercedes seit neustem auch Robert Kubica. Der erst zwei Jahre alte Simulator bei den Silberpfeilen wird natürlich auch regelmäßig von den Stammpiloten benutzt. Rund fünf Stunden sollen Nico Rosberg und Lewis Hamilton vor jedem Grand Prix im Simulator verbringen und sich auf die Strecke einstellen.

Und für eine Computer-Simulation nimmt es der Simulator sehr genau: Von Wetterwechsel und Abstimmungsarbeiten bis hin zum (digitalen) Testen neuer Teile ist alles möglich. "Das Feedback des Lenkrads ist sehr genau", fühlt Nico Rosberg jede einzelne Änderung im Auto genau. "Du spürst sogar Unter- und Übersteuern", erklärt der Deutsche gegenüber 'Autobild motorsport' .

Doch natürlich kann eine Simulation das echte Erlebnis nicht vollständig ersetzen. So bereiten die Pirelli-Pneus den Silberpfeilen nicht nur auf der Rennstrecke sondern auch im Simulator noch Schwierigkeiten: "Die Reifen müssten für den Simulator in Zahlen übersetzt werden", versucht Rosberg die Hindernisse zu erklären. "Das ist aber sehr schwierig. Sie sind zu facettenhaft, weil der Gummi sich je nach Kurvenlage oder Streckentemperatur verwindet, verformt oder erhitzt. Deshalb ist es die große Schwierigkeit, die Reifen realistisch darzustellen."

Auch sein Teamkollege sieht noch Nachholbedarf beim virtuellen Mercedes-Cockpit, wenn er es mit seinem gewohnten McLaren-Simulator vergleicht: Der Mercedes-Simulator ist noch nicht so gut wie der von McLaren", urteilt der Brite. "Wir brauchen noch mehr Leute, die uns helfen, ihn weiterzuentwickeln." Im Hinterkopf hat er dabei einen Fahrer von der Konkurrenz: Pedro de la Rosa, mit dem Hamilton zu seiner McLaren-Zeit bereits zusammenarbeiten konnte. " Ich wollte ihn bei Mercedes, aber er wollte nicht. Er wird Ferrari eine große Hilfe sein", ist der Ex-Weltmeister überzeugt.

Fotoquelle: Williams

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